Primär geht es über Hochsprung, aber ein Abschnitt befasst sich mit dem Kugelstossen, genauer gesagt der Drehtechnick.
Hier wird ernsthaft beahuptet, dass Rolf Oesterreich der Erfinder dieser Drehtechnik ist. Zuerst habe ich geglaubt, dass das ein NZZ Fehler ist. Nach schriftlicher Rücksprache mit dem Sportchef der NZZ bin ich zum Schluss gelangt, dass das kein Fehler ist. Der Deutsche Kugelstösser Rolf Oesterreich hat das explizit gegenüber der NZZ behauptet. Die NZZ hat nicht bedingungslos nachgeprüft leider nur bis 1976 was ein ganz fataler Fehler war.
Um das klar zu machen: Der Spiegel hat dokumentiert, dass Baryschnikow diese Technik schon mindestens seit 1974 bei Internationalen Wettkämpfen ausführte: EM Rom 1974, Baryschnikov wurde Vierter, Vorkampf 12ter
Quelle Spiegel: 37/1974 Seite 110 inklusive Bild von Baryschnikov unten rechts.
Von Rolf Oesterreich verlange ich eine Widerruf gegenüber der NZZ, dass er der Erfinder der Drehstosstechnik ist.
Ansonsten werde ich das ITAR-TASS Photo Archiv und dasjenige von Ria Novosti bis zum letzten Bild durchforsten.
Jeder Leser dieses Forum kann mit Bildern zur Drehstosstechnik vor 1975 dazu beitragen.
Hallo ! Hat zufällig jemand die alten Punktetabellen für den Siebenkampf parat - idealerweise als Datei, Exceloder anderes Format ? vielen Dank im voraus !!!
Liebes Forum
Aus meinen Erfahrungen sind lange Pausen in Kombination mit unkontinuierlichen
Training/ Prozessbildungen grade in den älteren Schüler und Jugendklassen ein
hohes Drop-Out Problem. Jetzt ist mit der Kopplung der schulischen Problematik,
sowie der in diesem Alter anstehenden Prüfungen ein zusätzlicher "Druckpunkt" vorhanden.
Ich denke wir werden in diesem und nächstes Jahr eine sehr hohe Drop-Out Rate im
jugendlichen Leistungssport sehen- Wie schätzt Ihr hier aus euren Erfahrungen dieses Problem ein?
Ich muss mich sehr oft wundern und es fällt mir sehr auf, wie schlechte Gewohnheiten auch in der Leichtathletik um sich greifen. Ich nehme nur das Beispiel von Ehrungen im Sport (Sportlerin des Jahres) heraus. Man sieht verschwindend gering, dass die dort geehrten Sportlerinnen nicht in high heels oder erhöhten Schuhen auftreten. Ich schüttele dann immer den Kopf, wie man z.B. als eine vom gesunden Fuß abhängige Sportlerin sich für Stunden in solche "orthopädischen Monster" zwängen kann, nur um dem allgemeinen, "scheinbar" richtigem Schönheitsideal zu entsprechen. "Sportliches Überleben" hängt manchmal an Kleinigkeiten. Deshalb macht diesen absoluten Unsinn nicht mit!!! Es ist hinreichend bekannt, dass eine gewisse Sprengung nicht überschritten werden sollte und damit der Plantardruck exponentiell zunimmt.
Ich habe Füße aus einem Sprungbereich katalogisiert: Dazu fällt mir nichts mehr ein. Da gibt´s fast das komplette Programm an Fehlstellungen. Ich werde diese "Schätze" bei der nächsten Fortbildung zeigen und junge Athletinnen davon überzeugen wollen, diesen "Vorbildern" in der Hinsicht nicht zu folgen.
Als Trainerin würde ich in der Hinsicht immer den Kampf mit Athletinnen aufnehmen, sie von gesunder Form auch im Kleinen zu überzeugen. Der kontinuierliche und langfristige Erfolg hängt auch an solchen Kleinigkeiten.
Eine Sache liegt mir wirklich auch noch am Herzen. Die Stände bei LA-Sportfesten sollten auch gesunde Gerichte anbieten. Vielleicht macht der DLV das von oben aus mal zum Thema mit entsprechenden Vorschlägen, die schmecken und auch die Geldbeutel der Budenbesitzer füllen.
Ich halte es für enorm wichtig, dass man auch solche unbequemen Themen anpackt und vor allem verändert.
Man sollte seine Gedanken auch in Klarheit und aller Härte mitteilen, damit Fortschritte in großem Stil und flächendeckend erzielt werden. Diese Gedanken lagen mir schon immer auf der Seele. Man sollte Fortbildungen auf sehr hohem Level im Vortrag und in der Mitnahme für die TuT konzipieren.
Ich schlage folgende Änderungen bzw. Aufnahme für DLV-/Landesverbands-Fortbildungen vor:
Erhöhung der Qualität der Dozenten in der Auswahl
Frühzeitige Bekanntgabe der Themen mit der Möglichkeit der Teilnehmer/innen zu Wunschdetails im Vorfeld an die Dozenten über eine zentrale Sammelstelle
Teilnehmer/innen sollten mit Kenntnissen zu den Themen antreten
Fragen sollten auch begrenzt während der Vorträge gestellt werden können.
Der Diskussionsanteil im Anschluss an die Vorträge sollte hoch sein.
Förderung harter Diskussionen im Detail um Fortschritte
Die Themen rund um die Spezifika von Verletzungen sollte drastisch erhöht werden.
Technikthemen in der theoretischen Auseinandersetzung halte ich bisher für stark defizitär.
Die Schnittstelle Theorie-Praxis sollte mehr in den Vordergrund rücken.
Mehr Angebote von Fortbildungen in der Konzentration auf ein Thema
Ein Fixum für Dozenten bei Vorträgen an Vergütung, aber auch ein Extra-Obolus nach dem Vortrag nach Qualität
Endlich mal ein erfreuliche Nachricht. Durch die Verschiebung der olympischen Spiele hat David Storl jetzt Zeit auf die Drehstoßtechnik umzusteigen und möchte es in Angriff nehmen.
Ich muss doch schmunzeln. Wie immer werden Themen in der deutschen Leichtathletik meistens mindestens erst 20 Jahre später aufgegriffen: Sprint hinsichtlich Energiesystem, Training, Drills/ Beachtung vulnerabler Stellen im Training/ verletzungsfreies Sprungtraining/ adäquates Krafttraining in der LA/ teilweise völliges Umkrempeln biomechanischer Tests und Geräteparks.
Diese Themen haben Hansjörg Holzamer und ich schon vor 20-30 Jahren ins Visier genommen und vor allem praktiziert. Wir haben uns sehr frühzeitig für ein Spezialtraining der gefährdeten Körperstellen in der Leichtathletik ausgesprochen.
Das ist aber gar nicht der eigentliche Knackpunkt im LA-Bereich. Die Physiotherapie und die Osteopathie haben schon lange Einzug gehalten. Warum vieles nicht funktioniert, liegt an einigen Stellschrauben, die man flächendeckend nicht auf dem Schirm hat und mit profunden Kenntnissen und deren Umsetzung zu tun hat. Ich werde ein Projekt auf eine Bitte hin starten, diese Defizite an speziellen, sehr talentierten Probanden mal aufzuzeigen und andere Wege salonfähig zu machen. Ich bin in der vollen Planung.
Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass man vielfach als Vorreiter seine eigenen Wege gehen muss, zwar ausgetretene Pfade auch betrachtet, sich aber von seinen eigenen Inspirationen leiten lassen sollte. Das hat auch gar nichts mit Starrsinn zu tun, sondern einfach den festen Willen zu haben, bei Überzeugung von machbaren und sehr guten Wegen zur individuellen Umsetzung gegen alle Widerstände auch Lösungen einzubringen. Ich habe das bis heute erfolgreich praktiziert.
Nagoya und Tokyo waren nur noch für Elite offen wegen dem Virus. Passiert das auch in Deutschland? HH, Düsseldorf, Hannover Marathon und Berliner HM sind im April.