Ich stell die Frage mal hier, weil sie zum Thema Marathon gehört: Wer von den deutschen Männern und Frauen wird noch einen Angriff auf die Norm versuchen und bei welchem Marathon?
(28.02.2020, 01:01)Andreas schrieb: Diese Zeit ist im Freien eine 14:15 min wert !!!
Das mag altes Denken sein, aber zumindest diese Halle ist nie und nimmer 15s langsamer als draußen, wahrscheinlich sogar schneller.
Sehe ich ähnlich. Das sind Annahmen, die entstanden sind, als die meisten Hallenrennen noch auf Holzbahnen mit elf Runden für die Meile stattfanden. Moderne 200m Hallenbahnen und insbesondere die in Boston sind nicht langsamer als 400m-Bahnen, Zusätzlicher Vorteil für Mittel-. und Langstreckler ist das Fehlen jeglicher störender Winde. Sie ist also aktuell auch draußen in 14:30-Form in einem Solorennen.
Was man nicht weiß ist, wie weit Klosterhalfen in die Formausprägung gegangen ist für diesen Lauf. Da Julian schon im Vorfeld einen Rekord angekündigt hat, wird es schon ein paar spezifische Einheiten gegeben haben, aber Topform war es vermutlich nicht. Mit Konkurrenz und in Topform im Sommer sollte sie sich also schon klar unter 14:20 entwickeln können.
frontrunner800 schrieb:Der Europarekord über 5000 m in der Halle steht bei 14:47.35, gehalten von der Rumänin Gabriela Szabo aus dem Jahr 1999. Mal sehen, ob ihn Klosterhalfen heute Abend im Alleingang brechen kann?
edit mod: da ja nicht nur Klosterhalfen startet und weitere gute Leistungen zu erwarten sind, hab ich dem Meeting einen eigenen Thread spendiert
(22.02.2020, 20:19)longbottom schrieb: Mal abgesehen davon, dass mich gerade der heutige Wettkampf sehr optimistisch stimmt, dass Storl die Norm schafft, muss er das auch gar nicht, um sich zu qualifizieren. Da die EM von Berlin zählt, hat er dort eine sehr hohe (Finale) und eine hohe (Quali) Punktzahl schon stehen. Mit dem Ergebnis von heute kommt die dritte passable Punktzahl hinzu. Fehlen noch zwei Wettbewerbe im Sommer mit guten Ergebnissen, und er wäre so gut wie sicher über die Weltrangliste dabei.
So einfach ist das nun auch nicht. Storl ist momentan in der Weltrangliste nicht geführt.
Ich bin mir fast sicher, dass der WR Kugelstoßen Männer 2020 fällig ist. Der Drehstoß hat dem Angleiten den Rang international vor allem auch in der gehobenen Breite abgelaufen. Man darf allerdings Ulf Timmermann mit seiner Angleitweite nicht vergessen.
Storl ist durch Verletzungen in seiner Entwicklung gestoppt worden. Allerdings habe ich schon bei einem Auslandsvortrag 2016 auf seine Schwachstelle LWS in einem Vortrag massiv hingewiesen.
Man hat hier in Deutschland Trends wie Drehstoß und richtiges Sprinttraining absolut verschlafen. Trotzdem soll sich die Peripherie nach den DLV-Vorgaben im Team richten. Da entsteht für mich eine wahnsinnige Diskrepanz hinsichtlich Qualität. Ob Vater und Mutter Duplantis wohl das schwedische Fachteam Stabhochsprung brauchen? Mit anderen Worten: Der DLV braucht Trainer/innen mit Visionen und dem Rückgrat, auch mal gegen den Strom zu schwimmen und schwimmen zu dürfen. Ich würde Supervisoren mit geringerem Wissen und defizitären Anwendungsformen immer ablehnen, weil sie nervliche Substanz und Zeit kosten. Ein Landesverband hat jetzt aus meiner Sicht bei einer Trainerwahl mal die absolut richtige Wahl hinsichtlich kreativer und visionärer Person getroffen.
Auch ältere Menschen haben noch Träume : Man kann als Trainer/in wohlgemerkt aus meiner Sicht am besten arbeiten, wenn man zeitlich, pekuniär vollkommen unabhängig und auf hervorragendem Wissensstand ist, wobei ich den guten Servicelieferanten DLV überhaupt nicht ausklammern möchte, was natürlich auch in dem Bereich Abstimmung und individuelle Unterstützung erfordert. In der Hinsicht bin ich nicht egoistisch, aber sehr egozentrisch im Sinne der individuellen Unterstützung meiner AuA.
Ich habe in Sabines Training damals das Programm im Team vor Ort regelrecht revolutioniert, stark verändert und Verletzungsprophylaxe in den Vordergrund gerückt. Mit Reißen und TKB hätte sie nicht ein Jahr überlebt. Ich habe mir damals adäquate Diskussionspartner nach Qualität gesucht: einen "Thinktank" sozusagen. Diese Verbindungen bestehen teilweise heute noch. Qualität und Kreativität gehen meistens nicht verloren.
Brigid Kosgei auf Weltrekordjagd, Julien Wanders will seinen Europarekord verbessern und Mejat Keleta startet für Deutschland. Der deutsche Rekord von Uta Pippig steht bei 67:58.