Zitat:Roms Bürgermeisterin legt Veto gegen Olympia-Bewerbung 2024 ein
Die italienische Hauptstadt Rom wird aller Voraussicht nach ihre Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 zurückziehen. Bürgermeisterin Virginia Raggi sagte am Mittwoch in Rom, sie sei gegen die Kandidatur und unterstütze das Projekt nicht. "Es ist unverantwortlich, Ja zu dieser Kandidatur zu sagen", erklärte sie. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (Coni) hatte zuvor erklärt, ohne die Zustimmung der Stadt werde es keine Bewerbung geben. Für Rom ist es nach dem Aus für die Kandidatur um die Spiele 2020 wegen der Finanzkrise der zweite Rückzug innerhalb kurzer Zeit. Verbliebene Bewerber sind damit noch Paris, Los Angeles und Budapest. dpa
Ich halte eine derartige Haltung für vernünftig. Italien ist sozial durch die Flüchtlingsströme dermaßen belastet und auch alleine gelassen worden, so dass Italien zunächst einmal selbst erst wieder an die Sonne kommen muss. Ich halte diesen olympischen Gigantismus auf Kosten der armen Bevölkerung wie in Rio für völlig verfehlt. Wenn die OS an solche Länder vergeben wird, dann muss auch jede Menge an Geldern von außen kommen.
Das "reiche" Deutschland hat Billionenschulden und sollte auch erst einmal wieder demütig werden und lernen, wirtschaftlich auch im Sinne der gering verdienenden Bevölkerung zu denken. Nutzen und Kosten sollten bei OS-Bewerbungen immer gegenübergestellt werden. Ich versuche, diese Dinge nicht nur durch die sportliche Brille zu sehen. Man kann nicht auf der einen Seite die Renten auf Dauer unter 50% für Arbeitnehmer senken (60% davon erhält der verwitwete Teil) und auf der anderen Seite Gelder mit kurzfristigen Aktionen dermaßen verschleudern. Uns fehlt in vielen Dingen die Verhältnismäßigkeit. Ich wehre mich vehement dagegen, dass hart arbeitende Menschen bei gigantischen Veranstaltungen (z.B. WM Fußball) bis auf die Knochen ausgenutzt werden und andere sich mal eben mit Werbeverträgen Millionen in die Tasche stecken. Das empfinde ich einfach als unanständig!!! Auch bei OS sollte man die "Absahner" stoppen!
Erfolg ist zum Schluss das, woran der Verband gemessen wird:
1. Warum kommen aus dem Bereich U18 nur wenige in die internationale Spitze, geschweige denn Medaillenränge? Warum leistet das so wahnsinnig gepriesene "Team" diese Aufgabe nicht? Es gibt aus meiner Sicht wirklich wichtigere Dinge für den Verband, als solche Worthülsen dermaßen überzubewerten oder hat das Team Rio nicht richtig funktioniert?
2 Ich sehe die Schwerpunktsetzung des Verbandes in ganz anderen Bereichen:
a) Fachlich kompetenter Fokus auf die Jugend mit dem Ziel des Peaks im Erwachsenenbereich
b) Vorantreiben der Verletzungsprophylaxe mit dem Ziel der Reduzierung der Ausfälle im Medaillenbereich und darunter
c) Knallhartes Durchforsten der personellen Decke hinsichtlich erforderlicher Kompetenz
3. Veränderung der Talentsichtungen:
a) Methodischer Einsatz
b) personeller Einsatz
c) regionaler Einsatz
d) Aktion "Wir für das Talent!"und nicht das Talent für uns!!! (Programme liegen in meiner Schublade )
4. Alles für das Individuum in einer Single-Sportart, wie es die LA nun mal ist!!!
a) Für das Individuumm spielt sicherlich im Endeffekt die persönliche Zufriedenheit ein sehr große Rolle. Wenn wir das auf die LA eingrenzen, dann halte ich als absolute Priorität für eine gewisse Ausgeglichenheit einen Freundeskreis und vor allem berufliche Zufriedenheit für außerordentlich wichtig. Ich würde bei Athletinnen und Athleten immer den Beruf als absolute Priorität sehen. Ich formuliere mal überspitzt, dass mir ein ehemaliger Olympiasieger beruflich gestrandet nicht als Ziel vorschwebt. Das kann man bei Schützlingen nicht oft genug in den Fokus rücken, weil Sportler/innen in einem begrenzten Lebensalter den Sport überdimensional oft als erste Anlaufstelle sehen.
b) Die fachliche und frühzeitig sehr gute Einflussnahme ist zu gewährleisten.
5. Aktionen für die berufliche Wahl und Berufs-Etablierung der Athletinnen und Athleten
a) Schule
b) Universität
c) Berufsorientierung und -unterbringung
Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen dem Verband und mir, aber auch Welten, die uns trennen. Ich kann mir z. B. eine begrenzte, erfolgreiche Mitarbeit völlig vereinsunabhängig in einer begrenzten, vereinsunabhängigen regionalen Funktion durchaus vorstellen, wo ich wirklich effektiv arbeiten könnte. Außerdem würde dann den Trainern in der Peripherie geholfen. Es wäre nicht alles nur auf wenige Zentren begrenzt. Warum fallen den "Oberen" solche Dinge nicht ein, sondern nur solche Eyectacher wie "Team"? Packt bitte die Leichtathletik an den Wurzeln an!!! Stellt mal ein LA-Jahr unter das Motto: "Der LA-Verein - groß und klein!!!" Da wäre Geld sehr gut angelegt und nicht diese teilweise Erbsenzählerei von Trainern in einer teilweise abenteuerlichen Erfolgsrangliste. Der Verband lässt absolut gutes Wissen einfach verkommen oder ins Grab mitnehmen. Ich habe hier schon sehr oft über das fachlich nicht vernünftige Untermauern und damit über das verbundene Scheitern geschrieben. Man sieht es wohl, ist aber anscheinend nicht in der Lage, diese Schwachstellen zu eliminieren.
Ich schaue mir sehr oft die Wechsel von relativ jungen Athletinnen und Athleten und auch deren Durchsetzung in den Großvereinen an. Manche Großvereine arbeiten auch in der unmittelbaren Betreuung wirklich seriös. Manche Großvereine locken die jungen Talente mit unglaublichen Tricks an. Ich bekomme gerade ein Wechselmanöver mit, wo es wirklich abenteuerliche Machenschaften gibt. Ich möchte fast von "Wechsel-Mafia" sprechen!!!
Ich habe auch die Leistungen einiger junger Athletinnen verfolgt, die nach dem Wechsel zu "Erfolgstrainern" nichts mehr gebracht haben und in der Versenkung verschwunden sind. Auch da bitte ich den DLV, nicht nur zu kanalisieren, sondern auch mal sehr genau hinzuschauen, wo diese Talente bleiben und wie viele Verletzungen und OP ein/e Trainer/in so produziert. Es gibt auch in NRW offensichtlich Tendenzen von oben, die Talente in den Großvereinen zu konzentrieren. Man macht es sich aus meiner Sicht sehr oft sehr leicht. Jungen Talenten kann ich nur raten, nicht nur dem lockenden Geld zu erliegen, sondern ganz genau zu sondieren, wer das beste Umfeld und die beste Leistung hervorbringt und sich die Statistiken der Trainer sehr präzise vor Augen zu führen. Nicht jede/r Trainer/in, der/ die bei OS Erfolg hat, ist ein/e gute/r Trainer/in. Der "Materialverschleiß" ist bei näherem Hinsehen enorm!!!
Es ist unglaublich, dass sich der DLV seit Jahren erlaubt, Trainer/innen mit sehr guten Erfolgen und nachgewiesenen Superstatistiken im gesundheitlichen Bereich zu übergehen oder übersehen. Ich unterstelle mal keine Absicht! Oder müssen diese Trainer/innen in Großvereinen arbeiten? Das System hakt hinten und vorne!!! Es gab den ersten leisen Schuss vor den Bug für die jetzigen Strukturen in Rio! Entscheidend ist, dass man Fehler nicht wiederholt!!! Die volle Konzentration auf nur einige wenige Großvereine halte ich für einen entscheidenden Fehler, weil nicht in jedem Fall die besten Trainer immer in den Großvereinen arbeiten. Es gibt immer wieder Vereine, die in einigen Disziplinen hervorragende Arbeit leisten (siehe Osnabrück im 400m-Bereich!).
Es gibt auch clevere Athletinnen, die sich alleine auf den Weg zu guten Trainern begeben.
Auf Dauer kommen wir nur weiter, wenn die Verbesserung der Qualität auf der gesamten Linie durchgeführt wird. Ich halte es für enorm wichtig, dass man die Standards verbessert. Vereinswechsel sollten nach bestimmten Kriterien und Tests durchgeführt werden. Ist z. B. der neue Verein so gut, wie ich ihn mir vorstelle? Der/die neue Trainer/in sollte genau unter die Lupe genommen werden. Es sollten nicht nur die Erfolge in Betracht gezogen werden, sondern auch, ob bei den Erfolgen auch viele Talente bei ihm/ihr nicht durchgekommen sind. Ist seine/ihre Verletzten- und OP-Rate sehr hoch? Sind die Trainingsbedingungen anspruchsvoll?
Halten die Teilzeit- und/oder Vollzeitinternate das, was sie versprechen? Wie hoch ist dort die Fluktuation bei den Athleten? Ich habe letztens mit einer Wechslerin gesprochen und somit einen Einblick in ein ganz bestimmtes Sportinternat gewonnen. Bevor man sich bindet, sollte man sehr genau recherchieren.
Analysen sind immer so gut, wie der, der sie vornimmt. Sind die Analysen mit emotionalen Termini gespickt, kann man sie getrost vergessen. Es geht um handfeste Fakten. Hat sich eine Disziplin in der Spitze und Breite unter den professionellen Trainern verbessert oder verschlechtert? Sind Standards wie Technik, Krafttrainings- und Energiebereiche ... gravierend verbessert worden? Gibt es organisatorische Fehler, die man schleunigst abstellen sollte? Es gilt, Bereiche und Personen abzustecken und einer ganz genauen Inspektion zu unterziehen - mit der Möglichkeit der ausgiebigen Erklärungen der Beteiligten. Es ist durchaus möglich, dass die Mängelliste auch extern besteht und teilweise außer Kontrolle ist.
Eine Durchforstung der Disziplinen sollte nach genauen Kriterien von Gütezeichen und Mängellisten geführt werden - Beispiele:
1. Medaille beim Höchstereignis ja oder nein?
2. Verletzten- und OP-Stand
3. unmittelbare Beteiligung am Erfolg - ja oder nein?
4. Erfolgreiche Nachwuchsarbeit ja oder nein?
5. Verbreitung des Wissenstandes durch den Bundestrainer
6. Offensichtlche fachliche Kooperationen auf internationalem Parkett
7. Weiterführung von Technikleitbildern (Kugelstoßen: Drehstoß?)
8. Kanalisation von Athleten zu den "richtigen" Leistungsträgern im Trainerbereich!!! Da hat der DLV absoluten Nachholbedarf!!!
9. Verbesserung der Trainingsstätten und Trainingsbedingungen
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Übertragung startet um 10.30 Uhr
Bei den Frauen trifft 5000m-Olympiasiegerin Vivian Cheruiyot auf Tirunesh Dibaba und Priscah Jeptoo. Mo Farah muss sich mit Dathan Ritzenhain und Emmanuel Bett auseinandersetzen.
Man muss aufpassen, dass man in einigen Disziplinen den internationalen Anschluss nicht verliert. Wir stagnieren z. B. im Stabhochsprung der Frauen, weil die Konkurrenz sich weiterentwickelt hat und wir anscheinend nicht. Mich würden die Gründe interessieren, wobei ich bei einer deutschen Stabhochspringerin das Potential für 4,80m und höher sehe. Der Typ scheint sich auch zu verändern.
Die Decke zur internationalen Spitze ist in einigen Disziplinen sehr dünn oder aber überhaupt nicht vorhanden. Ich bin der festen Überzeugung, dass nur knallharte Diskussionen in erweiterten Kreisen helfen können. Man darf nicht im eigenen Saft schmoren. Es geht hier um Inhalte. Einiges kann man sicherlich nicht im Handumdrehen erreichen.