Ich bin ja ein großer Mehrkampf-Fan und habe inzwischen schon mal ein (etwas verfrühtes) Saison-Resumee gezogen.
Wer mich im deutschen Mehrkampf, trotz der Aufgabe bei der WM, überrascht hat, ist definitiv Mathias Brugger. Wenn ich mir seine Karriere so angucke: im Juniorenbereich scheint er ja ein vielversprechendes Talent gewesen zu sein, Vize-Europameister der U20 (hinter Kevin Mayer) 2011, 2012 EM-Teilnahme bei den Aktiven.
Danach schien er über Jahre hinweg zu stagnieren oder sich nur noch geringfügig zu verbessern. Das erste Mal wieder aufgefallen ist er eigentlich erst durch seine Bronzemedaille bei der Hallen-WM 2016. Dieses Jahr hat er im Freien eine tolle Steigerung hingelegt.
Insgesamt kann man festhalten, dass einer, der in der Versenkung zu versinken drohte, den Sprung an die deutsche Spitze geschafft hat.
Eine ähnliche Entwicklung konnte man vor einigen Jahren bei Carolin Schäfer auch beobachten. Nach erfolgreichen Jugendjahren schien da nichts mehr zu kommen, bis sie 2014 in Götzis den Durchbruch schaffte - der Rest ist Geschichte.
Diese Entwicklung scheint es nicht nur in Deutschland zu geben: Schäfers Konkurrentin aus Jugendjahren, die Tschechin Katerina Cachova (2007 U18-Weltmeisterin vor Schäfer, 2009 U20-Vizeeuropameisterin hinter Schäfer) verschwand nach 2011 ebenfalls von der Bildfläche und mischt jetzt wieder bei internationalen Höhepunkten mit.
Hat jemand von euch eine Erklärung für einen derartigen Karriereverlauf, der ja so selten nicht zu sein scheint, oder kennt ähnliche Beispiele?
Ist zwar ziemlich Off-Topic, aber ich will nicht schon wieder ein neues Thema eröffnen dann macht das eben ein freundlicher Mod für dich:
Ist das überhaupt sicher, dass der Flop mehr Höhe bringt als der Straddle?
Vielleicht war ja Fosbury auch nur ein Jahrhunderttalent und es für ihn "persönlich" die richtige Technik? Schenk war Mehrkämpfer und keiner der besonders schnellen oder sprungstarken, trotzdem bringt der im Straddle im Mehrkampf 2,27 und eigentlich IMMER 2,20...spricht doch eigentlich FÜR diese Technik?
Wie schonmal irgendwo angemerkt: War für mich (1,93) in der Schule auch sehr schwer mit Flop, ich hab das gar nicht hingekriegt. (Wir reden natürlich hier von 1,30-1,50 Niveau) Im Straddle flutschte das viel besser und ich kam 20 cm höher
Lange Rede, kurzer Sinn: Ist das vielleicht auch athletenabhängig und könnte es sinnvoll sein, Straddle und Flop als "gleichberechtigt" anzuerkennen, evtl. analog zum Kugelstoßen?
Ich stelle hier mal zur Diskussion, welche Ansprüche/ Bitten man an und welche Meinungen man über die jeweilige Position und deren Verbindung hat. Ich äußere mich demnächst auch dazu.
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Eurosport 2 übertragt doch: Live von 16 - 18 Uhr
Deutsche Teilnehmer:
Mateusz Przybylko
Konstanze Klosterhalfen (3000m)
David Storl
Richard Ringer (3000m)
Nadine Müller
Das 3000m Rennen der Frauen könnte gleich mehrere Fragen beantworten. Gemeldet sind auch Emma Coburn und Courtney Frerichs, wie schnell sind sie über die Flachstrecke? Ist Koko tatsächlich nicht mehr in Topform oder war London ein Ausrutscher?
rund um die Diskussion über das Niveau der Wettbewerbe in London hab ich mir mal so ein paar Sachen angeguckt (leider halt "nur" über Wikipedia, ich habe keine tiefer reichenden Quellen). Dabei ist mir der Zehnkampf in Seoul schon als sehr kurios aufgefallen. Mitten in der Doping-Zeit geht Gold für 8488 Punkte weg...wie konnte das denn passieren?
Rom ein Jahr vorher war völlig im Rahmen, Gold für Voss mit 8680, der holt hier dann Silber mit 8399(!). War Voss bei diesem Wettkampf auch angeschlagen/verletzt? Wie schwer hatte es Thompson im Vorfeld erwischt (8306 für ihn sind ja "ein Witz"). Was war mit Wentz, der hätte da ja auch "locker" Gold holen können? Hatte Hingsen nur Angst vor den Dopingkontrolleuren mit seinen 4 Fehlstatrts? (ich weiß noch, dass man einen einem anderen Athleten zugeordnet hat, obwohl auch der von hingsen verursacht war) Hatte Hingsen in seiner "Prime" überhaupt mal einen Zehnkampf mit weniger als 8500 Punkten?
Alles in allem finde ich das Resultat schon relativ kurios, und in der Breite sogar "witzig", da trotz der geringen Siegpunktzahl trotzdem 16 Athleten über 8000 gemacht haben. War das damals ein superspannender Wettkampf oder doch eher ätzend?
In der "Welt" vom 5.8.17 meint Exweltrekordler und Olympiasieger Armin Hary: "Auf Asche hätte Bolt keine Chance gegen mich gehabt". Ich halte das für eine bodenlose Selbstüberschätzung des heute 80jährigen. Bei seinem Weltrekord in Zürich wurde Hary bekanntlich elektrisch mit 10,25 gestoppt. Der Vorteil von Kunststoffbahnen gegenüber Aschenbahnen wurde mit durchschnittlich 24 Hundertstel gemessen. Demnach war Bolt auf Grund seiner größeren Sprintbegabung und effektiverem Training im diachronischen Vergleich mit 9,58 immer noch gut 4 Zehntel schneller als Hary. Und das sind im Kurzstreckenlauf bekanntlich Welten. Auch Hary's "Restzweifel" an Bolt's "sauberer Weste" sind bezeichnend für den vorbestraften Doppel-Olympiasieger.