Mich würde interessieren, ob AuA wie Alina Kenzel (die übrigens nicht weit von Herxheim entfernt wohnt) einen Vorteil in der Regenerationsphase des Hypoxietrainings gegen schwieriges Corona hätten? Kann es dazu dienen, das Atemvolumen wieder zu erhöhen und damit wieder belastbarer zu sein? Wäre ein Urlaub für solche AuA in anderen hohen Gebieten von Vorteil oder kontraproduktiv, also hoch zu urlauben und mit weniger Intensität zu trainieren? Normalerweise wird ja das EPO (und damit auch das Hämoglobin) erhöht.
Hat das Training nur eine Kurzzeitwirkung und welche Zeitrhythmen würden sich anbieten?
Nach dem faktischen Ende der Saison ist die Zeit für eine Gesamtbilanz gekommen. Die Weltrangliste bietet dafür die ideale Grundlage, weil sie einen Langzeitüberblick über die gesamte deutsche Leichtathletik und alle Einzelbilanzen bietet. Ausgewertet habe ich die Weltranglistenposition der DLV-Athleten unter den ersten 100 mit Stand vom 19. September 2023 im Vergleich mit der Entwicklung seit dem 13. September 2022 (Entwicklung nachfolgend in Klammern). Quelle ist https://www.worldathletics.org/world-rankings. Top-10-Platzierungen werden ebenso farbig hervorgehoben wie Veränderungen um mindestens fünf Positionen (Verbesserungen um mindestens 10 Positionen zusätzlich fett). Zusätzlich führe ich auf, wer aus den Top 100 herausgefallen ist, wobei es in vielen Fällen keine leistungsbedingten Gründe gibt (Karriereende, gesundheitliche Probleme, Umorientierung auf andere Strecken, …). Zum Vergleich die Bilanz von 2022.
20.04. Xiamen
27.04. Shanghai
10.05. Doha
19.05. Rabat
25.05. Eugene
30.05. Oslo
07.-12.06. EM Rom
02.07. Stockholm
07.07. Paris
12.07. Monaco
20.07. London
01.-11.08. OS Paris
22.08. Lausanne
25.08. Chorzów
29.08. Rom
05.09. Zürich
13./14.09. Brüssel
(13.09.2023, 19:26)c.n.d schrieb: "Ex-Sportdirektor: DLV-Führung für Krise verantwortlich
Für den früheren Chefbundestrainer und Sportdirektor Jürgen Mallow sind die Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes mit Schuld am medaillenlosen Abschneiden bei der WM in Budapest.
"Die Ursachen dafür liegen im Verband, bei denen, die für den Leistungssport verantwortlich sind", sagte er im Interview der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Immer wieder gelte die Maxime: "Alles muss auf den Prüfstand, auch im Vorjahr nach der WM in Eugene. Jetzt wieder? Wo sehen sie Gründe und Lösungsansätze?" (...)
Das ist genau das, was ich seit Jahren anprangere: mehr Individualismus statt Zentralisierung, bessere Trainerqualitäten. Es führt kein Weg an diesen Bereichen vorbei.
Als ich die DLV-Hürden-Fortbildung in Kaiserau besucht habe, wollten mich fünf Trainer danach kontaktieren. Ich war aber u.a. durch Corona sehr angeschlagen.
Wir haben wissbegierige TuT. Man muss das nur sehr konsequent erkennen und fördern. Es geht einfach nicht, dass TuT mit erheblichen Kenntnisdefiziten z.B. auf die recht gute Jugend losgelassen werden und Hüftfehlstellungen z.B. wie in Kaiserau nicht erkennen und auch nicht mit sehr guten Übungen begleitend verbessern können. Hier stimmt anscheinend der Transfer vom BT Olympia-Topbereich zu den BT und TuT der Jugend nicht oder ist fachlich nicht präsent, was ich weitab von den verantwortlichen Personen nicht beurteilen kann. Es fehlt folglich auch die Kontrolle!!! Das sehe ich auch vorrangig als Aufgabe der Cheftraineretagen an!!!
Ich lege sehr großen Wert auf eine sehr sachkundige Fortbildung. Direkt nach der Hürden-Fortbildung habe ich moniert, dass Camacho-Quinns Trainer mehr den Sprint statt das Hürdentraining mit sehr speziellen Übungen in den Vordergrund gerückt hat und vorgeschlagen, ihn noch einmal mit speziellen Hürdenübungen im Gepäck einzuladen. Der Unterschied zwischen der Hürden-Weltklasse Frauen international und Deutschland besteht vor allem in den Hürdenzeiten. Eine L. Grauvogel hatte ein adäquate, schnelle 100m-Zeit, war aber sehr weit von der Weltklasse Hürden entfernt.
Diese Wissenserweiterung in ganz speziellen Formen der Technik und funktionellen Anatomie hat zunächst nichts mit den finanziellen Ressourcen zu tun. Die BT müssten nur auf dem allerneuesten Stand sein!
Gertrud
Interessante Aufstellung! Klar wird aus meiner Sicht daraus aber auch, dass sich die Weltspitze über 100m Hürden eben auch durch ein enstprechendes Schnelligkeitslevel mit 100m-Zeiten im Bereich der erweiterten Spitze bewegt. Zeiten die in D. nur eine Hand voll 100m-Sprinterinnen erreicht. Zumal man davon ausgehen muss, dass die 100m-Zeiten der Hürdensprinterinnen unter dem Umstand seltener Läufe zustande kommen. Das macht das In-Beziehung-Setzen ohnehin immer schwer. Für die aktuelle dt. Spitze wie z.B. Franziska Schuster und Marlene Meier findet man wenig 100m-Zeiten die aktuell bzw. belastbar sind. Da gab es offensichtlich 2022 einen Lauf, 2023 gar keinen - und sonst nur deutlich ältere Zeiten. Nimmt man die als Maßstab, käme man bei M.M. z.B. auf eine Differenz von 1,03s - (11,97 zu 13,00) was im Maßstab nicht schlecht wäre.