Die WADA hat eine Liste veröffentlicht mit den Namen gesperrter Trainer, Ärzte, Manager, Athletenbetreuer mit denen Athleten der Umgang verboten ist.
Was meint ihr, bringt das was?
Mir stellt sich vor allem die Frage wie kontrolliert man das? Sollen dann zukünftig neben Dopingkontrolleuren auch Detektive durchs Land reisen und überprüfen mit wem Athleten Umgang haben?
Und wo beginnt eigentlich der verbotene Umgang? Ich würde mich beispielsweise gerne mit Dr. Ferrari über sportwissenschaftliche Themen austauschen. Habe ich dann schon verbotenen Umgang mit ihm, oder beginnt das erst, wenn ich ihn nach der besten Methode zur Mikrodosierung von EPO befrage?
Wer fachliche Unterweisung im Gehen benötigt, kann übrigens nach wie vor zu Victor Chegin (dem "Weltrekordler" für die meisten gesperrten Athleten in seiner Trainingsgruppe) gehen, denn der steht nicht auf der Liste
So gerne ich mir Alina Reh anschaue und sehe wie sie zumindest national schon die Frauenklasse aufmischt, hätte ich mir gewünscht, das sie jetzt in Bad Liebenzell nicht an den Start geht.
Super Saison u.a. 2 x u19 EM Titel, kurz danach Deutsche Meisterin mit Bestzeit 5000 Meter, kurz darauf zum Abschluss noch den 3000 Meter Jugendtitel national ( obwohl da ging sie schon auf den Felgen...). Danach vermute ich mal kurze Pause und dann wieder Vorbereitung für ein hartes Rennen, diesmal die 10KM? Sie tritt ja nicht an, um 34:50 zu laufen.....sondern es geht wohl um eine Zeit unter 33 und ob sie es noch mal gegen Mocki schafft.
Ich hätte ihr eine mehrwöchige Laufpause gegönnt, dann ein ruhiges wiederreinkommen, sichere Grundlage aufbauen und wieder Anfang November die ersten Crossläufe.
Ich wünsche dem Mädel das allerbeste und das sie und ihr Team die richtige Balance finden zwischen Belastung und Entspannung.
Wohl vor allem unter dem Eindruck des "Falles Markus Rehm", hat die IAAF entschieden, Prothesen ab sofort grundsätzlich zu verbotenen Hilfsmitteln zu erklären, es sei denn der Athlet weist nach, dass diese ihm keinen Vorteil bringen.
Ich freue mich auf London 2017, mit vernünftiger Zeitzone und dann richtiger Atmosphäre (abends!), auch bezogen auf die Zuschauer. Nächtliches Aufstehen fällt auch weg. Für die Athleten ergeben sich dann auch weniger Probleme, da dann alle Freiwilligen zumindest ein vernünftiges Englisch sprechen.
Rio 2016: Für die Abendsession mitternächtliches Gewusel, Vormittagssession um die 15:00 h bis in den Abend hinein.
Doha 2019: Der größte Witz für die Athleten. Findet vom 28.09.-06.10.2019 statt. Zeitzonenmäßig nur 1 h Unterschied, gut für uns LA-Fans, ABER: Da sitze ich dann bei Lebkuchen und Glühwein (die es dann schon geben dürfte) vor dem Rechner - vielleicht gar nicht so schlecht, da kann ich mir manches Ergebnis schönsaufen. Fußballfans werden 2022 eine schöne Bescherung haben - man hat den Termin stark nach hinten verschoben, wegen der Hitze. Und was ist mit den Leichtathleten - die müssen das dann abkönnen? Müsste da der DLV nicht intervenieren? Ist das dem IAAF wurscht oder ist Geld wichtiger als die Athleten? Was sagt der Lord dazu? EDIT: Wenn man Doha so weit nach hinten schiebt wie man's bei der Fußball-WM 2022 gemacht hat, ist das dann noch richtige LA, auch bezogen auf die Saisonvorbereitungen der Athleten (Saisoneinstieg im Juli)? Schlimm genug, wenn die Athleten noch im Oktober topfit sein müssen, die Nachbereitung dürfte auch anders ausfallen. Die Veranstalter der DL-Meetings dürften auch Kopfschmerzen bekommen.
Besser wird's, bezogen auf die OS, leider nicht: Tokio 2020, zeitzonenmäßig ähnlich der WM in Peking.
Ne, so richtig Spaß macht mir als LA-Fan sowas nicht, gerade in Bezug auf Doha, wenn man an die Athleten denkt ...
Nachdem sich in den verschiedenen Themen hier immer wieder die Entwicklung der einzelnen Disziplinen aufgetan hat, dachte ich, es lohnt sich dafür ein eigenes Thema zu starten.
(31.08.2015, 08:25)alist schrieb: Bleibt aber auch festzustellen, dass die Dichte in vielen Disziplinen enorm gewachsen ist. Über 400m der Männer muss man schon Zeiten deutlich unter 45s anbieten, um auch nur in die Nähe eines Finals zu kommen, eine 4x400m hätte deutschen Rekord laufen müssen, um in den Endlauf zu kommen. Was diesmal noch mit ein bisschen Glück (und viel Pech bei den Gegnern) gut geklappt hat, zb. Cindy Roleders Silbermedaille, kann in Rio wieder ganz anders aussehen.
Ich hab mir einfach mal ein paar Disziplinen ausgesucht, die mir auffielen:
400m m/w:
Die 400m sind mir auch im speziellen aufgefallen. Es ist brutal, was sich da in den letzten Jahren getan hat und wie weit man da mittlerweile von den Finalläufen weg ist, von der Weltspitze gar nicht zu sprechen.
Bei den Männern drei Jungs unter 44s und der Rest deutlich unter 45s. Mag vllt auch mit der Bahn zusammenhängen, aber trotzdem stark. Wer weiß, was sich da noch tut. Usain Bolt scheint ja auch immer wieder mit einem Wechsel auf die 400 zu liebäugeln. Wenn er das macht, werden die 400 ordentlich in den Fokus gerückt.
Auch bei den Frauen natürlich die 400. Mir ist das wahrscheinlich speziell wegen Allyson Felix aufgefallen. Da bahnt sich auch etwas an, wenn sie dabei bleibt. Genauso kann eine Shaunae Miller da bestimmt noch ordentlich pushen. Da haben wir wenigstens 1-2 Mädels die ein wenig mitlaufen können.
200 w:
Mit Dafne Schippers jetzt natürlich ne sehr spannende Disziplin. Für mich noch interessanter, als die 100m. Auch da tut sich was. Spannend, was Rebekka Haase und Gina Lückenkemper hier langfristig machen können.
Speer m/w:
Da tut sich sowohl international, als auch auf deutschem Niveau wieder was. Spannend natürlich die Afrikaner. Aber auch die Deutschen Jungs sehr gut besetzt und noch relativ jung. Kann was werden.
Die Mädels eigentlich ähnlich, aber mit Molitor natürlich ein klasse Ausreißer nach oben. Hier haben sich die Weiten aber auch doch eher nach unten entwickelt. Da ist ein Finale immer richtig spannend.
5000/10000m:
Die Rennen werden für mich irgendwie immer mehr unattraktiver bei Großevents. Man kann sich wahrscheinlich für taktische Rennen begeistern und das nachvollziehen, aber mein Ding ist das nicht. Die 5000 sind leichtes Traben (übertrieben) mit nem 600-800m Rennen hinten dran, bei den 10.000 sind es eben die letzten 1000m.
Ich hab mir die aktuelle Situation der Staffel-Quali für Rio 2016 zusammengestellt, um die Chancen der deutschen Männer einzuschätzen. Für die Quali gelten folgende Richtlinien: Wer sich bei den World Relays für das Finale qualifiziert hatte, ist für Rio gesetzt, das sind: USA, BAH, BEL, JAM, BRA, GBR, TTO, BOT.
Außerdem qualifizieren sich die acht Staffeln, die vom 01.01.2015 bis 11.07.2016 im Schnitt ihrer zwei besten Zeiten die Rangliste anführen.
Die Rangliste sieht aktuell so aus:
Männer:
1. FRA 2:59.945 (2:59.42/3:00.47)
2. CUB 3:00.485 (2:59.80/3:01.17)
3. RUS 3:00.58 (2:59.45/3:01.71)
4. DOM 3:00.94 (3:00.15/3:01.73)
5. POL 3:00.98 (3:00.72/3:01.24)
6. IRL 3:03.165 (3:01.26/3:05.07)
7. VEN 3:03.215 (3:02.96/3:03.47)
8. JAP 3:03.22 (3:02.97/3:03.47)
9. GER 3:04.22 (3:03.55/3:04.90)
Qatar lief 3:02.50, hat aber keine zweite Zeit stehen.
Die EM in Amsterdam dürfte für den DLV die einzige Möglichkeit sein, sich in der Rangliste zu verbessern. Nach aktuellem Stand müsste die deutsche Staffel 3:02.88 laufen, um sich zu qualifizieren.