Man weiß nie, ob diese bipolare Störung durch den Leistungssport einschließlich der Dopingeinnahme gekommen oder anlage- oder erziehungsbedingt ist. In jedem Fall ist es ein hartes Päckchen, das er zu tragen hat. Bei ihm kommen aber wohl immer wieder berufliche und private Misserfolge hinzu.
Ich nehme mal nur die beruflichen Misserfolge heraus. Man sollte bei Schützlingen immer einen dualen Weg vorschlagen. Vom Diskus-, Speerwerfen oder Kugelstoßen kann man später nicht leben. Wenn man das missachtet, kommen später düstere Gedanken, weil der "Hero" in ein ganz tiefes Loch fällt und feststellt, dass die früheren "Freunde" auch nicht mehr helfen. Es sind vielfach auch frühere Berufsangebote (wie in früheren Jahren bei Bayer Leverkusen oder bei Steilmann) weggebrochen. Man muss sein Leben niemals in fremde Hände geben!!!
Auf der anderen Seite kann einem der Sport auch sehr viel wie Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen geben. Man muss ihn nur richtig kanalisieren. Die Lebenswege sind durch ganz unterschiedliche Ansichten geprägt. Womit ich glücklich bin, würde andere vielleicht unglücklich machen. Die Meinungen ändern sich auch altersbedingt. Ich hätte als Sportlerin niemals solche Gedanken wie heute gehabt, wo der Tod zwar nicht vor der Tür steht, aber sich schon einmal einen Parkplatz ausgesucht hat (Comedian Jochen Busse).
Aber irgendwie kommt aber nichts, ausser bei den wirklichen Topstars die es nicht nötig haben,
bei den Athleten an.
Mir wird bewusst, die sehr guten Athleten/innen werden noch mehr unterstützt.
Es wird schwerer in die Spitze vorzudringen, da die Schere sich weitet.
Der grösste Teil des Geldes fließt in "Strukturen und Verbandsstrukturen".
Was habt Ihr für Informationen oder Erfahrungen ?
Es gibt bereits eine Teilstartliste für den Darmstadtcross, der dieses Jahr die Haupt-Quali für die Cross-EM ist, und bei den Frauen ist neben Klosterhalfen auch Hanna Klein gemeldet:
Allmählich reagiere ich unheimlich allergisch, wenn ich immer wieder dieses "Teamgesülze" auf leichtathletik.de lese. Mir kommt es unglaublich auf die individuelle Förderung der Athleten an - und das an vorderster Front. Selbst als ich Bundestrainerin war, habe ich das praktiziert. Ich habe mir z. B. bei einem Lehrgang für den Kugelstoßnachwuchs die einzelnen Kadermitglieder einzeln hintereinander in Mannheim vorgenommen und technisch korrigiert. Der Hausmeister war bass erstaunt, als ich ihn einen Tag vorher darum gebeten habe, am Folgetag um 6 Uhr morgens mit einer Athletin in die Halle zu dürfen. Sie war Frühaufsteherin, ich ebenfalls. Um 12 Uhr war ich mit den Kadermitgliedern durch. Jede hatte meine volle Aufmerksamkeit. Ich bin kein "Chamäleon" mit Augen überall. Selbst in Spitzenclubs sehe ich immer wieder das Procedere, mehr über die Gruppenstimmung und das Schulterklopfen als über die "Arbeit am Mann/ an der Frau" zu gehen.
Wenn die Arbeit zu Hause vor Ort sehr viel bringt, braucht der Athlet aus meiner Sicht nicht zu weniger qualifizierten Lehrgängen zu fahren. Das ist pure Zeitverschwendung, die dual genutzt werden kann. Bei Athleten mit einer qualitativ nachzurüstenden Betreuung sehe ich DLV-Lehrgänge als sinnvoll an.
Ein Armand Duplantis trainiert bei seinem Vater - Punkt!!! Solche Tatsachen sollte man zulassen und nicht immer wieder diese Teamformen "vorschreiben". Natürlich bringt bei einigen Inhalten auch Training in der Gruppe etwas. Das muss aber nicht zwingend ein Training unter der Leitung eines Bundestrainers sein, wenn der Heimtrainer besser ist. Ich halte freie Entscheidungen und Kreativität für enorme Leistungszubringer.
Dieses Vorschreiben geht bis in wissenschaftliche Teams hinein. Da darf ein hochqualifizierter Wissenschaftler nicht am Mann arbeiten, der vor Ort trainiert. Der Kaderathlet muss in ein 500km-weites Zentrum zur Kontrolle fahren. Da fasse ich mir an den Kopf ob dieser verschwendeten Gelder!!! Teamarbeit sieht für mich so aus, wenn der Wissenschaftler vor Ort die Tests abnimmt, mit seinen Kommentaren versieht und eine Kooperation der einzelnen Institute deutschlandweit besteht. Die Fakten sehen ganz anders aus. Die Zentralisierung bedeutet Gleichschaltung eines ganz bestimmten Systems. Ich hätte so niemals mit Sabine Braun erfolgreich arbeiten können. Sie hat Individualismus pur praktiziert und das erfolgreich und vor allem gesund!!! Athletinnen und Athleten (und oft auch Trainer/innen) im gehobenen Segment sind nun mal Individualisten reinsten Wassers und lassen sich ungern gängeln.
Was mir bei vielen Meisterschaften - vor allem auch bei Jugendmeisterschaften auffällt - ist die schlechte Ernährung an den Buden mit unglaublich fettigen Würstchen, Pizza, Pommes, Ketchup, Mayo, Süßem ... letztens noch in Wattenscheid. Das ist aber nicht nur spezifisch für Wattenscheid, sondern durchweg bei Meisterschaften und Sportfesten der Fall. Solche Dinge sind mir auch aus Schülermensas bekannt. Einer sagte mir mal, dass man mit gesunder Kost nichts verdienen könne. Ich wünsche mir ein Umdenken hinsichtlich Salz- und Zuckerkonsum, damit man sehr gut versorgt wird. Ich kaufe diesen Schrott nicht mehr. Man sollte die Zusätze Salz und Zucker bereithalten, aber generell nicht oder nur mäßig verwenden.
Generell isst in Deutschland eine Person 10-15g Salz pro Tag, 6g sind noch vertretbar, ich als sehr salzsensitive Person bleibe im Bereich 3g. Ich decke den Bereich meistens morgens zum größten Teil und verzichte beim Reis, bei Nudeln und Kartoffeln vollständig auf Salz.