Es war sicherlich für David Storl ein enormer Schritt, sein Training auch aufgrund der Verletzungen und der Operation total umzukrempeln. Es ist Wilko Schaa wohl gelungen, ihn neue Dinge zu lehren, die anscheinend von Erfolg gekrönt sind, wobei er den Umsprung wieder durchführen kann. Ich habe den Eindruck, dass Wilko Schaa ähnlich wie ich agiert und knieunterstützend trainieren lässt. Wenn etwas klappt, ist der Altersunterschied zwischen Trainer und Athlet nicht das Thema (meine ich). Es ist eine erstaunliche Leistung, einen "alten" Athleten auf andere Wege zu bringen und von alten Trainingsprinzipien Abstand zu nehmen und damit sehr erfolgreich zu sein.
Christina Schwanitz setzt weiterhin auf die Philosophie von Sven Lang. Sie hat in kurzer Zeit wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Er hat mit David Storl auch sehr viel erreicht. Allerdings haben beide an Knieproblemen laboriert. Man sollte sich Gedanken machen, woran es ursächlich liegen könnte?! Ich halte es für sehr wichtig, prophylaktisch zu arbeiten statt zu reparieren. So viel ich weiß, haben Wilko Schaa und Sven Lang vorher doch schon über das IAT kooperiert. Hat es da keine Gespräche hinsichtlich dieser Inhalte gegeben??? (Ich meine das hinsichtlich der so vom DLV gelobten Teamarbeit. )
Lieber David Storl: Manchmal liegen Entzündungen im Gewebe auch an Currywurst, roter Grütze und Vanillesauce!!!
Was ich mit 73 Jahren geschafft habe, sollten sie mit 28 J. doch erst recht umsetzen können - oder? Transfette und viel Zucker sind ein absolutes No go! Es macht so stark, total konsequent zu sein und nicht mehr rückfällig zu werden.
Die LWS, eine weitere "Baustelle", verlangt auch eine sehr gute Pflege und Strukturhingabe. Ich habe das exakt dokumentiert. Diese Schwäche ist offensichtlich, wobei die Form der Verwringung Schaden anrichtet oder davor bewahrt!!! Wir haben den serratus nicht nur vorne, sondern auch hinten unten und oben, der die kleinen Muskeln überdeckt, wobei die Lumbalfaszie einen enormen Einfluss hat.
Wenn man die meines Wissens von leichtathletik.de verantworteten Ergebnisseiten etwa der deutschen Jugend-Meisterschaften mit den internationalen Ergebnisseiten der europäischen Wettbewerbe vergleicht, vermisse ich die Angaben zu den Bestleistungen extrem. Für mich macht es gerade bei den Nachwuchsmeisterschaften einen wesentlichen Reiz aus, die Leistungen der Athleten im Vergleich mit ihren Vorleistungen beurteilen zu können und mich vielleicht auch für jemanden aus dem Mittelfeld zu freuen, der dafür seine persönliche Bestleistung deutlich verbessert hat. Deshalb wäre es sehr wünschenswert, wenn man vorher die Saisonbestleistungen und persönlichen Bestleistungen in eine Datenbank einpflegen würde, diese Angaben ggf. hinter den Ergebnissen aufführen würde und beim Klick auf den Namen des Athleten die Werte angezeigt bekäme. Der Aufwand sollte überschaubar sein.
Das ist mehr als gerecht. Zudem sollte man pro Nation mehr als drei Personen starten lassen dürfen. Dann könnten bei uns z.B. auch fünf Speerwerfer und Diskuswerfer starten. Natürlich müssten dann auch mehr AuA aus schwachen Disziplinen mit schwachen Leistungen zu Hause bleiben. Im Männer-Langstreckenbereich würde es für uns sehr düster. Sicherlich müsste man den Dopingbereich wesentlich stärker international kontrollieren.
Dann müsste auch der DLV komplett umdenken, was bis in die Qualitätsanalyse bei Trainern hoffentlich ginge!!! Da geht´s dann im Endeffekt nur noch um Leistung an den richtigen Orten. Weinheim und Co würden dann in den Hintergrund treten.
Das würde auch eine komplette Mittelumverteilung und entsprechende Leistungsanalysen ohne Beschönigungen mit sich bringen. Da zählt kein Teamgefasel mehr, sondern es kommt auf harte Fakten in Form von individuell sehr guten Leistungen an!!!!! Dann kann der DLV sich eigentlich nicht mehr leisten, entsprechendes Trainerpotential über Jahre zu ignorieren. Es geht auch nicht um Filz in Form von Ossis oder Wessis. Es geht schlicht und einfach um Leistung!!! Diesen Zwang von ganz oben begrüße ich sehr!!!
Wir müssten dann dahinkommen, kleine individuelle Zellen in den Vordergrund zu rücken und zu unterstützen, ohne primär mit der "Gießkanne von oben" Wirkung erzielen zu wollen. Das Thema sollte dann ein für alle Mal out sein! Es müsste ein völliges Umdenken auf Weltklasseniveau erfolgen und sich nicht in erster Linie auf Europaniveau zu fokussieren. Wo wird Leistung gebracht? Wohin gehen die Mittel? Welche Disziplinen sind förderungswürdig hinsichtlich zukünftigem Anschluss an die Weltspitze. Das ist hier die Frage!!! Welche Personen im DLV an der Spitze sind in der Lage, diese Richtung zu etablieren? Wie soll die Kinder-LA zukünftig aussehen und entsprechende Wirkung für später erzielen?
Wie kann man Weltklasse-AuA so trainieren, dass sie sich jahrelang unverletzt in der Weltspitze halten können? Ich fordere seit langen Statistiken über Verletzungen und Operationen der DLV-Topleute! Nur mit gezielten Maßnahmen nach Ursachen kommt man weiter!!! Es kann einfach nicht sein, dass es in einem Disziplinbereich immer wieder zu Problemen im Bereich der Patellarsehne oder osteitis pubis kommt und kein Fortschritt erzielt wird. Man muss "Ross und Reiter" zu benennen in der Lage sein. Man sollte die Fortbildungsschiene entsprechend massiv revolutionieren!!!
Vor allem muss man sich dann sehr hart auch im DLV die Frage stellen, wo die Gründe für schwache Disziplinen liegen. Wo sind die Schwachstellen im System??? Der DLV muss aus meiner Sicht einen think tank errichten, der hinsichtlich Weltklasseniveau forschen kann. Natürlich darf man auch bezahlte Irrwege gehen, um zum Kern dann irgendwann zu kommen. Man sollte sich mal bei der Evonik Anregungen in der Hinsicht holen. Das IAT leistet auf manchen Gebieten sicherlich Großes. Man sollte aber auch andere Fachleute nicht ignorieren. Der Blick muss immer partiell für bessere Lösungen aufbleiben.
Hier geht´s richtig an die Ausprägung hinsichtlich Weltklasseniveau. Es steht aber auch im Raum, in wieweit man schwachen Ländern eine Brücke für die OS baut, damit sie auf Dauer Anschluss finden.
- Man kann sich über die Weltrangliste oder über Normen qualifizieren.
- Die Normen je Disziplin sind noch nicht angegeben, aber da steht, dass sie nur dafür da sind, dass sich Sportler mit außergewöhnlichen Leistungen, die nicht über die Weltrangliste qualifiziert sind, qualifizieren können. Klingt für mich also so, als wären die Normen extrem hoch, und die meisten Startplätze werden über die rangliste vergeben.
- Der internationale Qualifikationszeitraum beginnt in den meisten Disziplinen am 1. Juli 2019, in den Mehrkämpfen, Staffeln und allen Strecken ab 10.000 Metern schon am 1. Januar. Ende des Qualizeitraums ist der 29. Juni 2020.
- Die jeweils letzten Kontinentalmeisterschaften vor den Spielen zählen aber unabhängig vom Austragungszeitpunkt für die Weltrangliste. Da die EM 2020 nach den Sommerspielen stattfindet, ist Berlin also für die internationale Olympiaquali nicht völlig unwichtig.
- Es qualifizieren sich nach wie vor 16 Staffeln pro Wettbewerb. Diesmal sind es die ersten acht der WM 2019 und acht weitere über die kombinierten zwei schnellsten Zeiten.
- Anzahl der geplanten Teilnehmer in den Einzeldisziplinen variieren von 80 im Marathon bis lediglich 24 im Zehn- und Siebenkampf.
Danke, das ist ja mal ein schöner Beitrag in der Sportreportage: Macht Lust auf mehr!!!
By the way:
Im Zusammenhang mit der deutlichen Leistungssteigerung im Deutschen Frauensprint der letzten Jahre sagt Haase, “das ist eine trainingstechnische Entwicklung, die hier stattfindet."
Genau dies sollten unsere 800 Meter Läufer ab sofort auch dringend tun, ihr Training modifizieren und sich trainingstechnisch weiterentwickeln!
Kommt nur mir das komisch vor? Auf der eine Seite wird gerufen: "Wir müssen die dopingversuchten Rekorde aus den Geschichtsbüchern streichen". Und wenn dann mal jemand in die nähe dieser Leistungen kommt, heist es so lapidar: "Wir trainieren halt besser als damal." Da passt doch was nicht zusammen!
Als der 4x100m Weltrekord der Frauen 2012 um einen halbe Sekunde unterboden wurde, war das das normalste auf der Welt. Ich kann mich noch an solche Kommentare von Sportreportern erinnern die sagten: Der Weltrekord ist da nur pro forma eingeblendet, den wird eine Frauenstaffel niemals laufen. (passt nicht ganz wort wörtlich)
der LV Mecklenburg Vorpommern ist daran interessiert Meisterschaften gut durchzuführen und hätte deswegen gerne ein Feedback zur Wettkampforga in Rostock an diesem Wochenende (keine Kommentare zum Livestram, da können wir nichts für). Was war gut und sollte beibehalten werden und was hat noch nicht so toll funktioniert?
- Nationalitätenwechsel sind wieder möglich
- ein Ausschuss beurteilt die Glaubwürdigkeit des Antrags
- Beweise müssen vorgelegt werden, dass der wechselnde Athlet volle Bürgerrechte in seinem neuen Land erhält
- drei Jahre Wartezeit
- nur ein Wechsel möglich
- keine Wechsel in der U20
- die WM 2023 geht wahrscheinlich nach Budapest
- die IAAF plant etwas gegen den Unfug der identischen Sponsorentrikots zu unternehmen
- Athleten aus Risikoverbänden (aktuell Kenia, Äthiopien, Weißrussland, Ukraine) müssen in den zehn Monaten vor einer
Meisterschaft drei unangemeldete Trainingskontrollen nachweisen, damit sie starten können
- Russland bleibt gesperrt, macht aber Fortschritte
Gut allerdings, dass Deutschland kein Risikoverband ist, sonst könnten bspw. Florian Orth oder Philipp Pflieger nicht bei einer WM starten, weil Nicht-Kaderathleten in Deutschland nicht kontrolliert werden (s. Auch Deutsche starten bei der EM in Berlin ungetestet ). Da wird sich der DLV was überlegen müssen (Wiedereinführung des ST-Kaders?)