Auf welchen Gebieten müsste man Änderungen einführen, um die Leichtathletik wieder zu beleben.
1.Politik: Einführung eines Sportministers für Breitensport, Spitzensport, Betriebssport und Gesundheitssport und nicht Sport wie jetzt als Appendix des Innenministeriums und Ausbau dieser Sparten in den Länder-Kultusministerien
2.Schulsport - Änderungen für den Spitzensport:
a)Konsequente Talentsichtung mit vergleichbaren sportlichen und anthropometrischen Werten (Möglichst Anwesenheit von Vereinsvertretern)
b)Einführung genereller LA-Stadtmeisterschaften in Deutschland
c)Gesundheitschecks durch Ärzte und Physiotherapeuten (orthopädisch und metabolisch) wenigstens ab Klasse 5
d)Verbindliche Arbeitsgemeinschaften oder Sportklassen
e) Erhöhte Trainingsstandards an den Schulen in Anlehnung an US-High-Schools z.B. mit Fitnessräumen
3.Sammelstelle für Sportstättenbau hinsichtlich Optimierung von Sportstätten, Einblick für Architekten und Schulträger
4.OSP
a)Sie sind teilweise in einem vorsintflutlichen Zustand hinsichtlich Ausstattung.
b)Öffnung gegen Bezahlung für Nicht-Kaderathleten nach dem Beispiel der Düsseldorfer Halle
c)Vorteile für die ortsansässigen Vereine im richtigen Verhältnis zu anderen Kaderathleten setzen, Training von Kaderathleten auch vor 18 Uhr
5.Berufsbegleitung – Absprachen hinsichtlich Zeitmanagement rekrutieren
a)Schulischer Bereich
b)Universitärer Bereich
c)Berufsausbildung
d)Möglichkeiten der dualen Form
6.DLV
a)Reduzierung der Verletzungsquote der Protagonisten (Erforschung möglicher Ursachen, Anlegen einer Statistik)
b)Erhöhung des Wissensstandes auf den unterschiedlichen Ebenen
c)Anlegen eines disziplinspezifischen Übungskataloges nach Do and Don´ts)
d)TL-Zuschussverteilung anders gestalten, TL-Teilnahmen überdenken
e)Möglichst Individualisierung der Kaderathleten-Karrieren
Beliebige Vervollständigung des Kataloges
Früher gab es Unterricht von Montag bis Samstag, heute gibt es den freien Samstag auf Kosten meistens eines Pflichtnachmittags oder von zwei Langtagen oder im Wechsel von einer zu anderen Woche. Meistens geht der Tag dann von morgens um 8 Uhr bis fast 16 Uhr. Wenn dann noch Schularbeiten anstehen, kann man diese beiden Tage für das Training schon knicken. Damit melden sich immer weniger SuS in Vereinen an, weil sie schlichtweg bei vielen anderen Interessen keine Zeit mehr für den LA-Verein haben. Es bleiben nur sehr ehrgeizige SuS übrig, die diese Herausforderungen noch schultern. Es gibt z. B. auch Partnerschulen des Sportes, die den Stundenplan sportfreundlich gestalten und ein Morgentraining sogar zulassen. Das habe ich letztens in Köln gehört. Eine derartige Variante halte ich für sehr gut. Ansonsten werden die Vereine immer mehr unter Athletenschwund leiden.
Auch Schul-LA-AG leiden unter der Terminnot. Viele talentierte SuS sind zu den Zeiten einfach schon mit Pflichtstunden besetzt. Es findet auch keine Blockung nur an zwei Tagen durch den Pflichtunterricht statt, so dass man auf andere Tage ausweichen könnte. Unsere LA verliert somit immer mehr an Potential.
(10.09.2014, 07:40)Gertrud schrieb schrieb: .....Es wurden übrigens auch einige Ergebnisse von kompetenten Leuten bei der DM in Ulm hinsichtlich der Windunterstützungswerte angezweifelt. Ich war nicht vor Ort und kann dazu nichts sagen.....
Aber ich war damals vor Ort und kann dazu etwas sagen: Ich befand mich auf der Gegengeraden bei der Unterführung für die Teilnehmer, inmitten vieler Athleten und Trainer. Das Ergebnis des 100 m Finales sorgte für allgemeine Verblüffung, denn es herrschte die Meinung, daß während des Laufes starker Rückenwind geherrscht habe. Mit Sicherheit aber kein starker Gegenwind. Dann hörte ich auch noch zufällig wie ein Kampfrichter einem Herrn neben mir berichtete, man habe bei der Ergebnisübertragung das Windvorzeichen vertauscht. Und als man es bemerkte sei es "für eine Korrektur bereits zu spät" gewesen. Und mit etwas zu starkem Rückenwind waren plötzlich alle Ergebnisse, wenn man sie mit den vorangegangenen Läufen verglich, nicht mehr (ver)wunderbar, sondern plausibel. Wir haben auf der Heimfahrt darüber diiskutiert, ob das absurde Ergebnis über Nacht korrigiert würde, es wurde nicht, die tollen PB`s stehen noch.
edit mod: abgetrennt aus "Diskussionskultur in diesem Forum"
Die IAAF hat ihre Nominierungen für den Welt-Leichtathleten/die Weltleichtathletin des Jahres 2014 bekannt gegeben:
Men
Nigel Amos (BOT)
Mutaz Essa Barshim (QAT)
Jairus Kipchoge Birech (KEN)
Bogdan Bondarenko (UKR)
Yohann Diniz (FRA)
Justin Gatlin (USA)
Robert Harting (GER)
Dennis Kipruto Kimetto (KEN)
Renaud Lavillenie (FRA)
LaShawn Merritt (USA) Women
Valerie Adams (NZL)
Genzebe Dibaba (ETH)
Dawn Harper Nelson (USA)
Caterine Ibarguen (COL)
Francena McCorory (USA)
Sandra Perkovic (CRO)
Dafne Schippers (NED)
Kaliese Spencer (JAM)
Barbora Spotakova (CZE)
Anita Wlodarczyk (POL) Quelle
Die Vorauswahl ist aus meiner Sicht ok, ich vermisse jedenfalls keinen herausragenden Leistungssträger.
Die Endauswahl wird interessant. Im allgemeinen hat die wählende "World Athletics Family" eine ganz starke Schlagseite in Richtung Sprint/Lauf (aus wirtschaftlichen Interessen, wie von vielen unterstellt wird) und vernachlässigt die Techniker/Werfer massiv. In diesem Jahr wird man aber kaum umhinkönnen zumindest bei den Männern einen Techniker zu wählen (Lavillenie, Bondarenko oder Barshim). Oder wird es sensationell ein Geher?
Auch bei den Frauen drängen sich Werferinnen auf. Valerie Adams aufgrund ihrer jahrelangen Dominanz, Anita Wlodarczyk als Weltrekordlerin. Wenn Dibaba draußen so gelaufen wäre wie in der Halle, hätte sie wohl die besten Chancen, so ist sie aber eher Außenseiterin.
Die Leichtathletik-Datenbank wurde heute geschlossen.
(Www.leichtathletik-datenbank.de)
Für mich war das eine richtige Fundgrube.
An dieser Stelle von mir noch ein herzliches Dankeschön an den Betreiber.
Das war richtig gut!
Tischtennispieler Timo Boll schlägt vor, Athleten für Dopingtests über ihre Smartphones per GPS zu orten, um ihnen die lästige Pflege des ADAMS-Systems zu ersparen: http://www.spiegel.de/sport/sonst/tischt...93481.html
Eine gute Idee im Anti-Doping-Kampf oder eine unzulässige Verletzung der Privatsphäre der Athleten?
Weltklasse-Diskuswerfer Ehsan Hadadi aus Iran, Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in London 2012 (68,18m)- hinter Robert Harting (68,27m) -, der iranische Kugelstoßer und Rekordhalter, Amin Nikfar (PB 19,94m), und die amerikanische Diskuswerferin Summer Pierson (36 J. !) bereiten sich auf wichtige Wettkämpfe (Ausland) in der Kurpfalz (Mannheim, Ludwigshafen) vor.
In Mutterstadt (20.09.2014) erzielten sie hervorragende Leistungen, nahe ihrer Saisonbestweiten.
E. Hadadi im Diskuswurf 64,10 Meter; A. Nikfar im Kugelstossen 19,28 Meter;
S. Pierson im Diskuswurf 57,22 Meter.
Im Videofilm wurden auch an Robert Harting Genesungswünsche gerichtet.
Aus meiner Sicht sollten alle Kader nur nach Leistungs- und Leistungsvermögen eingeteilt werden, damit wirklich die besten Leistungsträger auch in den Genuss von Unterstützungen kommen. Wenn z. B. wie bei mir Schützlinge sehr gut betreut werden, sollten Lehrgangs- und TL-Teilnahmen nicht verpflichtend für eine Kaderzugehörigkeit angelegt werden. Die Athleten sollten aber in den Genuss von Zuwendungen zu eigenen TL, Physiotherapie, Biomechanik, OSP-Hallennutzung mit Heimtrainer und sportärztlichen Untersuchungen … automatisch kommen. Die Kaderzugehörigkeit kann kein Indiz für die Bestückung von Landes- und Bundestrainern sein. Es geht nur um Leistungsoptimierung!!!
Gründe, warum ich dafür plädiere:
1.Keine Doppelversorgung von Athleten, dadurch optimale Ausnutzung der Ressourcen
2.Strenges Zeitmanagement unter Berücksichtigung von Leistung und schulischen/ beruflichen Inanspruchnahmen möglichst vor Ort, keine langen Anfahrwege
3.Es kommen keine Irritationen von unterschiedlichen Trainingsauffassungen z. B. hinsichtlich Technik, Krafttraining, unterschiedliche Bestückung des Energiesystems periodenabhängig … auf.
4.Exakte Trainingspläne sind etwas Intimes, die nur das Heimteam angeht. Veröffentlichungen bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Heimteams inklusive Athleten!
5.Es spricht nichts gegen freiwillige Teilnahmen und Kooperationen.
Das ist irgendwie an mir vorbeigegangen, das sich Arne Gabius auf den Frankfurt Marathon vorbereitet.
Finde ich gut. Mutig, da er auch richtig wegbrechen kann, aber es kann auch eine 2:10 bis 2:11 rauskommen. Ich vermute, das er auch auf so eine Zeit hinsteuert und nicht auf eine 2:15.
Ein Christoph Herle oder Stéphane Franke hatten auch "auf Anhieb" so irgendwas mit 2:11 (?) abgeliefert. Die Form vom Halbmarathon im Frühjahr plus ein paar Kilometer mehr, die hoffentlich auch anschlagen....." entspannt" eine 1:05 die erste Hälfte anlaufen..... bin gespannt