EM ist vorbei, Rio Normenzeitraum auch, aber so einige versuchen doch weiterhin Leistungen zu erbringen und sich zu steigern.
Wie jetzt aktuell in Belgien recht erfolgreich. Meinen Respekt an diese Athleten, die anders als so einige andere frustrierte nicht die Saison abbrechen sondern zeigen, das sie was erreichen können.
Sei es anderswo ein Stabi, der 5,77 springt oder auch eine recht große Anzahl von jüngeren 800 Meterläufern die im Bereich 1:47 kleine und schneller angekommen sind und den Eindruck vermitteln, zum einen auch mal ein Rennen von vorne gestalten zu können und auch weiter nach vorne kommen zu wollen. Bisweilen auch etwas sehr durchsetzungswillig ..... Bin optimistisch, das wir nächstes oder übernächtes Jahr zumindest 3 Leute im 1:45er Bereich haben.
(15.07.2016, 18:39)Gertrud schrieb: Die ungerechten Trials in US-Manier wollen wir alle nicht.
Eine Mehrheit will Trials in Deutschland aus vielen nachvollziehbaren Gründe nicht, a b e r Trials sind das gerechteste Nominierungssystem, das es gibt. Keine interpretierbaren Nominierungsrichtlinien mit dehnbaren Kriterien, keine "komischen" Entscheidungen von Funktionären, keine Diskussion über nominierungsrelevante Leistungen die auf Segelwiesen, Sprungschanzen und Rennbahnen erzielt wurden - die bestplatzierten am Tag X mit Norm sind dabei: "the team selects itself"
Kritiker unken: Der fährt doch nur als Tourist mit, in Form ist er bestimmt nicht. Rico Freimuth kennt diese Stimmen. „Ich werde mich durchbeißen und alles geben, was in mir ist“, verspricht er. Und wieviel ist er dann imstande zu leisten? „Keine Ahnung“, sagt er und verweigert eine Aussage zu einer Punktzahl, die er für sich in Rio möglich hält. Er tappt selbst im Dunkeln.
Aber nicht mehr völlig. Er weiß inzwischen, was ihn seit dem Herbst letzten Jahres behindert hat. „Ein Bluttest erbrachte ganz schlechte Werte, deren Ursache in einer Fehlfunktion der Nieren gefunden wurde“, sagt Freimuth und wirkt erleichtert. „Ich hatte einen Muskelfaserriss und gefühlt vier Zerrungen und fünf Verhärtungen in den Muskeln. Das hat mich alles zurückgeworfen. Jetzt kann ich gegensteuern“, sagt er und trinkt aus einer Wasserflasche. Drei Liter mindestens zwingt er sich davon nun täglich in den Körper.
Der Hürden-WR Aries Merritt hatte auch Nierenprobleme und musste sich einer Nieren-Transplantation unterziehen.
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Deutsche Starter (vorläufig, Listen werden noch laufend aktualisiert)
Frauen
Stab: Lisa Ryzih
Kugel: Christina Schwanitz
Speer: Katharina Molitor, Linda Stahl
Männer
Diskus: Martin Wierig
Über 1500m der Männer trifft Asbel Kiprop auf Top-Konkurrenz mit Taoufik Makhloufi, Ronald Kwemoi, Elijah Manangoi, Abdalaati Iguider und Mo Farah. Mit Blick auf seine Trainingsleistungen und die Art und Weise wie er in den vergangenen Rennen mit der Konkurrenz gespielt hat, liegt ein Weltrekord in der Luft.
Im 800-Meter-Lauf der Frauen gibt es einen Vorgeschmack auf das Olympiafinale und vielleicht eine Antwort auf die Frage, ob der Rest der Welt eine Minimalchance gegen den KGB (Klub der genetisch Bevorteilten ) hat. Vielleicht treiben sich Caster Semenya, Margaret Wambui und Francine Niyonsaba aber auch hier schon zum Weltrekord.
Nimmt man die Werte zur Hand ohne Staffel, dann stagnieren hier einfach alle. Was ich aber für noch
dramatischer halte ist die fehlende Wettkampfhärte.
Auffallend ist, dass Pinto deutlich verliert von Halbfinal zu Final. Bei der Konkurrenz ist das klar anders.(Trotz Gegendwind)
Die Konkurrenz verliert auch aber deutlich weniger 1-2 Hunderstel.
Pinto zeigt auch Schwächen weil Ihre Oberkörpermuskulatur zuwenig ausgebildet ist.
Bei Wind fehlt Ihr schlicht die Durchschlagskraft.
Haase läuft im Vorlauf 11.23 im Halbfinal 11.46 - dies ist eine viel zu grosse Diskrepanz. Haase fehlt es ein wenig an Gewicht.
+ 2-3 Kg wären gut. Im Halbfinal und Final wären die 11.23/11.25 für eine Medaille gut gewesen.
Ganz allgemein fehlt es an Killerinstinkt für solche Finalläufe. Kein Vergleich zu Kambunji die keinesfalls eine gute Saison hatte. Trainer Bauer kann diese Medaille zu 98% auf sein Revers heften. Kambunji holte die wegen des Startes, der Oberkörpfer Muskelmasse und des unbedingten Willens vorne dabei zu sein. Trainer Bauer war beim DLV nicht mehr willkommen als Nationaltrainer also holen jetzt die Schweizer die Sprintmedaillen ab.
Energiehaushalt: Ganz allgemein hier gibt es grossen Verbesserungsbedarf beim DLV. Schippers mehrfachlagig mit den wärmsten Trainingsklamotten. Wärme muss bis zum Start maximal gespeichert werden. Im Weitsprung Spanovic wechselt auf lange Hosen weil Sie zuviel Wärme verlor.
** Ich lasse Lückenkemper bewusst aussen vor - und warte Olympia ab. (In der Tendenz eher stagnation)
Noch nie hat sich ein Weltklassestößer so artig vor den Kampfrichtern verbeugt wie Storli in Amsterdam. Sein inaktives Stemmbein steht auch nach dem Siegesstoß noch da wie ein Holzbein. Diesbezüglich ist der motorische Lernprozess gründlich schiefgegangen und wurde nie erfolgreich korrigiert. Das wirft kein gutes Licht auf seine ostdeutschen Techniktrainer.
In Davids Trainingsfilmen sieht man häufig den Standstoß mit passivem Stemmbein und bewußtem Übertreten des Balkens. Diesen „Übersteiger“ zeigte der Europameister versehentlich auch im 1.ungültigen Versuch in Amsterdam. Angesichts seines eklatanten Stemmbeinproblems halte ich diese Übungsform für kontraproduktiv. Beim fehlerhaften Technikaufbau im Jugendalter könnte eine Rolle gespielt haben, dass Storl zu viel und zu lang mit zu leichten Kugeln zu weit gestoßen hat, denn da wird man bekanntlich leicht zum „Armstoßer“. Muss die Kugel im Nachwuchsbereich unbedingt so leicht sein, dass die Besten damit deutlich weiter stoßen als Barnes und Timmermann.
Kleiner Scherz zum Schluss: In Rio wäre David angesichts seines prothesenhaften Stemmbeins eigentlich ein Mann für die Parolympics.
Heute findet ein kleines Kugelstoßmeeting auf dem Marktplatz von Biberach statt. Eigentlich mache ich hierfür normalerweise keinen eigenen Thread auf. Aber vielleicht schafft es ja Dahms in allerletzter Sekunde noch den Weg nach Rio einzuschlagen.