Ich habe gerade einmal einen Blick in die Allgemeinen Ausschreibungsbedingungen für die Deutschen Meisterschaften 2023 geworfen. Dabei sind mir besonders die Höhen der für einen Start zu entrichtenden Organisationsbeiträge aufgefallen.
Ich habe das in den letzten Jahren nicht verfolgt. Sind die Sätze schon seit Jahren so hoch oder hat man da 2023 kräftig "nachgebessert"? Discountpreise sind das sicherlich nicht, vor allem, wenn dann noch jeder kleine Fehler mit weiteren horrenden Zuschlägen sanktioniert wird.
Vielleicht ist das ganze aber auch nur eine weitere Maßnahme Teilnehmerfelder zu verkleinern oder aber hier sollen die Vereine die Einnahmeseite im Haushaltsplan des Verbandes kräftig nach oben pushen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die ausrichtenden Vereine, die vor Ort viel Arbeit leisten und Kosten haben, wenigstens einen Teil der Organisationsbeiträge mitbekommen. Ich vermute aber eher nicht, denn die gehören ja zur ungeliebten Basis ...
Hat jemand Insiderwissen, was mit den Startgeldern geschieht?
Ulli Haupt veranstaltet einmal im Jahr in Hilden ein Treffen früherer Leichtathletinnen und Leichtathleten. Er rief mich wegen Andrea Röddecke (ehemalige Diskuswerferin in Wolfsburg und Leverkusen in den 80er Jahren) an, ob ich ihm helfen könne. Leider weiß ich ihren jetzigen Aufenthaltsort nicht. Sie wird wahrscheinlich durch Heirat auch einen anderen Namen tragen. Wer kann helfen?
Derweil startet der DLV mit den Starßenlauf-Lobbyverband direkt eine Wettkampfserie über 5km für Jugendliche und schreibt Preisgelder und kostenlose Trainingslager-Teilnahme aus. Dafür müssen die Kiddies, die auf 5km Verheizt werden nun aber am besten schon in zwei Wochen das erste Mal laufen und quer durch die Republik fahren.
Das ist doch das Höchstmaß an Spezialisierung und die Gefahr zum Verheizen.
Da kann man besser mal Aufwandentschädigung für alle teilnehmenden Vereine der U18/U20 zahlen statt Preisgelder für 5km Straße in der Jugend
ich möchte mein Nicht-Wissen einmal mehr zur Schau stellen und eine vielleicht "dumme Frage" stellen, die Athletinnen und Athleten an mich richten.
Wie finanzieren andere ihre Trainingslager?
Corona und Energiekrise haben eine Woche in Deutschland oder gar im Mittelmeerraum sehr teuer werden lassen. Trainingslagerkosten sind mittlerweile bei hohen dreistelligen oder gar kleinen vierstelligen Summen pro Woche pro Person angekommen. Die günstigen Alternativen in der Umgebung und Jugendherberge sind ab einem gewissen Alter verständlicher Weise nicht mehr gefragt oder zielführend.
Im Bekanntenkreis ist es meist so, dass vorab Klingen geputzt werden oder andere Spendenaktionen laufen, um ein bisschen Zuschuss zu zahlen (weitere Zuschüsse für finanzschwache Kinder kommen noch hinzu).
Nun sehen die Heranwachsenden natürlich auch, dass die Vorbilder (und das sind nicht allein Gina Lückenkemper und Malaika Mihambo, sondern auch andere Leichtathleten, die als cool empfunden werden aber "nur" bei Deutschen Meisterschaften antreten) regelmäßig in Trainingslagern sind, wärhend wir alles zusammenkratzen, um das einmal im Jahr zu machen.
Wie finanzieren die das? Machen die das alles aus eigener Tasche oder bezahlt der DLV oder Landesverband das? Oder gibt es noch Fördertöpfe, die man abzapfen kann?
.. der Wunsch die Dm Blockwettkampf abzuschaffen ...
Bin mir nicht sicher, ob das wirklich so sehr sinnvoll ist. D.h. man züchtet schon unter U18 nur noch auf Einzeldisziplinen und verheizt die Athleten noch früher?
Ich bin der Meinung, dass sich im U18 Bereich eine zumindest etwas vielseitige Ausbildung positiv auswirkt und eine entsprechende DM auch den begabten Spätentwicklern eine Perspektive gibt, um am Ball zu bleiben. EIne Abschaffung des Blocks finde ich nicht gut.