Der Leiter DLV Events ist – natürlich – wieder als Offizieller bei der EM. Mir wurde mal gesagt, um sich "Athletenpräsentation" etc. abzugucken. Persönlich würde ich ihn mir häufiger mal bei Landesmeisterschaften etc. wünschen, um auch in den Dialog mit den Sportlern zu kommen, die von A/B-Normen, Teilnehmerlimits und anderen tollen Dingen betroffen sind.
Gleichwohl – so ehrlich muss man sein – sind die Deutschen Meisterschaften im internationalen Vergleich tatsächlich wohl die stimmungsvollsten und bestbesuchtesten nationalen Meisterschaften. Wenn man sich die Bilder auch aus Leichtathletik-Nationoen vom gleichen Wochenende ansieht: Und ehrlich gesagt auch dem ersten Tag der EM wo doch massive Lücken im Publikum klafften.
Einzig: Ich glaube, es ist nicht damit getan sich auf eine(!) gute Veranstaltung zu konzentrieren und bei anderen Meisterschaften z.T. nicht einmal Livestreams oder Tribünen zu haben.
Etwas ratlos zurück lässt mich da auch der jüngste LinkedIn-Post des Direkt Events, in dem er anlässlich der EM auf die DM zurückblickt. Darin lobt er, völlig zurecht und richtiger Weise die Stimmung und das Gelingen der DM in Wattenscheid (und Hannover). Und ich finde es auch verständlich und richtig, dass er dem Team dankt und darauf verweist, dass dahinter viel Arbeit steckt. Aber auffällig ist, wer in der Dankesformel, in der eben nicht nur den eigenen Mitarbeitern sondern explizit auch den Sponsoren und Zuschauern, nicht auftaucht:
die Sportler sowie ihre Trainer und Vereine, Unterstützer.
Das zeigt mir, dass hier ein "Event" gedacht wird, nicht eine Sportveranstaltung. Und darin steckt das Problem. Die Zuschauer, Sponsoren und das Event-Team, sie haben hervorrangende Arbeit geleistet, die Sportler spielen keine Rolle. Dass aber genau die es sind, für und wegen denen überhaupt eine Meisterschaft stattfindet und das deshalb auch ihre unbändige Leistung, ihre viele Stunden die es braucht, damit Leistungen zustande kommen, entsprechend gewürdigt werden müssen und nicht nur, wenn man A-Norm hat und Kaderstatus, daran müsste sich alles andere orientieren. Aber das erfährt man halt nicht in Birminingham, sondern vermutlich eher auf den eher unattraktiveren Sportplätzen der Nation...
abgetrennt aus
Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin?
Gleichwohl – so ehrlich muss man sein – sind die Deutschen Meisterschaften im internationalen Vergleich tatsächlich wohl die stimmungsvollsten und bestbesuchtesten nationalen Meisterschaften. Wenn man sich die Bilder auch aus Leichtathletik-Nationoen vom gleichen Wochenende ansieht: Und ehrlich gesagt auch dem ersten Tag der EM wo doch massive Lücken im Publikum klafften.
Einzig: Ich glaube, es ist nicht damit getan sich auf eine(!) gute Veranstaltung zu konzentrieren und bei anderen Meisterschaften z.T. nicht einmal Livestreams oder Tribünen zu haben.
Etwas ratlos zurück lässt mich da auch der jüngste LinkedIn-Post des Direkt Events, in dem er anlässlich der EM auf die DM zurückblickt. Darin lobt er, völlig zurecht und richtiger Weise die Stimmung und das Gelingen der DM in Wattenscheid (und Hannover). Und ich finde es auch verständlich und richtig, dass er dem Team dankt und darauf verweist, dass dahinter viel Arbeit steckt. Aber auffällig ist, wer in der Dankesformel, in der eben nicht nur den eigenen Mitarbeitern sondern explizit auch den Sponsoren und Zuschauern, nicht auftaucht:
Zitat:Hinter vier ausverkauften Tagen stehen Monate der Vorbereitung, unzählige Entscheidungen und Arbeitsstunden und vor allem ein riesiges Team, das jeden Tag dafür sorgt, dass aus einer Veranstaltung ein echtes Erlebnis wird. Mein größter Dank gilt deshalb neben meinem Team unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Danke auch an alle Partner und Dienstleister sowie an alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen. Und vor allem: Danke an die Zuschauerinnen und Zuschauer, die diese vier Tage zu dem gemacht haben, was sie waren.
die Sportler sowie ihre Trainer und Vereine, Unterstützer.
Das zeigt mir, dass hier ein "Event" gedacht wird, nicht eine Sportveranstaltung. Und darin steckt das Problem. Die Zuschauer, Sponsoren und das Event-Team, sie haben hervorrangende Arbeit geleistet, die Sportler spielen keine Rolle. Dass aber genau die es sind, für und wegen denen überhaupt eine Meisterschaft stattfindet und das deshalb auch ihre unbändige Leistung, ihre viele Stunden die es braucht, damit Leistungen zustande kommen, entsprechend gewürdigt werden müssen und nicht nur, wenn man A-Norm hat und Kaderstatus, daran müsste sich alles andere orientieren. Aber das erfährt man halt nicht in Birminingham, sondern vermutlich eher auf den eher unattraktiveren Sportplätzen der Nation...
abgetrennt aus
Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin?
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.


