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DM-Organisation - Reichtathletik - 11.08.2026

Der Leiter DLV Events ist – natürlich – wieder als Offizieller bei der EM. Mir wurde mal gesagt, um sich "Athletenpräsentation" etc. abzugucken. Persönlich würde ich ihn mir häufiger mal bei Landesmeisterschaften etc. wünschen, um auch in den Dialog mit den Sportlern zu kommen, die von A/B-Normen, Teilnehmerlimits und anderen tollen Dingen betroffen sind.

Gleichwohl – so ehrlich muss man sein – sind die Deutschen Meisterschaften im internationalen Vergleich tatsächlich wohl die stimmungsvollsten und bestbesuchtesten nationalen Meisterschaften. Wenn man sich die Bilder auch aus Leichtathletik-Nationoen vom gleichen Wochenende ansieht: Und ehrlich gesagt auch dem ersten Tag der EM wo doch massive Lücken im Publikum klafften.

Einzig: Ich glaube, es ist nicht damit getan sich auf eine(!) gute Veranstaltung zu konzentrieren und bei anderen Meisterschaften z.T. nicht einmal Livestreams oder Tribünen zu haben.

Etwas ratlos zurück lässt mich da auch der jüngste LinkedIn-Post des Direkt Events, in dem er anlässlich der EM auf die DM zurückblickt. Darin lobt er, völlig zurecht und richtiger Weise die Stimmung und das Gelingen der DM in Wattenscheid (und Hannover). Und ich finde es auch verständlich und richtig, dass er dem Team dankt und darauf verweist, dass dahinter viel Arbeit steckt. Aber auffällig ist, wer in der Dankesformel, in der eben nicht nur den eigenen Mitarbeitern sondern explizit auch den Sponsoren und Zuschauern, nicht auftaucht:

Zitat:Hinter vier ausverkauften Tagen stehen Monate der Vorbereitung, unzählige Entscheidungen und Arbeitsstunden und vor allem ein riesiges Team, das jeden Tag dafür sorgt, dass aus einer Veranstaltung ein echtes Erlebnis wird. Mein größter Dank gilt deshalb neben meinem Team unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Danke auch an alle Partner und Dienstleister sowie an alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen. Und vor allem: Danke an die Zuschauerinnen und Zuschauer, die diese vier Tage zu dem gemacht haben, was sie waren.

die Sportler sowie ihre Trainer und Vereine, Unterstützer.

Das zeigt mir, dass hier ein "Event" gedacht wird, nicht eine Sportveranstaltung. Und darin steckt das Problem. Die Zuschauer, Sponsoren und das Event-Team, sie haben hervorrangende Arbeit geleistet, die Sportler spielen keine Rolle. Dass aber genau die es sind, für und wegen denen überhaupt eine Meisterschaft stattfindet und das deshalb auch ihre unbändige Leistung, ihre viele Stunden die es braucht, damit Leistungen zustande kommen, entsprechend gewürdigt werden müssen und nicht nur, wenn man A-Norm hat und Kaderstatus, daran müsste sich alles andere orientieren. Aber das erfährt man halt nicht in Birminingham, sondern vermutlich eher auf den eher unattraktiveren Sportplätzen der Nation...

abgetrennt aus
Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin?


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - Rostocker - 11.08.2026

(11.08.2026, 13:21)Reichtathletik schrieb: Der Leiter DLV Events ist – natürlich – wieder als Offizieller bei der EM. Mir wurde mal gesagt, um sich "Athletenpräsentation" etc. abzugucken. Persönlich würde ich ihn mir häufiger mal bei Landesmeisterschaften etc. wünschen, um auch in den Dialog mit den Sportlern zu kommen, die von A/B-Normen, Teilnehmerlimits und anderen tollen Dingen betroffen sind.

Gleichwohl – so ehrlich muss man sein – sind die Deutschen Meisterschaften im internationalen Vergleich tatsächlich wohl die stimmungsvollsten und bestbesuchtesten nationalen Meisterschaften. Wenn man sich die Bilder auch aus Leichtathletik-Nationoen vom gleichen Wochenende ansieht: Und ehrlich gesagt auch dem ersten Tag der EM wo doch massive Lücken im Publikum klafften.

Einzig: Ich glaube, es ist nicht damit getan sich auf eine(!) gute Veranstaltung zu konzentrieren und bei anderen Meisterschaften z.T. nicht einmal Livestreams oder Tribünen zu haben.

Etwas ratlos zurück lässt mich da auch der jüngste LinkedIn-Post des Direkt Events, in dem er anlässlich der EM auf die DM zurückblickt. Darin lobt er, völlig zurecht und richtiger Weise die Stimmung und das Gelingen der DM in Wattenscheid (und Hannover). Und ich finde es auch verständlich und richtig, dass er dem Team dankt und darauf verweist, dass dahinter viel Arbeit steckt. Aber auffällig ist, wer in der Dankesformel, in der eben nicht nur den eigenen Mitarbeitern sondern explizit auch den Sponsoren und Zuschauern, nicht auftaucht:

Zitat:Hinter vier ausverkauften Tagen stehen Monate der Vorbereitung, unzählige Entscheidungen und Arbeitsstunden und vor allem ein riesiges Team, das jeden Tag dafür sorgt, dass aus einer Veranstaltung ein echtes Erlebnis wird. Mein größter Dank gilt deshalb neben meinem Team unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Danke auch an alle Partner und Dienstleister sowie an alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen. Und vor allem: Danke an die Zuschauerinnen und Zuschauer, die diese vier Tage zu dem gemacht haben, was sie waren.

die Sportler sowie ihre Trainer und Vereine, Unterstützer.

Das zeigt mir, dass hier ein "Event" gedacht wird, nicht eine Sportveranstaltung. Und darin steckt das Problem. Die Zuschauer, Sponsoren und das Event-Team, sie haben hervorrangende Arbeit geleistet, die Sportler spielen keine Rolle. Dass aber genau die es sind, für und wegen denen überhaupt eine Meisterschaft stattfindet und das deshalb auch ihre unbändige Leistung, ihre viele Stunden die es braucht, damit Leistungen zustande kommen, entsprechend gewürdigt werden müssen und nicht nur, wenn man A-Norm hat und Kaderstatus, daran müsste sich alles andere orientieren. Aber das erfährt man halt nicht in Birminingham, sondern vermutlich eher auf den eher unattraktiveren Sportplätzen der Nation...

Das finde ich bei aller vielleicht auch angebrachter Kritik an der angesprochenen Person nicht gerecht. Die DM wird für die Sportlerinnen und Sportler ausgerichtet. Die Ehrenamtler, die Zuschauer und die Partner und Dienstleister machen es für die Sportler möglich! Die Athletinnen und Athleten sollen die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. Das zu erreichen, erfordert die Unterstützung derer, denen er gedankt hat.

Mir fehlt insgesamt hier im Forum oft der Versuch, auch mal die Perspektive der anderen Handelnden einzunehmen. (Das Empathieempfinden des Menschen ist u. a. auch der Grund, warum sich Nicht-Betroffenen zu solchen Themen wie sexualisierte Gewalt äußern dürfen und sollten.)
Auch die Handelnden des DLV sind Zwängen unterworfen, die wir oft nicht kennen, nicht anerkennen oder sie ignorieren/geringschätzen. Zu unterstellen, dass es nicht für die Athletinnen und Athleten getan wird, geht weit an der Realität vorbei.


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - Reichtathletik - 11.08.2026

(11.08.2026, 14:01)Rostocker schrieb: Das finde ich bei aller vielleicht auch angebrachter Kritik an der angesprochenen Person nicht gerecht. Die DM wird für die Sportlerinnen und Sportler ausgerichtet. Die Ehrenamtler, die Zuschauer und die Partner und Dienstleister machen es für die Sportler möglich! Die Athletinnen und Athleten sollen die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. Das zu erreichen, erfordert die Unterstützung derer, denen er gedankt hat.

Mir fehlt insgesamt hier im Forum oft der Versuch, auch mal die Perspektive der anderen Handelnden einzunehmen. (Das Empathieempfinden des Menschen ist u. a. auch der Grund, warum sich Nicht-Betroffenen zu solchen Themen wie sexualisierte Gewalt äußern dürfen und sollten.)
Auch die Handelnden des DLV sind Zwängen unterworfen, die wir oft nicht kennen, nicht anerkennen oder sie ignorieren/geringschätzen. Zu unterstellen, dass es nicht für die Athletinnen und Athleten getan wird, geht weit an der Realität vorbei.

Wird die DM wirklich (noch) für Sportler ausgerichtet? Ich meine das als offene Frage. Weil dir super schnell als Argument gegen mehr Teilnehmer entgegengehalten wird: Da verdienen wir das Geld, was wir für alles andere brauchen. Und die Bedürfnisse der Athleten spielen leider sehr oft nicht so eine große Rolle.

Und ich sage ja explizit, dass es die ganzen Helfer, Zuschauer (das sind übrigens sehr sehr oft Freunde, Verwandte und Trainingskollegen der Teilnehmenden!) und auch hauptberuflich Verantwortlichen dafür braucht. Keine Frage! Und natürlich gilt denen Dank! Das stelle ich ja gar nicht in Abrede.
Ich fand es aber sehr interessant zu sehen, dass die Sportler eben nicht erwähnt werden, genauso wie ihre Coaches. Und da – Empathie – würde ich mir halt den Versuch wünschen, sich in die Situation zu versetzen. Es ist in meinen Augen eben gerade nicht Aufgabe des ehrenamtlichen Trainers oder (meist ja auch ehrenamtlichen) Sportlers, sich in die Sorgen und Nöte desjenigen zu versetzen, der dafür bezahlt wird, Deutsche Meisterschaften auszurichten, sondern der Job(!) desjenigen, der dies tut, sich in die Belange der Sportler zu versetzen, auf deren Karrieren seine Handlungen Einfluss haben.
Deshalb auch der Verweis auf die Birminingham-Reise. Für jeden Tag EM müsste es mindestens 3 auf Sportplätzen geben, auf denen mit Trainern und Athleten gesprochen wird, die aus Teilnehmerlisten gestrichen werden. Face-toFace. Auf dem Sportplatz der Betroffenen. Als Arbeitszeit!


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - Rostocker - 11.08.2026

(11.08.2026, 14:11)Reichtathletik schrieb:
(11.08.2026, 14:01)Rostocker schrieb: Das finde ich bei aller vielleicht auch angebrachter Kritik an der angesprochenen Person nicht gerecht. Die DM wird für die Sportlerinnen und Sportler ausgerichtet. Die Ehrenamtler, die Zuschauer und die Partner und Dienstleister machen es für die Sportler möglich! Die Athletinnen und Athleten sollen die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. Das zu erreichen, erfordert die Unterstützung derer, denen er gedankt hat.

Mir fehlt insgesamt hier im Forum oft der Versuch, auch mal die Perspektive der anderen Handelnden einzunehmen. (Das Empathieempfinden des Menschen ist u. a. auch der Grund, warum sich Nicht-Betroffenen zu solchen Themen wie sexualisierte Gewalt äußern dürfen und sollten.)
Auch die Handelnden des DLV sind Zwängen unterworfen, die wir oft nicht kennen, nicht anerkennen oder sie ignorieren/geringschätzen. Zu unterstellen, dass es nicht für die Athletinnen und Athleten getan wird, geht weit an der Realität vorbei.

Wird die DM wirklich (noch) für Sportler ausgerichtet? Ich meine das als offene Frage. Weil dir super schnell als Argument gegen mehr Teilnehmer entgegengehalten wird: Da verdienen wir das Geld, was wir für alles andere brauchen. Und die Bedürfnisse der Athleten spielen leider sehr oft nicht so eine große Rolle.

Und ich sage ja explizit, dass es die ganzen Helfer, Zuschauer (das sind übrigens sehr sehr oft Freunde, Verwandte und Trainingskollegen der Teilnehmenden!) und auch hauptberuflich Verantwortlichen dafür braucht. Keine Frage! Und natürlich gilt denen Dank! Das stelle ich ja gar nicht in Abrede.
Ich fand es aber sehr interessant zu sehen, dass die Sportler eben nicht erwähnt werden, genauso wie ihre Coaches. Und da – Empathie – würde ich mir halt den Versuch wünschen, sich in die Situation zu versetzen. Es ist in meinen Augen eben gerade nicht Aufgabe des ehrenamtlichen Trainers oder (meist ja auch ehrenamtlichen) Sportlers, sich in die Sorgen und Nöte desjenigen zu versetzen, der dafür bezahlt wird, Deutsche Meisterschaften auszurichten, sondern der Job(!) desjenigen, der dies tut, sich in die Belange der Sportler zu versetzen, auf deren Karrieren seine Handlungen Einfluss haben.
Deshalb auch der Verweis auf die Birminingham-Reise. Für jeden Tag EM müsste es mindestens 3 auf Sportplätzen geben, auf denen mit Trainern und Athleten gesprochen wird, die aus Teilnehmerlisten gestrichen werden. Face-toFace. Auf dem Sportplatz der Betroffenen. Als Arbeitszeit!

Deine Argumente greifen zu kurz. Wie gesagt, es gibt auch auf Events-Seite Zwänge, die wir nicht kennen. Da würde sicherlich Transparenz helfen, auch wenn mir gerade die Phantasie fehlt, welches Medium dafür das richtige wäre.

Die Frage der Zulassung bringt die Jugendmeisterschaften bereits jetzt an die Grenze des Machbaren im Zeitplan. Hast du dich mal gefragt, wie defizitär die Meisterschaften sind? Und das Defizit bleibt seit ein paar Jahren komplett beim DLV (Was auch verständlich ist. Welcher LV möchte eine DM/DJM ausrichten, wenn er auf der Hälfte des Defizits sitzen bleibt.) Ich habe höchsten Respekt vor jedem Sportler und jeder Sportlerin, die mit hohen Ambitionen versucht, die Quali zu schaffen, aber knapp an der geforderten Leistung scheitert. Jede Norm ist exklusiv, es sei denn, wir setzen sie auf Null.

Es ist wohl der Zeitgeist, der simple Lösungen für komplexe Probleme bevorzugt. Aber vielleicht wäre eine der Kommissionen der richtige Ansprechpartner für dein Anliegen für mehr Teilnehmende. Das auf eine einzelne Person/einzelne Abteilung zu schieben, finde ich schon sehr abenteuerlich.

Mein Vorschlag: suche das Gespräch mit denen, die beim DLV die DMs organisieren. Erkundige dich nach den Zielen, Restriktionen und Möglichkeiten und entscheide dann für dich, ob du das Bashing (so muss ich es leider bezeichnen) fortführen möchtest.


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - Reichtathletik - 11.08.2026

Ich red ja nicht von Jugendmeisterschaften. Ich rede auch nicht immer bzw ausschließlich von mehr Teilnehmenden. Ich kritisiere auch nicht nur sondern habe zahlreiche Ideen.
Eine Kommission wäre defitiv eine gute Idee. Aktuell wedelt ja der Schwanz mit dem Hund. Einzig: Die Sportler oder Trainer können diese Kommission nicht einberufen. Viele können nur hoffen, beten (oder "bashen") in der Hoffnung, dass ihre Argumente und Ideen mal gehört werden, denn besprochen werden die Aspekte mit anderen – wenn überhaupt.
Glaub mir, dass ich mich nicht alleine darauf beschränke, hier im Forum auf das Thema aufmerksam zu machen.

Und es lässt sich übrigens auch alles immer spiegeln "Simple Lösungen für Komplexe Probleme":
Komplexes Problem: Entwicklung von Standorten
Simple Lösung: Athleten und Trainer demotivieren und fordern, sie sollen "einfach besser werden".


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - Rostocker - 11.08.2026

(11.08.2026, 14:56)Reichtathletik schrieb: Ich red ja nicht von Jugendmeisterschaften. Ich rede auch nicht immer bzw ausschließlich von mehr Teilnehmenden. Ich kritisiere auch nicht nur sondern habe zahlreiche Ideen.
Eine Kommission wäre defitiv eine gute Idee. Aktuell wedelt ja der Schwanz mit dem Hund. Einzig: Die Sportler oder Trainer können diese Kommission nicht einberufen. Viele können nur hoffen, beten (oder "bashen") in der Hoffnung, dass ihre Argumente und Ideen mal gehört werden, denn besprochen werden die Aspekte mit anderen – wenn überhaupt.
Glaub mir, dass ich mich nicht alleine darauf beschränke, hier im Forum auf das Thema aufmerksam zu machen.

Und es lässt sich übrigens auch alles immer spiegeln "Simple Lösungen für Komplexe Probleme":
Komplexes Problem: Entwicklung von Standorten
Simple Lösung: Athleten und Trainer demotivieren und fordern, sie sollen "einfach besser werden".

Such dir eine Kommission aus. Die LV sind vertreten.

Kämpfe weiter für die gute Sache, aber konzentriere dich nicht auf einzelne Personen im DLV! Das wird aus meiner Sicht nicht zielführend sein.


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - Reichtathletik - 11.08.2026

(11.08.2026, 15:05)Rostocker schrieb:
(11.08.2026, 14:56)Reichtathletik schrieb: Ich red ja nicht von Jugendmeisterschaften. Ich rede auch nicht immer bzw ausschließlich von mehr Teilnehmenden. Ich kritisiere auch nicht nur sondern habe zahlreiche Ideen.
Eine Kommission wäre defitiv eine gute Idee. Aktuell wedelt ja der Schwanz mit dem Hund. Einzig: Die Sportler oder Trainer können diese Kommission nicht einberufen. Viele können nur hoffen, beten (oder "bashen") in der Hoffnung, dass ihre Argumente und Ideen mal gehört werden, denn besprochen werden die Aspekte mit anderen – wenn überhaupt.
Glaub mir, dass ich mich nicht alleine darauf beschränke, hier im Forum auf das Thema aufmerksam zu machen.

Und es lässt sich übrigens auch alles immer spiegeln "Simple Lösungen für Komplexe Probleme":
Komplexes Problem: Entwicklung von Standorten
Simple Lösung: Athleten und Trainer demotivieren und fordern, sie sollen "einfach besser werden".

Such dir eine Kommission aus. Die LV sind vertreten.

Kämpfe weiter für die gute Sache, aber konzentriere dich nicht auf einzelne Personen im DLV! Das wird aus meiner Sicht nicht zielführend sein.

Ich gebe dir ja grundsätzlich recht. In der Theorie wäre das der Weg. Leider nur da.

Im Übrigen ist es durchaus legitim, z.B. auch die Arbeit oder Interview-Äußerungen der sagen wir Wirtschaftsministerin zu kritisieren, ohne dass man sich zwingend in politischen Gremien, Parteien oder Parlamenten einbringen muss.


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - diwa - 11.08.2026

(11.08.2026, 15:07)Reichtathletik schrieb: Ich gebe dir ja grundsätzlich recht. In der Theorie wäre das der Weg. Leider nur da.

Hast Du es mal probiert?


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - Reichtathletik - 11.08.2026

(11.08.2026, 15:16)diwa schrieb:
(11.08.2026, 15:07)Reichtathletik schrieb: Ich gebe dir ja grundsätzlich recht. In der Theorie wäre das der Weg. Leider nur da.

Hast Du es mal probiert?

Ich wäre nicht so mittlerweile resigniert, wenn nicht.


RE: Deutsche Meisterschaften 2027 - Ort und Termin? - runner5000 - 11.08.2026

(11.08.2026, 14:11)Reichtathletik schrieb:
(11.08.2026, 14:01)Rostocker schrieb: Das finde ich bei aller vielleicht auch angebrachter Kritik an der angesprochenen Person nicht gerecht. Die DM wird für die Sportlerinnen und Sportler ausgerichtet. Die Ehrenamtler, die Zuschauer und die Partner und Dienstleister machen es für die Sportler möglich! Die Athletinnen und Athleten sollen die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. Das zu erreichen, erfordert die Unterstützung derer, denen er gedankt hat.

Mir fehlt insgesamt hier im Forum oft der Versuch, auch mal die Perspektive der anderen Handelnden einzunehmen. (Das Empathieempfinden des Menschen ist u. a. auch der Grund, warum sich Nicht-Betroffenen zu solchen Themen wie sexualisierte Gewalt äußern dürfen und sollten.)
Auch die Handelnden des DLV sind Zwängen unterworfen, die wir oft nicht kennen, nicht anerkennen oder sie ignorieren/geringschätzen. Zu unterstellen, dass es nicht für die Athletinnen und Athleten getan wird, geht weit an der Realität vorbei.

Wird die DM wirklich (noch) für Sportler ausgerichtet? Ich meine das als offene Frage. Weil dir super schnell als Argument gegen mehr Teilnehmer entgegengehalten wird: Da verdienen wir das Geld, was wir für alles andere brauchen. Und die Bedürfnisse der Athleten spielen leider sehr oft nicht so eine große Rolle.

Und ich sage ja explizit, dass es die ganzen Helfer, Zuschauer (das sind übrigens sehr sehr oft Freunde, Verwandte und Trainingskollegen der Teilnehmenden!) und auch hauptberuflich Verantwortlichen dafür braucht. Keine Frage! Und natürlich gilt denen Dank! Das stelle ich ja gar nicht in Abrede.
Ich fand es aber sehr interessant zu sehen, dass die Sportler eben nicht erwähnt werden, genauso wie ihre Coaches. Und da – Empathie – würde ich mir halt den Versuch wünschen, sich in die Situation zu versetzen. Es ist in meinen Augen eben gerade nicht Aufgabe des ehrenamtlichen Trainers oder (meist ja auch ehrenamtlichen) Sportlers, sich in die Sorgen und Nöte desjenigen zu versetzen, der dafür bezahlt wird, Deutsche Meisterschaften auszurichten, sondern der Job(!) desjenigen, der dies tut, sich in die Belange der Sportler zu versetzen, auf deren Karrieren seine Handlungen Einfluss haben.
Deshalb auch der Verweis auf die Birminingham-Reise. Für jeden Tag EM müsste es mindestens 3 auf Sportplätzen geben, auf denen mit Trainern und Athleten gesprochen wird, die aus Teilnehmerlisten gestrichen werden. Face-toFace. Auf dem Sportplatz der Betroffenen. Als Arbeitszeit!
Ich muss da Rostocker auch zustimmen. Das ist wirklich unangebracht, dem DLV nachzusagen, die DM werde nicht für die Sportler ausgerichtet. Für wen denn sonst? Der ganze Aufriss wird gemacht, um die Sportler bestmöglich in Szene zu setzen, ihnen die größtmögliche Bühne und die besten Bedingungen zu bieten. Und in Sachen Stimmung, Entertainment, Eventpräsentation sind wir da wirklich jeder anderen nationalen Meisterschaft weit überlegen. 

Aber all das hat seinen Preis und der ist mittlerweile richtig hoch. Ich glaube, viele können sich gar nicht vorstellen, was es kostet, so ein DM Wochenende durchzuführen. Und dafür gibt es nur zwei wesentliche Einnahmequellen: Eintrittskarten und Sponsoren/Förderungen. Erstere reichen auch nur dazu, die Basiskosten abzudecken. Meldegelder sind komplett zu vernachlässigen. Bleiben also Sponsoreneinnahmen und Förderungen und die sind ohne die TV-Präsenz im Rahmen der Finals nicht generierbar. Ohne ARD/ZDF würde die Veranstaltung nicht so aussehen, wie sie aussieht. Dementsprechend ist das Mitspracherecht des TV nicht gerade klein, vor allem was die zeitliche Planbarkeit einer solchen Veranstaltung angeht. Als Veranstalter bekommst du große Probleme mit dem TV, wenn du dich während der Veranstaltung nicht daran hältst und dafür reichen ein bis zwei Fehlstarts oder Athleten aus, die beim Warm-Up trödeln, dass dir der Zeitplan um ein paar Minuten davon läuft.

Und da sind wir natürlich wieder bei der Diskussion über Teilnehmerlimits. Ich verstehe allerdings immer noch nicht, warum diese immer nur für die nationale Ebene geführt wird. Bei EM, WM und Olympia sind die genauso gegeben mit den gleichen Konsequenzen für die Athleten, aber alles nur eine Leistungsebene höher.
Ohne die Teilnehmerlimits hast du keine zeitliche Planbarkeit gegeben. Das ist ein Fakt und den hat man beim zweiten Jugend DM Wochenende auch wieder gesehen, als man auf einmal 28 Meldungen im Stabhochsprung hatte und kurzfristig noch eine zweite Stabanlage, ein weiteres Kampfgericht etc. organisieren musste. Den Aufwand und die Kosten kann sich jeder vorstellen. 

Jeder versteht, dass möglichst viele Athleten bei einer DM teilnehmen möchten, aber es muss irgendwo eine Steuerungsgröße geben. Sonst läuft alles aus dem Ruder. Und dies nur über eine einzelne Norm zu machen, ist auch nicht immer möglich, wie wieder die Jugend DMs zeigen. Je größer eine Veranstaltung ist, desto mehr Zwänge gibt es. 

Des Weiteren verstehe ich auch nicht, warum beim Thema Normen immer die Events-Abteilung kritisiert wird. Die DM Normen macht der Leistungssport und Events hat eine DM damit umzusetzen mit all seinen Konsequenzen.