(07.08.2026, 18:02)MHolz schrieb: Das heißt der Unterschied zwischen einer potentiellen Sperre von 4 Jahren und keinerlei Konsequenz ist das Öffnen einer Tür?
(07.08.2026, 18:10)Jonny schrieb: Seit 2015 gelten aber auch veränderte Dopingregularien. Früher war es einfacher auch nur kurze Sperren auszusprechen bzw. diese vor dem CAS nachträglich zu reduzieren, heute ist dies nicht mehr so einfach möglich.
Korrekt. Heute würde Gay nicht mehr mit einem Jahr davonkommen (und damit wäre das Missverhältnis zu potentiellen 4 Jahren für Ansah auch nicht mehr so groß)
There is all the difference in the world between treating people equally and attempting to make them equal (Friedrich August von Hayek)
07.08.2026, 18:26 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.08.2026, 18:27 von MHolz.)
(07.08.2026, 18:10)Jonny schrieb:
(07.08.2026, 18:02)MHolz schrieb: Das heißt der Unterschied zwischen einer potentiellen Sperre von 4 Jahren und keinerlei Konsequenz ist das Öffnen einer Tür?
In dem Fall - außerhalb des Testfensters - ja.
Das heißt auch, ein perfider Doper kann sich einen verpassten Test anhängen lassen, obwohl er zu Hause ist, während jemand, der sich u.U. in einer unübersichtlichen Stresssituation befindet, für einen Fehler härter bestraft wird als die meisten erwischten Doper in vielen Sportarten. Klingt völlig logisch im Sinne der Paragraphen.
(07.08.2026, 18:02)MHolz schrieb: Das heißt der Unterschied zwischen einer potentiellen Sperre von 4 Jahren und keinerlei Konsequenz ist das Öffnen einer Tür?
In dem Fall - außerhalb des Testfensters - ja.
Das ist die eine Ironie. Die andere ist, dass saubere Kontrollverpatzer im Gegensatz zu echten Dopern keine Chance haben, von irgendeiner Kronzeugenregelung zu profitieren.
Sperre sind irgendwie so eine alles oder nichts Entscheidung.
Im Fußball missfällt mir das sehr. Bei der WM hätte ich in den ersten paar Minuten mehrfach glatt rot gegeben. Davor schrecken Schiedsrichter aber häufig zurück; verständlich, denn ein Spiel könnte so ganz schnell entschieden sein. Wenn dann aber nichts geschieht ist es auch schlecht.
Statt Sperre oder nicht Sperre könnte man ja mal über "kleine Strafen" nachdenken. Wer nicht angetroffen wird, startet z.B. erst mal eine Zeitlang mit Gewischtsmanschetten um die Knöchel. tbd.
Könnte man diese verpassten Tests nicht mit Strafen zur Bewährung ahnden. Einmal nicht angetroffen und es gibt eine Sperre zur Bewährung von xy Jahren. Ein weiteres Mal in der Bewährungsfrist nicht angetroffen und die Sperre gilt ab diesem Moment.
(07.08.2026, 18:02)MHolz schrieb: Das heißt der Unterschied zwischen einer potentiellen Sperre von 4 Jahren und keinerlei Konsequenz ist das Öffnen einer Tür?
In dem Fall - außerhalb des Testfensters - ja.
Das heißt auch, ein perfider Doper kann sich einen verpassten Test anhängen lassen, obwohl er zu Hause ist, während jemand, der sich u.U. in einer unübersichtlichen Stresssituation befindet, für einen Fehler härter bestraft wird als die meisten erwischten Doper in vielen Sportarten. Klingt völlig logisch im Sinne der Paragraphen.
wenn es außerhalb des Zeitfensters ist, wäre es auch kein verpasster Test
(07.08.2026, 18:27)eierluke2 schrieb: Sperre sind irgendwie so eine alles oder nichts Entscheidung.
Im Fußball missfällt mir das sehr. Bei der WM hätte ich in den ersten paar Minuten mehrfach glatt rot gegeben. Davor schrecken Schiedsrichter aber häufig zurück; verständlich, denn ein Spiel könnte so ganz schnell entschieden sein. Wenn dann aber nichts geschieht ist es auch schlecht.
Statt Sperre oder nicht Sperre könnte man ja mal über "kleine Strafen" nachdenken. Wer nicht angetroffen wird, startet z.B. erst mal eine Zeitlang mit Gewischtsmanschetten um die Knöchel. tbd.
zu dem Fußball-Vergleich: mich stört auch schon lange die Argumentation, da kannst du doch nicht rot bzw gelb-rot geben das ist ein z.B. Halbfinale
Was ein Unsinn, wenn das ein Foul ist, dann ist es ein Foul völlig egal ob Testspiel, Bundesliga mitten in der Saison, WM-Gruppenphase oder WM Finale und wenn das in einem Testspiel eine rote Karte ist, dann ist das auch in einem WM Finale eine rote Karte.
Die Idee mit den irgendwas zwischen Sperre und nicht-Sperre joa könnte man drüber nachdenken. Die Idee mit den Gewichtsmanschetten halte ich auch hoffentlich mal für Satire.
Gibts sowas wie Sperre auf Bewährung? Also für ein "kleineres Vergehen" wird man nicht direkt gesperrt, sondern erhält z.B. eine lange Bewährung von z.B. 5 Jahren. In der Zeit kann man den Athleten ja auch besonders oft testen und wenn er nochmal auffällt bekommt er halt z.b. die eh üblichen 2-4 Jahre + den Rest der Bewährung
(07.08.2026, 18:02)MHolz schrieb: Das heißt der Unterschied zwischen einer potentiellen Sperre von 4 Jahren und keinerlei Konsequenz ist das Öffnen einer Tür?
In dem Fall - außerhalb des Testfensters - ja.
Das ist nicht korrekt. Die Tür nicht öffnen, obwohl Zuhause, ist juristisch verweigern eines Testes. Die Frage ist lediglich, ob man "erwischt" würde, sprich der Kontrolleur bemerkt, dass eigentlich jemand Zuhause war. Da er ggf im Auto noch den Papierkram macht und dann sieht wie jemand kurz darauf die Tür rausgeht, ist das nicht als unrealistisch.
Ich finde es absurd, dass hier Leute eine wirkliche Täuschung vorschlagen, um eine potentielle/vermeintliche "nicht aufkommen zu lassen."
Darüber hinaus wird mit bewussten missed Tests mutmaßlich tatsächlich Betrug begangen (international). Sprich das ist auch kein Pappenstiel.
Ansonsten: Nun wird es wohl ergänzend zu Frontal kommende Woche während der EM sehr wahrscheinlich den unausweichlichen Hajo Seppelt geben. Vielleicht bringt das etwas Licht ins Dunkel. So oder so wird die EM mutmaßlich überschattet. Sehr unschön. Und Mediendirektor des DLV will man da wirklich nicht sein...
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.