https://www.leichtathletik.de/news/news/...henstation Heute fährt Joshua Hartmann einmal in der Woche nach Frankfurt und arbeitet mit der Sprintgruppe von David Corell zusammen, der unter anderem der Deutsche 60-Meter-Rekordler Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) angehört.
1. Nach den zwei sehr schlechten Wechseln bei der WM und der EM stelle ich mir die Frage, warum als Startläufer nicht der DM-Zweite Julian Wagner (DM-Vizemeister in Berlin: 10,12 gegenüber Kranz 10.21) bei den Höchstereignissen eingesetzt worden ist. Er wird doch nicht zu wenig Gefühl haben, den Stab zu übergeben oder ist man als Athlet bei einem BT im Vorteil? Das Argument kam mehrfach in Diskussionen mit Freunden auf.
2. Zudem stelle ich mir die Frage, warum der Wechsel Kranz auf Hartmann nicht im Traum abgerufen werden kann, wenn sie einmal pro Woche bei David Corell trainieren. Einmal versauen ja, aber zweimal bei den wichtigsten Höchstereignissen der Saison: nein!!!
Ich habe immer noch die Worte von Hansjörg Holzamer im Ohr: "Eine Staffel wechsele ich dir in nur wenigen TE ein." Er hat es bei dem DM-Titel in Erfurt mal mit einer aus mehreren Disziplinen zusammengestellten 4x100m-Staffel bewiesen. Unsere Staffelläufer sind "monatelang" und eben auch wöchentlich zusammen und es klappt immer noch nicht. Sollten da nicht mal andere Konstellationen in wichtigen Wettkämpfen ausprobiert werden. Schlechter würde Wagner wohl auch nicht wechseln.
Sind unsere Frauen "abgezockter" und unter Druck eben besser oder einfach sportintelligenter als die momentanen Männer??? Es kann nicht jeder Mensch unter Stress sein Leistungsvermögen im entscheidenden Moment abrufen. Man muss in der Lage sein, seine Gedanken in großen Wettkämpfen vernünftig zu ordnen.
In den Flashnews wurde mehr oder weniger Werbung für Fitline gemacht. Warum das "News-würdig" ist erklärt sich mir nicht.
PM International ist eine Multi-Level-Marketing Firma (eig. eine Art Schneeballsystem), die mit dubiosen heilversprechen wirbt. Hier ein Artikel vom Spiegel dazu. Auch ich wurde schon recht häufig auf diversen Social-Media Kanälen von solchen Menschen fast schon belästigt. Dort arbeiten Menschen im "Vertrieb" die weder etwas mit Gesundheit noch Sport am Hut haben, und dennoch Kunden bzw. potentielle Teammitglieder meinen beraten zu können.
Ich habe mir mal die Werte des hier beworbenen Fitnessdrink angeschaut. Dieser kostet 2,61€ pro Portion (!). Ad-hoch konnte ich leider nur ein Multi-Vitamin-Präperat dass ich auch auf der Kölner Liste befindet finden: liegt bei 1,67€ pro Tagesdosis. Ähnliche Produkte aus der Drogerie sind natürlich um einiges günstiger, nicht weil es hier an qualität mangelt sondern weil die Rohstoffe einfach nicht so teuer sind. Somit finanziert die o.g. Firma ihre Multi-Level-Marketing Sekte über den horrenden Preis ihrer Produkte (meist Glucose und Fructose gemische mit ein paar extras). Mehr als fragwürdig.
Was ich allerdings Ernährungswissenschaftlich am meisten fragwürdig finde: Warum gibt man LeistungssportlerInnen wahllos Vitame die sie ggf. nicht brauchen? Das erzeugt doch nur teuren Urin. In einem Kader fände ich es mehr als angebracht und selbstverständlich regelmäßige Blutuntersuchungen durchzuführen, dann den AuA individuelle Empfehlungen auszusprechen um Mangelerscheinungen entgegen zu wirken. Das gewisse Mittel wie Magnesium etc. um einen Wettkampf rum eventuell sinnvoll sein könnten ist klar, aber da reicht auch ein einfaches Präperat und Dextro.
Alles in allem hat das Sponsoring Geld anscheinend über den Verstand gesiegt. Frei nach dem Motto "Wenns den AthletInnen nicht groß schadet, dann können wir ja alles mit ihnen machen"
In den vergangenen Wochen war hier im Forum und auch abseits davon in privaten Diskussionen häufiger mal im Ansatz Thema, dass das seit einigen Jahren (mehr oder weniger) verbindliche KiLa-Wettkampfsystem einen Anteil an der Misere der deutschen Leichtathletik hätte.
Häufige Argumente sind der fehlende direkte Wettkampf und der dann schwierige Übergang in die klassische Leichtathletik. Auf der anderen Seite stehen auf Anhieb ein deutlich höherer Aufforderungscharakter, kompakte Wettkämpfe mit hohem Bewegungsanteil und eine Vielseitigkeit, die über 50m-Sprint, Ballwurf und Weitsprung weit hinaus geht.
Wie seht ihr das und was für Möglichkeiten gibt es vielleicht schon im bestehenden System (oder auch darüber hinaus), die KiLa so zu gestalten, dass uns danach in der U14 mehr Kinder erhalten bleiben?
Der DLV hat neue Kaderrichrwerte veröffentlicht: https://www.leichtathletik.de/news/news/...-des-tages
Gibt es keinen U23 Kader mehr? Zugang zum OK Kader wurde anscheinend auch massiv verschärft.
Die paar Zeilen in den Flash News sind ziemlich dürftig.