Als Ergänzung zum Thread 'Was macht eigentlich..' hier mal eine unvollständige Auflistung derer, die mir bisher in dieser Saison noch nicht aufgefallen sind:
Sprint: Alex Schaf, Leena Günther
Langsprint: Eric Krüger, Maximilian Kessler
Mittelstrecke: Sebastian Keiner
Hürden: Alexander John, Carolin Nytra
Hindernis: Steffen Uliczka (aber über 5000m gut gestartet)
Hoch: Raul Spank
Stab: Björn Otto, Martina Strutz
Speer: Bernhard Seifert
Von Mittwoch bis Samstag finden die amerikanischen Studentenmeisterschaften statt, aus deutscher Sicht besonders interessant der Zehnkampf mit Titelverteidiger Johannes Hock. Der Zehnkampf wird an den beiden ersten Tagen ausgetragen, kompletter Zeitplan hier. Wer nach weiteren deutschen Startern suchen will, die komplette Teilnehmerliste findet man hier (die Suche ist mühsam, weil nur die Universität angegeben ist, nicht das Land). Im Stabhochsprung der Frauen hab ich mit Annika Roloff, Martina Schultze und Caroline Haase gleich drei Deutsche gefunden und im Siebenkampf startet Xenia Rahn. Live-Resultate solls hier geben, und so stimmt Johannes Hock seine Fans auf den Wettkampf ein:
(08.06.2014, 12:18)Atanvarno schrieb: Was sagt es über die Atmosphäre im DLV aus, wenn sich Athleten aus Angst vor möglichen Konsequenzen durch den Verband nicht trauen, mit ihrem Namen zu berechtigter Kritik zu stehen?
Im alten Forum hatten wir das Thema schon öfters, aber da wir hier ja "neu" sind: Der DLV hat in den letzten Jahren ein perverses Misstrauen gegenüber den eigenen Athleten entwickelt. Anders ist es nicht zu erklären, dass man der Meinung ist, man müßte Profi-Sportler über Nominierungsrichtlinien zum Sport zwingen. Wer in Zürich starten will, MUSS in Braunschweig (sofern nominiert) und bei den DM in Ulm antreten. Wieviele deutsche Leichtathleten würden auf die Team-EM verzichten, wenn sie die Wahl hätten? Warum muß man Athleten, die das ganze Jahr hart trainieren, zur Teilnahme an Wettbewerben zwingen?
Antwort: Muß man nicht, aber der DLV hält seine Sportler scheinbar für geldgeile, stinkfaule und strohdumme Subjekte, denen man alles vorschreiben muß und auf gar keinen Fall vertrauen darf.
Und wenn einem vom eigenen Verband soviel Misstrauen entgegengebracht wird, ist es kein Wunder, wenn sie sich anonym melden.
edit mod: aus "Deutsche Top-Läufer meutern gegen Bundestrainer Wolfgang Heinig" ausgelagert, da die sich entwickelnde Diskussion zu Pflichtstarts vom eigentlichen Thema wegführt
Wem die ganzen Meetings am WE noch nicht reichen, in Polen gibts auch noch eins, laut Startlisten sind auch ein paar Deutsche dabei, interessant wird Malte Mohr, wäre praktisch, wenn er oder Holzdeppe vor der Team-EM noch was zeigen. Laut Streaming-Webpages soll es auch einen Live-Stream geben, Links werden kurz vor dem Meeting veröffentlicht.
'Wolfgang Maennig, Professor am Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg und 1988 Olympiasieger im Rudern,fordert Olympia neu zu denken, indem man sich an die Geschichte der Bewegung erinnert.
Für Olympia seien einst keine Städte neu oder umgebaut worden,
die Spiele wären in vorhandene bauliche Strukturen eingebettet worden.
''Warum nutzt man heute nicht leer stehende Fabrikgebäude oder -Hallen, warum können in Hamburg die Schwimmwettbewerbe nicht in ausrangierten Lastkähnen stattfinden? Es ist Zeit für weniger und Zeit für anderes.''
Man brauche keine Schwimmhalle für 18.000 Besucher, die, da für alle späteren Wettbewerbe überdimensioniert, hinterher keiner nutzt.
Gigantismus sei von gestern, Nachhaltigkeit das Gebot der Stunde.
Auch das IOC ... sei inzwischen auf dieser Fährte, weil olympische Spiele ansonsten pluralistischen Gesellschaften nicht mehr zu vermitteln sind.
Maennig sagt, er sei zwar ein Freund der repräsentativen Demokratie, an der unmittelbaren Beteiligung der Bevölkerung bei der Gestaltung von Grossprojekten komme in Deutschland im Moment jedoch niemand vorbei.
Er schlägt deshalb für die Hamburger Bewerbung vor, die Meinung der Menschen über das Internet einzuholen.
''Da werden skurrile Ideen kommen, Vorstellungen, die nicht umsetzbar sind, aber es werden Vorschläge dabei sein, die denjenigen nicht einfallen dürften, die sich seit Jahren mit diesen Themen vielleicht zu professionell beschäftigen.''
Diesen Fundus zu heben, erhöhe nicht nur die Akzeptanz für die Ausrichtung Olympischer Spiele, ''davon kann auch eine enorme Bereicherung für die Stadtentwicklung ausgehen.''
Maennig ist unsicher, ob Olympia schon reif ist für Veränderungen,
''aber man würde mit einer kreativen, von der Bevölkerung getragenen Bewerbung weltweit beachtete Akzente setzen, Denkprozesse anstossen, die irgendwann zum Zuschlag führen könnten.''
Auf keinen Fall jedoch sollte man sich der Illusion hingeben,
langfristig wesentliche ökonomische Effekte mit Olympischen Spielen
oder anderen Grossveranstaltungen erzielen zu wollen.
''Dafür gibt es bisher keinen wissenschaftlichen Beleg.''
Die Spiele seien gut für die Stimmung in der Stadt, das Selbstwertgefühl der Bürger, für den Breiten- und Spitzensport, die globale Bekanntheit.
''Hierfür wird ein Preis bezahlt, und der war in den olympischen Überbietungswettbewerben der vergangenen zwei Jahrzehnte doch sehr hoch.''
(HA 6.6.2014)
edit mod: Auf Wunsch von MZPTLK wurde der Thread "Neues Olympia-Konzept" mit diesem Thread zusammengefügt