(10.09.2014, 07:40)Gertrud schrieb schrieb: .....Es wurden übrigens auch einige Ergebnisse von kompetenten Leuten bei der DM in Ulm hinsichtlich der Windunterstützungswerte angezweifelt. Ich war nicht vor Ort und kann dazu nichts sagen.....
Aber ich war damals vor Ort und kann dazu etwas sagen: Ich befand mich auf der Gegengeraden bei der Unterführung für die Teilnehmer, inmitten vieler Athleten und Trainer. Das Ergebnis des 100 m Finales sorgte für allgemeine Verblüffung, denn es herrschte die Meinung, daß während des Laufes starker Rückenwind geherrscht habe. Mit Sicherheit aber kein starker Gegenwind. Dann hörte ich auch noch zufällig wie ein Kampfrichter einem Herrn neben mir berichtete, man habe bei der Ergebnisübertragung das Windvorzeichen vertauscht. Und als man es bemerkte sei es "für eine Korrektur bereits zu spät" gewesen. Und mit etwas zu starkem Rückenwind waren plötzlich alle Ergebnisse, wenn man sie mit den vorangegangenen Läufen verglich, nicht mehr (ver)wunderbar, sondern plausibel. Wir haben auf der Heimfahrt darüber diiskutiert, ob das absurde Ergebnis über Nacht korrigiert würde, es wurde nicht, die tollen PB`s stehen noch.
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Die IAAF hat ihre Nominierungen für den Welt-Leichtathleten/die Weltleichtathletin des Jahres 2014 bekannt gegeben:
Men
Nigel Amos (BOT)
Mutaz Essa Barshim (QAT)
Jairus Kipchoge Birech (KEN)
Bogdan Bondarenko (UKR)
Yohann Diniz (FRA)
Justin Gatlin (USA)
Robert Harting (GER)
Dennis Kipruto Kimetto (KEN)
Renaud Lavillenie (FRA)
LaShawn Merritt (USA) Women
Valerie Adams (NZL)
Genzebe Dibaba (ETH)
Dawn Harper Nelson (USA)
Caterine Ibarguen (COL)
Francena McCorory (USA)
Sandra Perkovic (CRO)
Dafne Schippers (NED)
Kaliese Spencer (JAM)
Barbora Spotakova (CZE)
Anita Wlodarczyk (POL) Quelle
Die Vorauswahl ist aus meiner Sicht ok, ich vermisse jedenfalls keinen herausragenden Leistungssträger.
Die Endauswahl wird interessant. Im allgemeinen hat die wählende "World Athletics Family" eine ganz starke Schlagseite in Richtung Sprint/Lauf (aus wirtschaftlichen Interessen, wie von vielen unterstellt wird) und vernachlässigt die Techniker/Werfer massiv. In diesem Jahr wird man aber kaum umhinkönnen zumindest bei den Männern einen Techniker zu wählen (Lavillenie, Bondarenko oder Barshim). Oder wird es sensationell ein Geher?
Auch bei den Frauen drängen sich Werferinnen auf. Valerie Adams aufgrund ihrer jahrelangen Dominanz, Anita Wlodarczyk als Weltrekordlerin. Wenn Dibaba draußen so gelaufen wäre wie in der Halle, hätte sie wohl die besten Chancen, so ist sie aber eher Außenseiterin.
Die Leichtathletik-Datenbank wurde heute geschlossen.
(Www.leichtathletik-datenbank.de)
Für mich war das eine richtige Fundgrube.
An dieser Stelle von mir noch ein herzliches Dankeschön an den Betreiber.
Das war richtig gut!
Tischtennispieler Timo Boll schlägt vor, Athleten für Dopingtests über ihre Smartphones per GPS zu orten, um ihnen die lästige Pflege des ADAMS-Systems zu ersparen: http://www.spiegel.de/sport/sonst/tischt...93481.html
Eine gute Idee im Anti-Doping-Kampf oder eine unzulässige Verletzung der Privatsphäre der Athleten?
Weltklasse-Diskuswerfer Ehsan Hadadi aus Iran, Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in London 2012 (68,18m)- hinter Robert Harting (68,27m) -, der iranische Kugelstoßer und Rekordhalter, Amin Nikfar (PB 19,94m), und die amerikanische Diskuswerferin Summer Pierson (36 J. !) bereiten sich auf wichtige Wettkämpfe (Ausland) in der Kurpfalz (Mannheim, Ludwigshafen) vor.
In Mutterstadt (20.09.2014) erzielten sie hervorragende Leistungen, nahe ihrer Saisonbestweiten.
E. Hadadi im Diskuswurf 64,10 Meter; A. Nikfar im Kugelstossen 19,28 Meter;
S. Pierson im Diskuswurf 57,22 Meter.
Im Videofilm wurden auch an Robert Harting Genesungswünsche gerichtet.
Aus meiner Sicht sollten alle Kader nur nach Leistungs- und Leistungsvermögen eingeteilt werden, damit wirklich die besten Leistungsträger auch in den Genuss von Unterstützungen kommen. Wenn z. B. wie bei mir Schützlinge sehr gut betreut werden, sollten Lehrgangs- und TL-Teilnahmen nicht verpflichtend für eine Kaderzugehörigkeit angelegt werden. Die Athleten sollten aber in den Genuss von Zuwendungen zu eigenen TL, Physiotherapie, Biomechanik, OSP-Hallennutzung mit Heimtrainer und sportärztlichen Untersuchungen … automatisch kommen. Die Kaderzugehörigkeit kann kein Indiz für die Bestückung von Landes- und Bundestrainern sein. Es geht nur um Leistungsoptimierung!!!
Gründe, warum ich dafür plädiere:
1.Keine Doppelversorgung von Athleten, dadurch optimale Ausnutzung der Ressourcen
2.Strenges Zeitmanagement unter Berücksichtigung von Leistung und schulischen/ beruflichen Inanspruchnahmen möglichst vor Ort, keine langen Anfahrwege
3.Es kommen keine Irritationen von unterschiedlichen Trainingsauffassungen z. B. hinsichtlich Technik, Krafttraining, unterschiedliche Bestückung des Energiesystems periodenabhängig … auf.
4.Exakte Trainingspläne sind etwas Intimes, die nur das Heimteam angeht. Veröffentlichungen bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Heimteams inklusive Athleten!
5.Es spricht nichts gegen freiwillige Teilnahmen und Kooperationen.
Das ist irgendwie an mir vorbeigegangen, das sich Arne Gabius auf den Frankfurt Marathon vorbereitet.
Finde ich gut. Mutig, da er auch richtig wegbrechen kann, aber es kann auch eine 2:10 bis 2:11 rauskommen. Ich vermute, das er auch auf so eine Zeit hinsteuert und nicht auf eine 2:15.
Ein Christoph Herle oder Stéphane Franke hatten auch "auf Anhieb" so irgendwas mit 2:11 (?) abgeliefert. Die Form vom Halbmarathon im Frühjahr plus ein paar Kilometer mehr, die hoffentlich auch anschlagen....." entspannt" eine 1:05 die erste Hälfte anlaufen..... bin gespannt
Mir ist aufgefallen, dass sie dieses jahr nur 2:02 gelaufen ist. das ist ja schon ein erheblicher Einbruch, wodurch kommt das zustande?
Ich habe gelesen, dass sie jetzt Hormone nehmen muss um die männlichen Hormone auf für Frauen normale werte zu drücken. Ist das die Ursache für den leistungseinbruch? sie ist ja erst 23, am alter solllte es also eigentlich nicht liegen.
wenn es wirklich an der antihormonbehandlung liegt hätte sie ja damals schon erhebliche Vorteile gehabt.
(16.09.2014, 19:41)MZPTLK schrieb: Fehl-, bzw. Übertraining, vor allem auch mental.
Eine Bombenleistung im Vorfeld und ein nachfolgender Abschwung können auch stark mit überzogenem Training zusammenhängen. Das können nur die Beteiligten in Anbetracht des Wissens detaillierter Trainingsinhalte feststellen. Es ist durchaus möglich, auch mal andere Spezialisten einen Einblick zu gewähren, um zu klärenden Schlüssen zu kommen. Diese Trainer sollten dann möglichst aus einem anderen Lager kommen, wo man andere Trainingsinhalte favorisiert.
'Es ist auch für Weltrekorde nicht erforderlich, sich täglich viele Stunden auf der Aschenbahn aufzuhalten und damit nicht nur die Muskeln, sondern auch den Geist zu veröden.
Da der Mensch ein Leib-Seele-Wesen ist, gehört die volle Spannkraft seines ganzen Daseins, also die geistige zur körperlichen wie umgekehrt, in jeder Stunde zur Aufgabe des Tages.
Diese Erkenntnis zur Masslehre weckt das Feingefühl für das Trainingsprogramm, gleichgültig, wie stark die Entwicklung des Einzelnen sein mag. Auch die höchsten Meister bedürfen jener Selbstsicherheit, die sie vor einem zu harten Training bewahrt. Es ist in jedem Falle empfehlenswert, ein wenig unterhalb des Trainingsgipfels zu bleiben, als über die Wächte hinauszufahren.
Um ihren Ruf besorgte Trainer werden immer geneigt sein, vom Athleten etwas zu viel als zu wenig zu verlangen. Es gilt daher, die letzte Entscheidung in das Gewissen des Übenden selbst zu legen.'
(Carl Diem: Wesen und Lehre des Sports, Berlin 1960, S. 147)
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