Ich bekomme immer ein Magazin eines deutschen Großunternehmens zugeschickt, in dem ich jetzt einen sehr interessanten Artikel fand:
„Susan Cain wacht auf und trifft einen Entschluss. Sie hat ihr Leben als Wallstreet-Anwältin hinter sich gelassen, hat gelesen, nachgedacht, geschrieben. Bald wird ihr Buch erscheinen: “Quiet: The Power of Introverterts in a World that Can´t Stop Talking“: Okay sagt sich Cain an diesem Morgen, aus mir wird etwas Neues, aus mir wird die öffentliche Introvertierte. Ein Jahr später: Cain wagt sich auf die große Bühne. Sie hält einen TED-Talk, der öfter als zehn Millionen Mal angesehen wird. „Eine Metamorphose“, sagt Cain. Bill Gates, wird ihr Fan, Cains Buch zum Bestseller. Mindestens jeder dritte Mensch ist introvertiert. Es sind Menschen, die in Großraumbüros arbeiten müssen – obwohl sie allein produktiver wären. Schüler, die in Gruppenarbeit lernen sollen – obwohl sie in Stille viel besser lernen können. Ihnen will Cain helfen.“
Warum schrieb ich das? Beim DLV stoße ich sicherlich auf Granit, weil ich gegen diese generalisierten TL, diese aufgesetzten Teamgedanken, bin. Ich möchte für mich in Ruhe und ohne irgendeinen Anhang, der mir nichts bringt, arbeiten können. Ich kann in Stille ohne dieses Massenveranstaltungsphänomen wesentlich effektiver arbeiten. Ich brauche die Ruhe des Geistes: höchst individuelles Arbeiten in einer Individualsportart unter Einschluss eines sehr ausgeprägten Konkurrenzverhaltens. Dazu stehe ich, und das vertrete ich!
Manche mögen das als "Autismus im Leistungssport" sehen; aber es kommt auf eine maximale Leistungsausprägung, eine ganz starke Fokussierung, für jeden Sportler in einer Individualsportart an, die einfach andere Kriterien als Mannschaftssportarten beinhaltet.
Endlich wird auch hier international gedacht. Statt DEUTSCHLAND - BP Gauck : "Wir sind Deutschland" - heißt es in Zukunft GERMANY. Und der BP müsste sich korrigieren : "Wir sind Germany".
In der Trikotfrage sind sich ja viele Senioren-Germanys noch nicht ganz einig. Das ändert sich dann, wenn sich offensichtlich im Juli der DLV in GAA umbenennt.
Mich irriert nur : Bin ich dann noch ein Deutscher oder schon ein Germanyst ?
Gerade habe ich im Videotext gelesen, dass am Dopinglabor der DSHS Köln unter der Leitung von Prof. Thevis ein neues, schnelles und wenig kostenintensives Nachweisverfahren (Pikser in einen Finger) entwickelt worden ist. Ein einziger Blutstropfen reicht demnach als Nachweis aus.
Martin Keller ist in Florida eingetroffen , Lucas Jakubczyk dürfte bald folgen, falls er nicht gleich mitangereist ist, auf seiner FB-Page hat er Starttermíne in Florida für den 18.04 und 24.04 angekündigt. Die Damen aus Mannheim dürften laut dem Artikel auf la.de nicht in Florida trainieren, weiß jemand, wer sonst noch alles in Clermont sein wird? Bin schon gespannt, welche Wunderzeiten sie diesmal laufen werden.
Noch 60 Tage bis zum Meeting in Götzis. Zeit für eine Momentaufnahme im Siebenkampf.
Normalerweise gehöre ich zu den Optimisten, jedoch denke ich, dass wir uns in den nächsten beiden Jahre keine Hoffnungen auf Edelmetall machen sollten. Dies liegt nicht daran, dass der deutsche Siebenkampf am Boden liegt. Das Niveau ist sehr ordentlich und es gibt keinen Anlass zum Meckern. Jedoch ist die internationale Konkurrenz im Moment extrem stark, so dass wir uns auch über Top 8 Platzierungen freuen sollten.
Gespannt bin ich auf die Comebacks der Damen Jenifer Öser, Kira Biesenbach, und Christina Kiffe. Für Öser spricht die Erfahrung. Ihr traue ich ein ähnliches Comeback wie letztes Jahr Lili Schwarzkopf zu. 6400 Punkte wären ein toller Erfolg für sie. Eine weitere Rückkehrerin ist Kira Biesenbach. Sie ist sehr talentiert im Sprintbereich und hatte bislang ihre Schwächen im Wurfbereich. Vielleicht konnte sie die Zwangspause nutzen und hier ein wenig zulegen. Von ihr sollten wir dieses Jahr noch keine Wunderdinge erwarten. Solide 6150 Punkte wären nach der Verletzungspause ein tolles Ergebnis. Christina Kiffe hat letztes Jahr schon tolle Ergebnisse in den Wurfdisziplinen erzielt. Ihr traue ich dieses Jahr zu die 6000 Punktebarriere zu überwinden.
Wenn ich gerade bei einer Hessin war, mache ich gleich mit einer weiter. Für Claudia Rath wird es entscheidend sein, ihr Topniveau im Weitsprung anzubieten. Gelingt ihr dies, so wird sie ein Wörtchen bei der Vergabe der Peking-Tickets mitreden. Dafür sollte sie zwischen 6350 und 6400 Punkten anbieten. Für die nächste Hessin wünsche ich mir, dass sie ihren schweren Schicksalsschlag in positive Energie umwandeln kann. Letztes Jahr hat ihr ein überraschend schwacher Speerwurf die erhoffte Medaille bei der EM gekostet. Auch sie sehe bei etwa 6400 Punkten.
Lili Schwarzkopf hat einen tollen Wettkampf letztes Jahr in Ratingen gezeigt. Sie hat sicherlich noch im Sprintbereich Reserven und hat daran bestimmt hart im Winter gearbeitet. Ich denke sie ist dieses Jahr die stärkste deutsche Siebenkämpferin und landet bei etwa 6500 Punkten.
Julia Mächtig hat mich schon oft in Ratingen überrascht. Letztes Jahr konnte sie aufgrund von Achillessehnenproblemen nicht ihr wahres Leistungsniveau zeigen. Dieses Jahr wird bestimmt besser, allerdings ist sie für mich aktuell nur die Nummer 5 der deutschen Siebenkämpferinnen und ich traue ihr 6300 Punkte zu.
Nach den tollen Hallenauftritt von Xenia Rahn in der Halle sollten bei ihr auch die 6000 Punkte fällig sein.
Kann man Speerwerfen lernen? Diese Frage muss sich Cindy Roleder stellen. Mit etwas mehr als 30m wird man nur schwer in die Top 3 der deutschen Siebenkämpferinnen kommen. Auf jeden Fall tut ihr das Siebenkampftraining gut und sie wird über die Hürden immer schneller.
Für die sehr talentierte Celina Leffler wäre es ein Erfolg die 6000 Punkte am Ende des Jahres als neue Bestleistung stehen zu haben.
Maren Schwerdtner hat leider aufgehört. Ihr hat der Sport zu wenig zurückgegeben.
Zusammenfassend werden sich Schwarzkopf, Öser, Rath und Schäfer um die drei Pekingtickets streiten.
International gespannt bin ich auf das Comeback von Jessica Ennis. Sie wird sich aber damit abfinden müssen, dass sie nur noch die Nummer 2 in Großbritannien ist.
(22.03.2015, 13:56)DerC schrieb: Für die 10000m bin ich mal gespannt. Es ist womöglich auch nicht so einfach, gute Hasen zu finden, die 5000 oder länger pace machen. Und dass Farah für eine 26:30 die letzten 5000 alleine läuft sehe ich noch nicht.
Mal sehen. Ich hoffe ja auch seit Jahren noch auf die große Meisterschaftsniederlage von Farah. Vielleicht schafft es ja mal einer der Äthiopier mit nem vernünftigem Saisonaufbau ohne taktische Fehler im Rennen.
Johannes Hock scheint seine Wurfarmverletzung auskuriert zu haben. Bei den Texas Relays steht er mit dem Diskus mit 49,45m und mit dem Speer mit 60,04m in den Ergebnislisten. Bei der gleichen Veranstaltung warf Hendrik Nungess ( TV Neu-Isenburg ) den Speer auf 73,24m. Nungess gehört dem Jahrgang 1994 an und ist somit ein Kandidat für die U23 EM in Tallinn.
Es wäre zu empfehlen, eine Nationalmannschaft grundsätzlich nicht mehr mit einem Flugzeug zu befördern, sondern die Anreise zu splitten, was teilweise auch bei OS geschieht. Man sollte grauenvollen Flugzeugkatastrophen vorbeugen. Die Tochter einer Schulkollegin war unter den Toten. In meinem ehemaligen Kollegium herrscht eine sehr gedrückte Stimmung.
Man beugt mit getrennten Anreisen von Mannschaftsteilen den kompletten Mannschaftsausfällen vor. Ich meine mich zu erinnern, dass es mal komplett die amerikanische Wintermannschaft betroffen hat. Es ist zu hoffen, dass es niemals die Leichtathletik trifft.
Vielleicht überlegt man neben der generellen Zweifachbesetzung im Cockpit bei neuen Flugzeugen, das Cockpit um einen Toilettenzugang von innen und ein generelles Verpflegungsdepot im Cockpit zu erweitern.
Auf so einen Schwachsinn kommen nur Sportfunktionäre: 2018 werden die Europameisterschaften in mehreren Sporarten, darunter die Leichtathletik-EM in Berlin, unter dem gemeinsamen Namen "European Sports Championships" vermarktet. Für die "Spiele" 2018 haben sich Berlin und Glasgow zusammengetan, nur die Leichtathletik-Bewerbe finden in Berlin statt. Nachdem die European Games schon vor dem Start floppten, jetzt also der nächste Versuch, in Europa eigene "olympische" Spiele zu etablieren.