Gestern, 18:29
Zeit für ein sportliches Fazit der EM. Alles in allem fand ich die äußerst unterhaltsam und nach meinem ungeprüften Eindruck in vielen Disziplinen auch hochklassig. Die europäische Leichtathletik hat sich hervorragend präsentiert, wie auch die stundenlangen Übertragungen mit guten Quoten bestätigen.
Aus deutscher Sicht hat man die extrem schwache EM in Rom 2024 vergessen gemacht und sich sowohl in der Medaillenwertung als auch in der Platzierungstabelle wieder auf angemessenen Positionen eingefunden. Viele Favoriten haben die erwarteten Medaillen geholt (was alles andere als selbstverständlich ist), es gab aber auch einige absolute Überraschungen, mit denen kaum jemand gerechnet haben dürfte (Thumm, Ulbricht, meines Erachtens auch Gürth, trotz der vielen Nennungen im Tippspiel für mich persönlich auch Bremm). Dazu sind auch viele Jüngere angetreten, denen die gesammelten Erfahrungen in den nächsten Jahren helfen werden.
Positiv kann man auch sehen, dass noch einiges Potential ersichtlich war, dass nicht ganz abgerufen wurde oder werden konnte:
- Leistungsmäßig wären bspw. Mihambo, Fischer-Breiholz, Farken, Sprengel oder die Staffeln zu nennen.
- Die Liste mit ganz knapp an der Qualifikation für die nächste Runde Gescheiterten war endlos. Wenn davon nur ein paar weitergekommen wären, wären viele persönliche EM-Bilanzen noch erheblich besser ausgefallen. Smilla Kolbe hätte ich im Finale bspw. durchaus zugetraut, sich dort bei den hinter den drei Superstars Platz 4 zu holen, die Zeiten hätten die Möglichkeit geboten.
- Die Liste der Verletzten (Abdilaahi!, Batz, Potye, Blech, Minoué, Otchere) oder Angeschlagenen (Joyeux, Lückenkemper, Junk in der Staffel, Onnen) war recht lang, die hätten die Bilanz noch mal erheblich aufbessern können.
Ich bin zufrieden und freue mich auf die nächsten Jahre, womit ich mir mit Dr. Jörg Bügner einig bin, der mir mit seiner Bilanz zuvorgekommen ist. Dass der Abstand zur Weltspitze trotzdem größtenteils weiterhin riesig ist, bleibt allerdings das Kernproblem, betrifft aus europäischer Sicht in der Breite aber nicht nur Deutschland. Und da muss man wohl realistisch sein, dass man bei WM oder Olympia wohl nie mehr als eine Handvoll Medaillen holen wird.
Aus deutscher Sicht hat man die extrem schwache EM in Rom 2024 vergessen gemacht und sich sowohl in der Medaillenwertung als auch in der Platzierungstabelle wieder auf angemessenen Positionen eingefunden. Viele Favoriten haben die erwarteten Medaillen geholt (was alles andere als selbstverständlich ist), es gab aber auch einige absolute Überraschungen, mit denen kaum jemand gerechnet haben dürfte (Thumm, Ulbricht, meines Erachtens auch Gürth, trotz der vielen Nennungen im Tippspiel für mich persönlich auch Bremm). Dazu sind auch viele Jüngere angetreten, denen die gesammelten Erfahrungen in den nächsten Jahren helfen werden.
Positiv kann man auch sehen, dass noch einiges Potential ersichtlich war, dass nicht ganz abgerufen wurde oder werden konnte:
- Leistungsmäßig wären bspw. Mihambo, Fischer-Breiholz, Farken, Sprengel oder die Staffeln zu nennen.
- Die Liste mit ganz knapp an der Qualifikation für die nächste Runde Gescheiterten war endlos. Wenn davon nur ein paar weitergekommen wären, wären viele persönliche EM-Bilanzen noch erheblich besser ausgefallen. Smilla Kolbe hätte ich im Finale bspw. durchaus zugetraut, sich dort bei den hinter den drei Superstars Platz 4 zu holen, die Zeiten hätten die Möglichkeit geboten.
- Die Liste der Verletzten (Abdilaahi!, Batz, Potye, Blech, Minoué, Otchere) oder Angeschlagenen (Joyeux, Lückenkemper, Junk in der Staffel, Onnen) war recht lang, die hätten die Bilanz noch mal erheblich aufbessern können.
Ich bin zufrieden und freue mich auf die nächsten Jahre, womit ich mir mit Dr. Jörg Bügner einig bin, der mir mit seiner Bilanz zuvorgekommen ist. Dass der Abstand zur Weltspitze trotzdem größtenteils weiterhin riesig ist, bleibt allerdings das Kernproblem, betrifft aus europäischer Sicht in der Breite aber nicht nur Deutschland. Und da muss man wohl realistisch sein, dass man bei WM oder Olympia wohl nie mehr als eine Handvoll Medaillen holen wird.


Ich verhalte mich da aber aus bestimmten Gesundheitsgründen sehr passiv. Im Siebenkampfbereich gibt es auch die vorsätzliche Form der Kanalisierung nach Leverkusen. S. Weißenberg hat sich in meinen Vorstellungen durch Standort- und Trainerwechsel verbessert. Ich habe vorher immer Anwendungen zurecht anscheinend moniert. Es gibt allerdings noch viel Verbesserungspotential und auch etwas andere Hebel in einem meiner favorisierten Zubringer; aber die Verbesserungen im Hürdenlauf im Zusammenhang mit der Differenz zum Sprint und im Weitsprung sind augenscheinlich.