23.07.2026, 12:55
(23.07.2026, 11:59)menarfin schrieb: Mal ne Frage: Wie sieht das eigentlich bei den Schwimmern oder den Turnern aus, haben die denn noch so viele Möglichkeiten ihre Wettkämpfe auszutragen? Schwimmer vielleicht noch eher, obwohl ja auch immer mehr Schwimmbäder schliessen und hier braucht es ja auch wettkampftaugliche Schwimmbäder mit Trbünen usw. Bei Turnern wüsste ich jetzt ehrlich gesagt nicht wo hier in der weiteren Umgebung überhaupt sowas ist, abgesehen vom OSP, ich kenne mich mangels Interesse aber auch wirklich Null mit Turnen aus.
Ich denke die LA hat da vor allem den Punkt dass sie bei ihren Wettkampfstätten in direkter Konkurrenz zu König Fussball steht. Das macht es einerseits schwieriger gegen einen Rückbau vorzugehen, andererseits bietet sich dadurch aber auch zumindest in der heissen Phase der Entscheidung die Chance wie Reichtathletik fordert massiv an die Öffentlichkeit zu gehen und dann auch wahrgenommen zu werden.
Schwimmen ist tatsächlich auch nicht so easy. Aber es schein ja zumindest jetzt in Hannover zu gehen...
In Hamburg wäre Schwimmen auf DM-Niveau meines wissens nach auch nicht möglich.
Wird spaßig wenn die Finals machen wollen. Oder eher gesagt peinlich....
Turnen hat den "Vorteil", dass man meist als Wettkampfstätten für größere Wettkämpfe ohnehin temporäre Anlagen in Messehallen nutzt, die deutlich leichter Auf- und Abbaubar sind als eine Schwimmhalle oder ein leichtathletikstadion.
(23.07.2026, 11:57)OldSchoolRunner schrieb: Ich bin ja prinzipiell bei Euch, aber ich frage mich am Beispiel Nürnberg, ob dort denn seit der letzten DM vor 8 Jahren überhaupt größere Wettkämpfe stattgefunden haben. Die Foristen aus Bayern könnten dazu vielleicht eher etwas sagen. Und wie war die Atmosphäre dann in einem solch riesigen Stadion?
Oder anders ausgedrückt: Wenn wir ehrlich sind, sind dann Stadien mit 50.000 Plätzen überhaupt der richtige Platz für alles unterhalb EM/WM/Olympia?
Oder sagt Ihr: wir müssen daran arbeiten und daran glauben, dass sich solch große Stadien auch abseits von EM/WM/Olympia "lohnen"?
Das ist angesichts des Status Quo sicher richtig. Die Frage ist für mich: Warum geben wir uns damit zufrieden. Noch in den 90er-Jahren haben wir für Deutsche Meisterschaften solche Anlagen genutzt und soweit ich weiß auch gut gefüllt bekommen. Vielleicht wäre es passend dann mal den Ansatz zu fahren: Größeres Stadion, mehr Teilnehmer, günstigere Tickets. Meisterschaften nicht als Chash-Cow sondern als Invest in den Stellenwert unserer Sportart insgesamt, refinanziert durch Mitgliederwachstum, Bedeutungsgewinn und Sichtbarkeit.
Mir fehlt auch die Strategie entsprechende Sportstätten bewusst zu bespielen, um eben nicht das Argument zu haben "wird eh nie genutzt". Bedeutet: Regelmäßig internationale Events nach Deutschland holen (Team-EM, Nachwuchs-EM/WM, Para-WM, etc.), sich aktiv um A-Meetings oder gar Diamond League bemühen, etc.
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.



