08.03.2026, 17:15
(08.03.2026, 13:52)trackwatchnds schrieb: Ohne diese alles entscheidende Diskussion nach der Trainerqualität im Keim ersticken zu wollen, muss man leider zu Punkt 3 konstatieren, dass damit eine Regelung in der Haushaltsordnung des Bundes verletzt werden würde. Das Unwort Besserstellungsverbot handicapt jegliche Vorhaben in dieser Angelegenheit und eine höhere Vergütung hält keiner Prüfung durch den Bundesrechnungshof stand.
Folglich gäbe es nur die Alternative der außertariflichen Anstellung, aber diese ist der Vorstandsebene vorenthalten.
Konkret verdienen die meisten BT zwar ordentliches Geld, aber unterhalb des Niveau eines Grundschul- oder Gymnasialschullehrers und vor allem eben nicht leistungs- und anreizbezogen. Gepaart mit den juristisch fragwürdigen Kettenverträgen (jeweils olympischer Zyklus) sind das nun wirklich keine Argumente, Spitzentrainer aus dem In- oder Ausland zu beschäftigen. Für diesen Humbug kann auch der DLV nichts.
Besserdotiert sind hingegen Landestrainerstellen (um oder vor 2005 abgeschlossen) in Altverträgen, ca. 90k brutto jährlich mit Entfristung, ähnlich die tendenziell deutlich attraktiveren BSP-Leiterstellen, da kein Lehrgangs- und Reisebetrieb sowie keine tägliche Arbeit mit Trainingsgruppen. Wobei die natürlich auch nicht alle BT haben.
Nach oben segnet man sich im Sport wie in der Politik immer besser ab. Es ist folglich kein Wunder, dass sich Idriss Gonschinska z.B. auf eine solche Stelle damals beworben hat und jetzt auch wieder wahrscheinlich gehaltsmäßig gut im AT-Bereich gelandet ist. Ich formuliere das wirklich ganz ohne Häme.
Vielleicht muss man dann einfach andere Konstrukte über die Industrie (falls sie noch anspringt) einleiten. Man müsste dann mehr gute Lehrer-Trainer einbinden. Natürlich dürfen sie dann nicht von den üblichen Beförderungen ausgeschlossen werden. Es ist dann natürlich auch kein Wunder, dass deutsche Klassetrainer:innen sich im Ausland ansiedeln.
Gertrud

