Dieses Jahr gibt es das ganze große Aufgebot in Zürich mit drei Handlungsorten. Stabhochsprung im Bahnhof und Duplantis vs. Warholm im Stadion jeweils am Mittwoch und am Donnerstag dann das eigentliche Meeting.
Deutsche Teilnehmer:
Christina Honsel (Hochsprung) Alica Schmidt (Vorprogramm 400m)
Robert Farken (1500 m)
Julian Weber: (Speerwurf)
Bo Kanda Lita Baehre (Stabhochsprung)
(01.09.2024, 15:54)Jonny schrieb: Dann scheint es für München wohl möglich zu sein ohne Stadionüberdachung eine WM auszutragen, sonst hätte WA sicher nicht zugestimmt.
München hat die Class 1 Zertifizierung. Eine Stadionüberdachung spielt nur bei den Fußballer eine Rolle. Ein Teil des Stadions hat ja ein Dach.
Das Coloseum in LA hat noch weniger Dach, als das Olympiastadion in München. Dort sollen die nächsten Olympischen Spiele stattfinden.
Das ist übrigens die alte Liste. Berlin hat die Zertifizierung in der aktuellen Fassung nicht mehr.
Wenn man die Anzahl der zertifizierten Stadien in Deutschland mit Frankreich, UK, etc. vergleicht, auch für Indoor und Class 2, werden einem die Unterschiede nochmal sehr deutlich.
Wir sollten alle daran interessiert sein, die LA voranzubringen. Dazu gehört seitens des Verbandes auch, die richtigen und wissenden Trainer:innen zu installieren. Ich spreche mich ganz klar für BT-Kontrollmechanismen, eine vertikale Trainerstruktur, multiple Wege der Talentsuche und gegen die Zentralisierung als einzigen Weg der Leistungsausprägung aus. Ich habe an Bundestrainer:innen einen gewissen Anspruch.
Der Medaillenspiegel in Lima ist nicht überragend. Sollte der Unterbau auch noch wegbrechen, haben wir bald ein gravierendes Problem.
Deutschland ist mittlerweile auf vielen Gebieten ein Meister im Reagieren, wobei das frühzeitige Agieren entfällt.
Ich gebe hier mal zwei Beispiele aus dem Leverkusener Standort im Mehrkampf und Speerwurf. Man hat(te) die Absicht, den Mehrkampf in Leverkusen führend zu machen. Man hat entsprechend die "Zuwanderung" mit Weißenberg, Dehning, Siemer und Ehlers forciert. Ich würde eine Analyse hinsichtlich der Qualität der Lancierung, der Leistungsverbesserung, Optimierung der Zubringer und bezüglich der Verletzungsträchtigkeit vornehmen.
Siemer hat sich nicht verbessert, Dehning sehe ich talentmäßig eher im Wurfbereich, bei Ehlers muss man abwarten, ob sie belastungsstark ist und die Ausrichtung vielleicht später zum Hochsprung tendiert. Ich habe bei ihr so meine Sicht der Dinge. Ich habe sie in der Praxis mal an einem Wochenende in Malente kennengelernt. Bei Weißenberg haben sich einige gravierende Verletzungen eingestellt. Bei ihr würde ich einen Tag gemeinsam mit einer Topperson aus dem medizinischen Bereich benötigen, um die Zeichen auf Verbesserung im strukturellen und technischen Bereich zu setzen. Fazit: Wird es aus diesem Pool Athletinnen für die absolute Spitze geben und wenn nicht, warum nicht??? Irgendwann kommt die Stunde der Wahrheit. Es wäre schon gut, wenn man in der Diagnose und Prognose sehr zielsicher agieren könnte.
Beim Speerwurf hat man den BT für den Nachwuchs installiert. Hier gibt es einen kontinuierlichen "Zufluss" aus der Peripherie. Meine Frage geht in Richtung der Schepp-Geschwister Josefa und David, die mal als sehr gute Talente galten. Ich habe aus dem Jahr 2022 eine BL von 55,03m. 2023 hat sie 50,56m geworfen. Von 2024 habe ich keine Leistung gefunden. Bei David Schepp konnte ich nach 2022 mit 71,90m kein Ergebnis mehr recherchieren. Was ist bei ihm passiert?
Max Dehning hat sich sensationell auf 90,20m 2024 gesteigert, konnte aber nicht annähernd dieses Ergebnis danach wieder erreichen und blieb auch bei den OS in Paris unter 80m. Er wirft technisch aus meiner Sicht meistens sehr verletzungsträchtig. Insofern sind Verletzungen vorprogrammiert. Er hat eine Orthese am Fuß getragen (Eine Fuß-OP steht jetzt an.) und eine sehr große Armmanschette, die den Ellbogen wohl schonen sollte. Nur hält auch eine Manschette auf Dauer die Belastungen der Ellbogenbedürfnisse nicht ab.
Mirja Lukas habe ich bei den DM (meine ich?) im Video mit vielen Tapestreifen an der Wurfschulter werfen sehen.
Aus meiner Sicht fehlt es im Speerwurf hier an der notwendigen technischen Präzision in der Ausführung. Bei Dehning sah das schon bei einem Video aus dem Training technisch vom Fuß zum Ellbogen schlecht aus. Solche Trainingseinheiten habe ich konsequent abgebrochen. Auch bei den Dehningschen Kraftübungen bin ich teilweise anderer Meinung, was die strukturelle Präzision angeht. Meine Frage ist ganz klar: Wie viele Speerwerfer:innen kommen in Leverkusen auf Dauer unverletzt oben an? Ich wiederhole mich: Angesagt sind Paradigmenwechsel und Disruption und keine Zustimmung zur PotAS-Kommision geben, wenn man dort falsch liegt!!! Das heißt, "Gesäß in der Hose haben!"
Zu Gina Lückenkemper: Sie hat in der Staffel eine Bombenleistung hingelegt. Man darf aber nicht vergessen, dass sie ihre beste Leistung bei Uli Kunst erzielt hat. Ihre Meinung, dass man die besten Leistungen nur in einem Team der Besten erzielen könne, ist vielfach widerlegt. Das ist ihr favorisierter Weg.
Leo Neugebauer bevorzugt einen anderen Weg.
Wilson Kipketer hat ganz allein bei dem polnischen Trainer WR erzielt.
Man sollte folglich mehrere Wege zulassen und favorisieren und nicht die Zentralisierung als das Non-plus-Ultra hinstellen und verlangen. In der Hinsicht sollte der DLV einfach Flexibilität zulassen und sogar je nach Gusto unterstützen. Die Freiheit des Geistes bewegt Emotionen, Leistungsbereitschaft und Weltklasseleistungen.
Frauen: Gina Lückenkemper, Lisa Mayer, Rebekka Haase, Lisa Marie Kwayie, Luna Bulmahn, Skadi Schier, Mona Mayer, Christina Hering (600), Alica Schmidt (600), Marlene Meier, Olivia Gürth, Gesa Krause, Malin Stavenow, Lucie Kienast, Yemisi Ogunleye, Katharina Maisch, Alina Kenzel, Kristin Pudenz, Shanice Craft, Marike Steinacker, Julia Harting, Claudine Vita
Männer: Lucas Ansah-Peprah, Joshua Hartmann, Deniz Almaz, Jean Paul Bredau, Marc Koch, Manuel Sandes, Manuel Mordi, Emil Agyekum, Joshua Abuaku, Owe Fischer-Breiholz, Luke Campbell, Oleg Zernikel, Bo Kanda Lita Baehre, Torben Blech, Julian Weber, Manuel Eitel, Leo Neugebauer, Niklas Kaul, Marcel Meyer
Deutsche Teilnehmer u.a.:
100m: Lisa Mayer, Rebekka Haase, Sophia Junk, Tatjana Pinto
5000m: Svenja Pingpank
400m Hürden: Eileen Demes, Elena Kelety
Drei: Jessie Maduka
Diskus: Marike Steinacker, Kristin Pudenz, Shanice Craft, Claudine Vita
100m: Lucas Ansah-Peprah, Kevin Kranz, Julian Wagner, Simon Wulff (letzter Wettkampf), Roy Schmidt
400m: Marvin Schlegel
800m: Robert Farken, Malik Skupin-Alfa, Marc Tortell
3000mH: Karl Bebendorf
5000m: Sam Parsons, Mohamed Abdilaahi, Tom Förster, Velten Schneider
Drei: Max Heß
Diskus: Steven Richter, Marius Karges
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Deutsche Teilnehmer
23.35 Uhr: Hochsprung (Frauen), Finale mit Johanna Göring
00.00 Uhr: 1500m (Frauen), Finale mit Lera Miller und Jolanda Kallabis
00.10 Uhr: Dreisprung (Frauen), Finale mit Josie Krone und Masha-Sol Gelitz
00.40 Uhr: Hammerwurf (Frauen), Finale mit Nova Kienast und Johanna Marrwitz
01.50 Uhr: 4x400m (Männer), Finale mit DLV