03.06.2026, 15:11
Ihr wisst hier ja, ich bin ein großer Kritiker kleiner Teilnehmerfelder bei Deutschen Meisterschaften und mangelnder Planungssicherheit für Athleten und Vereine, ob man denn wirklich dabei ist. Denn letztere haben aufrund der Teilnehmerlimits nur die wenigen A-Norm-Erfüller. Außerdem glaube ich, dass ein Nadelöhr Deutsche Meisterschaften (als defakto fast einzige "geile" Veranstaltung für Nicht-Intenationale-Spitze-Athleten) dafür sorgt, dass die Leichtathletik aus der Fläche verschwindet. Ich kenne einige Athleten mit DM-Top-10-Niveau, die sich mittlerweile Richtung Hyrox verabschiedet haben. Ein genannter Grund: Sie wollen nicht mehr die ganze Zeit auf etwas hintrainieren, von dem sie gar nicht wissen, ob sie dazu gelassen werden.
Das hat mich zu einem Gedankenspiel veranlasst. Vielleicht sollten wir die Deutschen Meisterschaften radikal umbauen. "Hyroxisieren":
- Teilnehmerlimit statt bi 14 Personen bei 100 oder 200 pro Disziplin
- Startgeld statt 30 Euro 200 oder mehr Euro (wahlweise auch 300 Euro für das Paket inklusive T-Shirt, Abendveranstaltung mit Starts im Talk und erweiterten Teilnehmerbeutel)
- Startplätze werden nicht nach vorheriger Wettkampfleistung vergeben, sondern am 1.4. eines Jahres verkauft, bis alle Plätze ausgebucht sind.
Das erzeugt schonmal eine halbe Million Einnahmen nur durch Startgelder. Die Masse an Sportlern eröffnet zudem ganz andere Vermarktungschancen.
Wir kennen das Verfahren zudem von Straßenläufen – die einzige Disziplin in der die Leichtathletik über eine kleine Bubble hinaus boomt. Wer sich für einen Marathon anmeldet, weiß dass er dort Starten kann. Er ist motiviert. Und die Masse der Leute macht die Veranstaltung zum Event.
Ist das Startgeld nicht viel zu teuer? Nö! Die Besten werden sowieso einen Sponsor haben, der es bezahlt. Alternativ kann man auch darüber nachdenken, dass die Top 10 statt eines sicheren Startplatzes einen kostenlosen Startplatz bekommen – mag für einige auch Motivation sein. Oder es werden Eliteslots bei ausgewählten Meetings vergeben. Und ansonsten sind 200 Euro Meldegeld für Planungssicherheit auch nicht teurer, als zwingend für einen hochklassigen Wettkampf z.B. nach Brüssel fahren zu müssen und dort zu übernachten. Man könnte sogar sagen: Statt dass die Hotelbranche und Bahn die Einnahmen erzielen, erzielt es die Leichtathletik selbst
Natürlich zählt Leistung weiterhin etwas? Wer im Hauptprogramm auf der besten Anlage im TV-Fenster Weitspringen will, muss mit einer des besten 14 Meldeleistungen anreisen. Ansonsten bist du halt vll Donnerstagsmorgens auf Anlage C dran. Man müsste und dürfte sich auch auf einen ganz anderen Flair gewöhnen, wenn der Hauptwettbewerb beginnt und direkt schonmal die bisherige Rangliste des Wettbewerbs eingeblendet wird.
Totaler Bockmist? Nicht praktikabel? Mag alles sein. Aber vielleicht Diskussionen, die es lohnt mal zu führen und durchzuspielen, statt immer weiter zuzusehen, wie unser Sport an Bedeutung verliert.
Das hat mich zu einem Gedankenspiel veranlasst. Vielleicht sollten wir die Deutschen Meisterschaften radikal umbauen. "Hyroxisieren":
- Teilnehmerlimit statt bi 14 Personen bei 100 oder 200 pro Disziplin
- Startgeld statt 30 Euro 200 oder mehr Euro (wahlweise auch 300 Euro für das Paket inklusive T-Shirt, Abendveranstaltung mit Starts im Talk und erweiterten Teilnehmerbeutel)
- Startplätze werden nicht nach vorheriger Wettkampfleistung vergeben, sondern am 1.4. eines Jahres verkauft, bis alle Plätze ausgebucht sind.
Das erzeugt schonmal eine halbe Million Einnahmen nur durch Startgelder. Die Masse an Sportlern eröffnet zudem ganz andere Vermarktungschancen.
Wir kennen das Verfahren zudem von Straßenläufen – die einzige Disziplin in der die Leichtathletik über eine kleine Bubble hinaus boomt. Wer sich für einen Marathon anmeldet, weiß dass er dort Starten kann. Er ist motiviert. Und die Masse der Leute macht die Veranstaltung zum Event.
Ist das Startgeld nicht viel zu teuer? Nö! Die Besten werden sowieso einen Sponsor haben, der es bezahlt. Alternativ kann man auch darüber nachdenken, dass die Top 10 statt eines sicheren Startplatzes einen kostenlosen Startplatz bekommen – mag für einige auch Motivation sein. Oder es werden Eliteslots bei ausgewählten Meetings vergeben. Und ansonsten sind 200 Euro Meldegeld für Planungssicherheit auch nicht teurer, als zwingend für einen hochklassigen Wettkampf z.B. nach Brüssel fahren zu müssen und dort zu übernachten. Man könnte sogar sagen: Statt dass die Hotelbranche und Bahn die Einnahmen erzielen, erzielt es die Leichtathletik selbst

Natürlich zählt Leistung weiterhin etwas? Wer im Hauptprogramm auf der besten Anlage im TV-Fenster Weitspringen will, muss mit einer des besten 14 Meldeleistungen anreisen. Ansonsten bist du halt vll Donnerstagsmorgens auf Anlage C dran. Man müsste und dürfte sich auch auf einen ganz anderen Flair gewöhnen, wenn der Hauptwettbewerb beginnt und direkt schonmal die bisherige Rangliste des Wettbewerbs eingeblendet wird.
Totaler Bockmist? Nicht praktikabel? Mag alles sein. Aber vielleicht Diskussionen, die es lohnt mal zu führen und durchzuspielen, statt immer weiter zuzusehen, wie unser Sport an Bedeutung verliert.
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.



