24.01.2016, 22:28
Ich lese hier sehr oft von gravierenden Verletzungen, bei denen ich mir Gedanken mache, wie derartige Athleten mit 50 Jahren aussehen. Schon bei normalem Verschleiß kann man in dem Alter Probleme bekommen, bei enormen Vorschädigungen erst recht. Ich habe erst im letzten Jahr abgelehnt, einen Schüler auf der Leistungssportschiene zu begleiten, weil die orthopädischen Voraussetzungen trotz des Talentes dafür nicht gegeben waren. Wenn Zeitpunkte kommen, wo man Athleten oder Athletinnen nur noch "zusammenflickt", halte ich eine Beendigung für angebracht. Ich bin mir bewusst, dass diese Entscheidungen viel emotionale Kraft kosten.
Ebenso bin ich sehr ehrlich, was die Perspektiven für den Leistungssport aus meiner Sicht anbetreffen. Ich locke keinen zum Leistungssporttraining, obwohl ich von einer Leistungsbegrenzung ohne Aussicht auf Spitzenleistungen ausgehe. Natürlich gebe ich den Leuten etwas Zeit und lasse die Möglichkeiten abtesten; aber irgendwann "schenke ich reinen Wein ein".
Gertrud
Ebenso bin ich sehr ehrlich, was die Perspektiven für den Leistungssport aus meiner Sicht anbetreffen. Ich locke keinen zum Leistungssporttraining, obwohl ich von einer Leistungsbegrenzung ohne Aussicht auf Spitzenleistungen ausgehe. Natürlich gebe ich den Leuten etwas Zeit und lasse die Möglichkeiten abtesten; aber irgendwann "schenke ich reinen Wein ein".
Gertrud

). Als 10jähriger hatte ich eine schwere Knie-OP und durfte auf ärztliche Anweisung fast 1 Jahr keinen Schulsport machen. Danach fing ich mit Schwimmen ab, aber mir schmeckte Chlor gar nicht, Augen immer gerötet, deshalb spielte ich kurz Handball. Die "Brutalität" dieser Sportart ärgerte mich und ich wechselte zur LA - das Knie war nie ganz einwandfrei, aber es ging. Die Leichtathletik hatte für mich den Vorteil, dass ich das Training "dosieren" konnte (bestimmte Übungen einfach wegließ) und es funktionierte recht gut.