17.07.2026, 17:04
(17.07.2026, 16:44)CoachnEngineer schrieb:(17.07.2026, 16:38)MonroeStahr schrieb: Sollte sich die Aussage von Owen-Ansah auch nur halbwegs bestätigen, dann wäre es mal Zeit zu überprüfen, ob unser flächendeckendes Doping u. a. auch als gewaltige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme dient. Das ist wirklich krank.
Ich glaube, das ist seit Jahren ein ewig währender Zielkonflikt. Auf der einen Seite darf man von Seiten der NADA halt möglichst wenig Schlupflöcher für Betrugsversuche lassen, also schon sehr kompromisslos sein, sonst wirst du von Menschen mit betrügerischen Absichten halt wirklich an der Nase herum geführt. Auf der anderen Seite ist eine gewisse Praktikabilität halt auch umzusetzen. Ich vermute mal, dass es hier mal wieder mit der Meldung/Weitergabe der Verfügbarkeitsinformationen Schwierigkeiten gegeben haben könnte. Warum sonst kommt ein Kontrolleur bewusst außerhalb des Zeitfensters?
... weil er es darf und genau das ist das Problem. Es gibt meines Wissens kein wirksames Dopingmittel, dass sich schon nach Stunden nicht mehr nachweisen lässt. Wenn sich der Kontrolleur verspätet oder seinen Zeitplan nach seinen Gusto wählt, dann kann er das tun, ist aber auch auf den Goodwill des Athleten angewiesen. Der Athlet muss eine Stunde pro Tag für Dopingkontrollen erreichbar sein. Ist er das in diesem Zeitraum nicht - so ist das sein Problem. Natürlich würde kein sauberer Athlet etwa im Fall einer Verspätung eine Probe verweigern, wenn er dafür nicht dringende Gründe hätte und die waren in Ansahs Fall hundertprozentig nachweislich gegeben. Und: Hätte der Kontrolleur Ansah darauf hingewiesen, dass er bei einer Verweigerung der Kontrolle definitiv für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren gesperrt wird, wäre diese mit Sicherheit nicht nach Monaco gejettet.
F


