(27.02.2026, 21:43)Reichtathletik schrieb: Eher überrascht hat mich die eigene Leistungseinschätzung. Nun gut.
Meinst du jetzt die von Thorwirth über seine eigene Leistung, wieso?
Genau die meine ich.
Mit dem "wieso" machen wir wieder ein Fass um die SZ auf. Wir hatten hier ja bereits herausgestellt, dass diese eigentlich nicht für Leute sind, die einfach nur unter der A-Norm bleiben können, sondern es per Definition um Athleten geht, die zur Bildung der Nationalmannschaft herangezogen werden. Deshalb hatte ich gedacht, dass er sich eine Form zutraut, um vorne mit zulaufen und man gemeinsam einen Angriff Richtung Hallen-WM wagt.
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.
27.02.2026, 22:27 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.02.2026, 22:27 von Freaky.)
(27.02.2026, 22:05)Astra schrieb: Gehört die europäische Winterwurf Challenge nicht zum Quali-Zeitraum?
DLV Nominierungsrichtlinie:
Einmalige Erfüllung der in der Tabelle unter Ziffer 3.1.14 festgelegten EA -Entry-Standards im Zeitraum 01.04.2026 bis 26.07.2026.
Athleten, welche im Jahr 2025 (ab 27.07.2025) bzw. in der Hallensaison bis 22.03.2026 (Ende HWM) den EA-Entry -Standard erreicht haben, können nominiert werden, sofern sie zusätzlich die DLV -Leistungsbestätigungsnorm (Ziffer 3.1.15) im Zeitraum 01.04.2026 bis 26.07.2026 in der jeweiligen Disziplin in den Nominierungswettkämpfen (3.1.12) erfüllt haben. Im Diskuswerfen wird nur eine Leistung aus den Wettkämpfen der „Oklahoma Throws Series“ in Ramona
anerkannt.
Aus den Kriterien würde ich schließen, dass du entweder bereits die Norm hast, dann muss die Bestätigungsnorm nach dem 1.4. erbracht werden oder du erbringst direkt die Norm nach dem 1.4. In beiden Fällen bringt einem also ein Top Wettkampf beim EA-Wurf-Cup nichts für die Normierung. Gleiches würde dann ja z.B. auch für ein entsprechend starkes Ergebnis bei der Hallen WM gelten
(27.02.2026, 21:43)Reichtathletik schrieb: Eher überrascht hat mich die eigene Leistungseinschätzung. Nun gut.
Meinst du jetzt die von Thorwirth über seine eigene Leistung, wieso?
Genau die meine ich.
Mit dem "wieso" machen wir wieder ein Fass um die SZ auf. Wir hatten hier ja bereits herausgestellt, dass diese eigentlich nicht für Leute sind, die einfach nur unter der A-Norm bleiben können, sondern es per Definition um Athleten geht, die zur Bildung der Nationalmannschaft herangezogen werden. Deshalb hatte ich gedacht, dass er sich eine Form zutraut, um vorne mit zulaufen und man gemeinsam einen Angriff Richtung Hallen-WM wagt.
ich sehe da keine neue Erkenntnis. Ja, du hast recht, laut den Regularien hätte man das nicht machen dürfen.
Thorwirth hatte das jedoch nie gesagt und hatte die Hallen WM nie als Ziel und auch wusste er, dass seine Form im besten Fall bei 7:50 Min liegt.
War jedoch nicht unrealistisch, dass man damit durchaus Podium machen kann.
Das Feld war unglaublich stark und jede Zeit unter 8 Minuten wertet die Meisterschaft auf.
“Anything we can actually do we can afford” Keynes
(27.02.2026, 18:45)markus-jonda@gmx.de schrieb: ...Und man sieht in der Technik ist noch sehr viel Potenzial
Das unterfüttere doch mal mit Details, bitte!
Und wieder wohl eine Lauerfrage, um jemand bloßzustellen.
Ganz einfach, das ist noch ein relativ trainingsjunger Athlet, der in puncto Maximalkraft, Austossgeschwindigkeit, und Rumpfstabilität sich noch sicher verbessern kann und verbessern wird. Und die Spezialisten sehen da noch im Detail Verbesserungspotenzial.
Nö, wollte wirklich wissen, woran Du Deine Beobachtungen fest machst. Allerdings bleibst Du in Deiner Antwort erwartbar unkonkret.
Quod errat demonstrandum esse. Ich hatte einen Verdacht und der ist bestätigt.
Wie sind denn Deine fachlichen Ergüsse zum Leistungsstand des deutschen Meisters im Kugelstossen. Bitte erhelle mich Amateur doch.
Sorry, aber ich schätze Deine Möglichkeit, eine fundierte Analyse des Stoßers und des Stoßes zu verstehen, genau so hoch ein wie Deine Lateinkenntnisse.
Na, ich habe wenigstens das große Latinum, auch wenn dies sehr lange zurück liegt.
Si tacuisses philosophus mansisses
Ohne Not ins Persönliche gehend, übergriffig und unverschämt. Ich bin 57 Jahre alt und muss mir das nicht bieten lassen.
(27.02.2026, 21:43)Reichtathletik schrieb: Eher überrascht hat mich die eigene Leistungseinschätzung. Nun gut.
Meinst du jetzt die von Thorwirth über seine eigene Leistung, wieso?
Genau die meine ich.
Mit dem "wieso" machen wir wieder ein Fass um die SZ auf. Wir hatten hier ja bereits herausgestellt, dass diese eigentlich nicht für Leute sind, die einfach nur unter der A-Norm bleiben können, sondern es per Definition um Athleten geht, die zur Bildung der Nationalmannschaft herangezogen werden. Deshalb hatte ich gedacht, dass er sich eine Form zutraut, um vorne mit zulaufen und man gemeinsam einen Angriff Richtung Hallen-WM wagt.
Vielleicht gibt es ja demnächst SZ für Stimmungsmacher
Aber ernsthaft: Einmal mag so eine Aktion nach dem Rennen ja lustig sein, aber ich bin mir nicht sicher, ob man so etwas auf einer solchen Bühne als Präzedenzfall etablieren sollte. Insbesondere die Fernsehkommentatoren, die sich danach dann doch recht unglücklich über den Kampfrichter geäußert haben, fand ich sehr daneben.
Gestern, 08:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 08:56 von Gertrud.)
(27.02.2026, 21:50)Befürworter schrieb: Georg Harpf hat sich im Interview übrigens erfreut gezeigt, dass er mit dem tollen Stoß die DLV-Leistungsbestätigungsnorm für die EM abgehakt hat. Leider irrt er sich da, weil das erst ab 1. April möglich ist - warum auch immer.
Wir hoffen doch sehr, dass der Stoß keine "Eintagsfliege" war. Er ist für sein Alter schon enorm abgeklärt und fokussiert. Wenn er diese Fähigkeit auch in großen Wettkämpfen einsetzen kann, haben wir noch viel Freude an ihm und er wird dann auch einige Jahre dominieren können.
Ganz entscheidend ist, dass er die Technik von der Hand her verletzungsfrei einsetzt. Da sehe ich bei einigen Drehstoßern (und TuT ) doch starken Nachholbedarf. Die Verfügung und Arbeit an solchen Spezialprogrammen kosten enorm viel Zeit. Sie machen mir aber sehr viel Spaß, weil sie den Unterschied in der Trainerqualität aus meiner Sicht darstellen. Schnell oben und schnell kaputt ist keine Alternative und keine geeignete "Kosmetik für die Psyche"!!! AuA brauchen von diesen Inhalten Sicherheiten für die Wettkämpfe. Sie brauchen ein "Wohlfühl-Bett" von den Trainingsinhalten als Sicherheitsfaktor.
So stark hätte ich Nele Weßel nicht erwartet. Das war lockeres Joggen mit Endbeschleunigung. Die hat sicherlich die Form einer 8:45 Min. Vielleicht wird das 1.500 m Rennen doch nicht so eindeutig, wie ich es zuvor eingeschätzt hatte.
Mikitenko eine der ganz wenigen, die aus der Jugend raus sich kontinuierlich weiter steigert und auch nicht verletzt ist. Warum sollte das dieses Jahr nicht Richtung 15:00 gehen? Dass Elena nicht ganz die Form hat, sah man schon in den anderen Rennen.
Bei den Männern natürlich schade, dass Robert aussteigen musste. Da er schon häufiger über den Teich geflogen ist (z.B. Diamond League Finale), weiß er durchaus, was er sich zumuten kann. Nicht von der Platzierung, sondern von der Art und Weise wie sie das Rennen gestaltet wurde, hatten Bremm und Ruppert überrascht.
Flo hat sicherlich eine Sub 7:35er Form, das wäre kein Selbstläufer für Robert geworden. Dass Freddy dann noch vorne ging mit konstanten 30er-Runden, so etwas hat man lange von Deutschen gesehen. Nicht nur die Leistungen, sondern auch das Mindset ist inzwischen ein anderes. Da fallen dann gute Leistungen von Tortell und Bebendorf im Vergleich dazu auf einmal richtig ab.
(27.02.2026, 20:17)longbottom schrieb: Ogunleye 20,37 Meter
Mein lieber Scholli
Sehr explosiv!!! Sie hat aber noch Reserven. Sie hat den Stoß etwas spät gezündet. Daher kam sie nicht stark in die Spannung. Der Stoß ging auch daher etwas nach links hinaus. Sie kann durchaus noch zulegen, wenn es rumpfmäßig und von der Schulter-Arm-Spannung noch intensiver wird.
Gertrud
Ein Wahnsinns-Stoß! Kann mir einer der Experten erklären, was sie in diesem Versuch anders gemacht hat, als in den anderen? Der zweitbeste Stoß war je mehr als 1 m weniger.