23.02.2026, 12:20
(23.02.2026, 11:58)Reichtathletik schrieb:(23.02.2026, 11:40)Rostocker schrieb:(23.02.2026, 11:12)Reichtathletik schrieb: Ich würde mir wirklich wünschen, dass man hierzu die Athleten und Trainer bei DJM und DM sowie die Bundestrainer und Landestrainer befragt. Vielleicht lebe ich auch in einer seltsamen Bubble, aber in meinem Umkreis ist die Meinung dazu einhellig. Mir kommt es oft vor, als würden hier Außenstehende (und das sind für mich in dem Fall auch die WO-Leute) ihre Meinung abwägen und entscheiden.
Das ist für mich, als würden die Läufer darüber diskutieren ob wir 200 Meter aus dem Startblock starten oder Hochstart (da würden vermutlich auch einige sagen: Startblock bringt nicht so viel, ist mehr Aufwand). Das wären aber einfach nicht die richtigen Ansprechpartner.
Es hat doch einen Grund weshalb man das auf Elite-Niveau eingeführt hat und da soll die Jugend doch mal hin...?!
Demnach sollten alle Nicht-Trainer und Nicht-Athleten die Schnauze halten. Danke dafür!
Und wenn du meinst, dass sich die WO-Leute keine Meinung von Trainern einholen, liegst du da gründlich falsch. Wir führen davor und danach viele Gespräche, habe ich auch in Potsdam das Wochenende vor der NDHM gemacht, um nicht nur LV-intern zu bleiben. Mit anderen Nordbundesländern haben wir auch gesprochen. Und wir beobachten auch die Rennen und die Auswirkungen unserer Entscheidungen.
Aber ich glaube nicht, dass du in irgendeiner Weise einsichtsfähig bist. Im Gegenteil scheinst du immer verbissener auf deinem Standpunkt in deiner unterstellten Bubble zu beharren. Schade!
Puh, das ist wirklich anstrengend. Wir werden wohl nicht übereinkommen, ob man den Sport für die Sportler macht oder für die Kampfrichter. Letztere haben – das wird hier anders dargestellt und ich weiß, dass man es so lesen kann, das ist aber falsch – meinen höchsten Respekt. Ich will aber das Richter "richten" nicht die Gesetze machen. Natürlich muss es praktikabel sein. Natürlich kann man nicht alles machen, wie es sich Sportler wünschen. Es kommt aber gerade bei diesem Thema sehr oft bei Sportlern das Gefühl auf, dass andere Interessen als die von Sportlern im Fokus stehen. Damit tun wir uns im Sport keinen Gefallen. Ich bin da nicht frei von Schuld und mache sicher nicht alles perfekt. Das weiß ich. Letztlich sind es aber die KR die entscheiden und die Sportler, die ausführen müssen, also was die "Macht" angeht am kürzeren Hebel sitzen, deshalb finde ich nicht, dass diese Seite es ist, sich darüber beschweren kann, nicht auf Augenhöhe zu sein....
Was du zu den Nord-Bundesländern schreibst und deren Meinung ist, drücken wir es mal so aus.... spannend... Das will ich aber nicht hier diskutieren, weil mir – nochmal – nicht an Streit oder Vorwürfen gelegen ist und ich die Debatte schon viel zu emotional finde (auch hier packe ich mir gerne an die eigene Nase).
Lass uns das wenn fachlich diskutieren. Vermutlich funktioniert das auch fernschriftlich nur bedingt.
Eine Diskussion bringt nur etwas, wenn Kompromisse gesucht werden und auf beiden Seiten eine gewisse Einsichtsfähigkeit vorhanden ist.
Ich wollte dir, mittlerweile mehrfach, klarmachen, dass
- es mehrere regelkonforme Möglichkeiten des 800 m-Starts in der Halle gibt,
- es auch gute Gründe für einen Evolventenstart/Gruppenstart geben kann,
- sich keiner die Entscheidung darüber leicht macht und auch andere Meinungen eingeholt werden, und
- ein Überdenken der Entscheidung stattfindet.
Ich verstehe deine Bedenken hinsichtlich der Sturzmöglichkeiten, die ich nicht vollständig teile. Ich verstehe deine Bedenken hinsichtlich der Positionskämpfe, die bei der DJHM erst nach der Übergangslinie relevant wurden, und diese Beobachtung deckt sich größtenteils mit meinen Erfahrungen. Ich kann deine Bedenken hinsichtlich der besseren Leistung bei Bahnstart nicht einschätzen, ob es lediglich anekdotische Evidenz oder objektiv so ist.
Nichtsdestotrotz ist der Modus des 800 m-Starts bei Meisterschaften, an denen ich in der Wettkampforga beteiligt bin, nicht in Stein gemeißelt.
Kampfrichter sind nicht dazu da, die Athletinnen und Athleten zu kontrollieren, sie sollen vielmehr eine möglichst gerechte Wettbewerbsausführung im Rahmen der Regeln ermöglichen. Kampfrichterei ist kein Selbstzweck. Wir freuen uns, wenn alle am Ende einer Veranstaltung auseinandergehen und glücklich sind. Wir messen den Erfolg doch nicht an der Anzahl der Disqualifikationen oder Gängelungen der Athletinnen und Athleten. Uns ist auch klar, dass wir es nicht allen recht machen können, dazu ist zu viel Subjektivität bei Eltern, Trainerinnen und Trainern und Athletinnen und Athleten da.
Die Vernetzung der Norddeutschen Verbände ist wahrscheinlich besser, als es dir bewusst ist. Bei Regeländerungen sammeln wir alle Erfahrungen und tauschen uns aus, auch mit unterschiedlichen Ergebnissen. Wenn dir an einer fachlichen Diskussion gelegen ist, gerne!

![[Bild: heyer800m.jpg]](https://i.ibb.co/N2Z99rK7/heyer800m.jpg)
