07.02.2026, 19:07
Zitat:OldSchoolRunner
Aber um bei den Beispielen von Reichtathletik zu bleiben, dass deswegen einige Läufer schon von vornherein andere Ziele (wie die 10km-DM) suchen. Warum schaffen es die Hamburger Läufer nicht, sich zu einigen, dass bei bestimmten Wettkämpfen versucht wird, schnell zu laufen? Es geht anders als bei den Wettkämpfen im letzten Sommer, wo man in der Tat Wetterpech haben kann, hier um Hallenrennen ohne Hitze und Wind. Mir ist klar, dass die Leistungsdichte in Hamburg nicht so hoch wie in Hessen ist, aber wenn man es nur richtig wollte, könnte man sich einen Tempomacher besorgen, der die 1500m z.B. in 4:07/08 anläuft, wenn die Leistungsfähigkeit der potentiellen DM-Teilnehmer z.B. bei etwa 8:20 liegen würde.
Da stimme ich dir in Grunde zu. Und ehrlich gesagt, was die Männer angeht war das der ursprüngliche Plan. Dafür hatte es ein eigenes Einladungsrennen gegeben. Wie du aber schon sagst ist das Leistungsvermögen etwa 8:20, ausgenommen ein Athlet z.Z. Würde man mit der Zeit SICHER dabei sein, wie es mit einer normalen Norm der Fall wäre: Wir hätten ein geiles zusätzliches Event im Norden gehabt. Die Wahrheit ist aber, ob die Zeit reicht oder nicht ist sehr ungewiss. Und sowas aufzubauen ist leider nicht ganz trivial. Als dann noch die 10k eine Woche nach den DM Halle terminiert wurden, war die Entscheidung worauf man seine Energie setzt klar: Auf die Events und Distanzen (inkl 10000m DM Bahn) wo man sicher mit planen kann. Das ist insbesondere mit Beruf und Familie auch nicht unbedeutend.
Bei den Frauen sind bei den verschobenen LM in Hamburg übrigens zwei Athletinnen zusammen gelaufen. Einmal A-Norm einmal B-Norm und deutliche PB. Letztere wird aber leider dennoch erst kurzfristig erfahren ob sie bei der DM zugelassen wird. Das bedeutet auch hier, die Vorbereitung ist eher auf die 10k eine Woche später ausgerichtet. Also: Selbst jemand der 2km mit A-Norm-Erfüllern mitläuft ist unsicher dabei. Das lockt niemanden hervor darauf Energie zu verwenden.
Zitat:Thorwirth
Ich bin es nur teilweise echt Leid, dass in der Leichtathletik immer wieder gegeneinander geschossen wird und nicht versucht wird gegenseitiges Verständnis aufzubringen. Es ist nicht die Basis gegen die Nationalmannschaftsathleten. Wir können diesen Sport nur gemeinsam besser machen. Da sind alle Seiten gefragt.
Ich würde mir auch extrem wünschen, dass die Sonderstartrechte "Extra Startplätze" wären und niemanden einen Platz wegnehmen. Ich verstehe auch nicht warum dass nicht so ist und versuche mich dafür schon länger auch aktiv einzusetzen, dass das geändert wird.
Großer Dank und Respekt dafür, dass du dich dem stellst. Wie du richtig aufführst sind es eigentlich andere, die das tun müssten als die Athleten. Aber eine Sache will ich sagen: Ja, es sind alle gefragt. Aber auf die Basis hört im Verband kaum einer. Die Regel ist deshalb so, weil sie nur die unten trifft und deren Beschwerden nicht wiegen. Es würde ändern wenn die Kaderathleten geschlossen sich am Start mal hinsetzen, Sitzstreik machen und darauf verweisen, dass an der Startlinie noch 5 Leute mehr problemlos Platz hätten. Es ist in meinen Augen leider so, dass die Basis die Topathleten braucht, damit diese Probleme bei den DM endlich angefangen werden. Und ich glaube deshalb wird mittlerweile auch mehr gegen Athleten "oben" geschossen, weil man sich halt alleingelassen fühlt.

