(Gestern, 08:24)kanusommer schrieb: Zum Thema Windunterstützung und Einordnung der Weiten aus Ramona schreibt Matthew Denny auf Instagram (@mattydenny) einen sehr interessanten Beitrag aus Athletensicht...
Die Meinung von Denny kann man teilen, muss man aber nicht :-).
Der Wettbewerbe in Ramona führen dazu, dass die WA die Normen extrem hoch ansetzt. Jeder Athlet, welcher sich keine Reise in die USA leisten kann, hat dann eigentlich keine Chance mehr.
STÅHL hat in Budapest bei der WM 71,46m weit geworfen. Diese Leistung schätze ich höher ein, als ein Weltrekord in Ramona.
(Gestern, 10:58)Oliver schrieb: Die Meinung von Denny kann man teilen, muss man aber nicht :-).
Der Wettbewerbe in Ramona führen dazu, dass die WA die Normen extrem hoch ansetzt. Jeder Athlet, welcher sich keine Reise in die USA leisten kann, hat dann eigentlich keine Chance mehr.
mir fallen in Deutschland auch schon einige Wettkämpfe ein, in denen (fast) immer über die erzielten Leistungen "gemeckert" wurde: Wiesbaden, Neubrandenburg; die Wurf-Kenner könnten bestimmt noch ein paar mehr nennen (Halle: ja/nein?).
Läufermeetings über Langstrecken finden auch nicht im Sommer um 15 Uhr statt. Insofern ist schon die Frage, ob man wie Denny sagt nicht mehr Wettkämpfe mit günstigen Bedingungen schaffen sollte, anstatt sie zu reglementieren.
Das ist für mich eine offene Frage, weil ich schon auch die Nachteile von Ramona sehe.
(Gestern, 10:58)Oliver schrieb: Die Meinung von Denny kann man teilen, muss man aber nicht :-).
Der Wettbewerbe in Ramona führen dazu, dass die WA die Normen extrem hoch ansetzt. Jeder Athlet, welcher sich keine Reise in die USA leisten kann, hat dann eigentlich keine Chance mehr.
STÅHL hat in Budapest bei der WM 71,46m weit geworfen. Diese Leistung schätze ich höher ein, als ein Weltrekord in Ramona.
Finanzielle Chancenungleichheit ist fast überall gegeben. Man sollte bezüglich der Normen ein System finden, was funktioniert (z.B. mindestens ein zweiter Wettkampf außerhalb Ramona oder Durchschnittsweite aus 5 Wettkämpfen an verschiedenen Orten oder aber eine größere Anzahl an Plätzen über die Weltrangliste, usw.)...
Das Stahls Leistung in Budapest unglaublich gut war, bezweifelt hier glaube ich keiner...
(Gestern, 10:58)Oliver schrieb: Die Meinung von Denny kann man teilen, muss man aber nicht :-).
Der Wettbewerbe in Ramona führen dazu, dass die WA die Normen extrem hoch ansetzt. Jeder Athlet, welcher sich keine Reise in die USA leisten kann, hat dann eigentlich keine Chance mehr.
mir fallen in Deutschland auch schon einige Wettkämpfe ein, in denen (fast) immer über die erzielten Leistungen "gemeckert" wurde: Wiesbaden, Neubrandenburg; die Wurf-Kenner könnten bestimmt noch ein paar mehr nennen (Halle: ja/nein?).
Läufermeetings über Langstrecken finden auch nicht im Sommer um 15 Uhr statt. Insofern ist schon die Frage, ob man wie Denny sagt nicht mehr Wettkämpfe mit günstigen Bedingungen schaffen sollte, anstatt sie zu reglementieren.
Das ist für mich eine offene Frage, weil ich schon auch die Nachteile von Ramona sehe.
Du sagst es, das Problem gibt es auch auf tieferen Ebenen und auch in anderen Disziplinen. Aber nicht immer und überall kann man mal eben vergleichbares aufbauen und nicht jeder kommt in entsprechende Felder. Im Lauf hat sich national so durchaus ein System herausgestellt, in dem sagen wir vorsichtig der "Aufstieg" mit sehr viel Mühe verbunden ist.
In allen Fällen halte ich eine Lösung für sinnvoll: Qualifier. Man qualifiziert sich also nicht für die DM bzw. WM sondern für deren Qualifikationen. Dort treten dann alle unter gleichen Bedingungen (bzw jeweils eine nationale Hälfte oder ein Kontinent etc.) an.
Das wären auch direkt sehr hochklassige und vermarktbare Wettbewerbe.
Und bevor wieder jemand sagt: Geht gar nicht. In vielen Sportarten ist sowas völlig üblich, das es Qualifikationsturniere gibt.
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.
Vor 11 Stunden(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 11 Stunden von eierluke2.)
(Gestern, 12:56)Reichtathletik schrieb:
(Gestern, 11:18)OldSchoolRunner schrieb:
(Gestern, 10:58)Oliver schrieb: Die Meinung von Denny kann man teilen, muss man aber nicht :-).
Der Wettbewerbe in Ramona führen dazu, dass die WA die Normen extrem hoch ansetzt. Jeder Athlet, welcher sich keine Reise in die USA leisten kann, hat dann eigentlich keine Chance mehr.
mir fallen in Deutschland auch schon einige Wettkämpfe ein, in denen (fast) immer über die erzielten Leistungen "gemeckert" wurde: Wiesbaden, Neubrandenburg; die Wurf-Kenner könnten bestimmt noch ein paar mehr nennen (Halle: ja/nein?).
Läufermeetings über Langstrecken finden auch nicht im Sommer um 15 Uhr statt. Insofern ist schon die Frage, ob man wie Denny sagt nicht mehr Wettkämpfe mit günstigen Bedingungen schaffen sollte, anstatt sie zu reglementieren.
Das ist für mich eine offene Frage, weil ich schon auch die Nachteile von Ramona sehe.
Du sagst es, das Problem gibt es auch auf tieferen Ebenen und auch in anderen Disziplinen. Aber nicht immer und überall kann man mal eben vergleichbares aufbauen und nicht jeder kommt in entsprechende Felder. Im Lauf hat sich national so durchaus ein System herausgestellt, in dem sagen wir vorsichtig der "Aufstieg" mit sehr viel Mühe verbunden ist.
In allen Fällen halte ich eine Lösung für sinnvoll: Qualifier. Man qualifiziert sich also nicht für die DM bzw. WM sondern für deren Qualifikationen. Dort treten dann alle unter gleichen Bedingungen (bzw jeweils eine nationale Hälfte oder ein Kontinent etc.) an.
Das wären auch direkt sehr hochklassige und vermarktbare Wettbewerbe.
Und bevor wieder jemand sagt: Geht gar nicht. In vielen Sportarten ist sowas völlig üblich, das es Qualifikationsturniere gibt.
Qualifyer, die Idee find ich super!
Wäre z.B. speziell im Diskus noch die Frage zu klären: wie qualifiziert man sich für die Qualifyer?
Qualifikationsweiten ausschliesslich im Stadion. Stadionhöhe mind 10 m. Damit keiner auf die Idee kommt eine. Schulsportanlage. in Meeresnähe zu brauchen
Vor 9 Stunden(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 9 Stunden von Freaky.)
(Vor 9 Stunden)Delta schrieb: Qualifikationsweiten ausschliesslich im Stadion. Stadionhöhe mind 10 m. Damit keiner auf die Idee kommt eine. Schulsportanlage. in Meeresnähe zu brauchen
das funktioniert aber auch schon wieder nur bedingt
was ist mit Stadien die in eine Richtung offen sind, oder nur in Teilen in eine Richtung offen ist
Beispiel: Darf man dann Qualiweiten in Eugene werfen?
und nochmal zu dem was @ OldSchoolRunner geschrieben hat:
ich finde da ist schon noch einiges an Unterschied zwischen den Segelwiesen, die wir bei uns so haben und einem großen offenen Feld, wo gefühlt immer Sturm ist.
Zu dem Beitrag von Denny: Ich seh das auch nur sehr eingeschränkt so. Über kurz oder lang wird man sich damit ins eigene Fleisch schneiden. WA wird die Norm deutlich nach oben setzten und wer nicht nach Ramona kann, hat dann halt Pech gehabt und hat nur noch geringe Chancen auf einen internationalen Start.
Ich finde ja die Idee durchaus ganz reizvoll, das man sagt: du musst mit 2-3 Ergebnissen im Schnitt über der Norm liegen und diese Ergebnisse müssen von verschiedenen Wettkämpfen an verschiedenen Orten stammen. (Könnte man sich auch in anderen Disziplinen vorstellen. Das umgeht dann auch ein bisschen Diskussionen, wie ich sie jetzt bei den 200m von Gout Gout gesehen habe. Wo es durchaus auch Stimmen gab, die da Ungereimtheiten vorwerfen, wenn plötzlich das komplette Feld massive PBs läuft)
(Vor 9 Stunden)Delta schrieb: Qualifikationsweiten ausschliesslich im Stadion. Stadionhöhe mind 10 m. Damit keiner auf die Idee kommt eine. Schulsportanlage. in Meeresnähe zu brauchen
das funktioniert aber auch schon wieder nur bedingt
was ist mit Stadien die in eine Richtung offen sind, oder nur in Teilen in eine Richtung offen ist
Beispiel: Darf man dann Qualiweiten in Eugene werfen?
und nochmal zu dem was @ OldSchoolRunner geschrieben hat:
ich finde da ist schon noch einiges an Unterschied zwischen den Segelwiesen, die wir bei uns so haben und einem großen offenen Feld, wo gefühlt immer Sturm ist.
......
mir ist das schon klar, dass es dort noch ein deutlichen Unterschied gibt. Wir hatten aber schon letztes Jahr hier die Diskussion, wie und ob man die stark begünstigten Leistungen von Ramona "objektivieren" könnte. Wenn man das wissenschaftlich lösen wollte mit Windmessern in allen möglichen Höhen und bei allen möglichen Weiten einer Flugbahn eines Diskus, würden massive Kosten entstehen, die heute existierende Sportfeste verhindern würden. Denn wo genau willst Du denn die Grenze ziehen zwischen erlaubten Segelwiesen und nicht erlaubten?
Und deswegen wäre für mich die alternativ vorgeschlagenen "2-3 Ergebnissen im Schnitt über der Norm liegen und diese Ergebnisse müssen von verschiedenen Wettkämpfen an verschiedenen Orten stammen." eine bessere Alternative als eine völlige Nicht-Anerkennung von Ramona.
(Vor 9 Stunden)Delta schrieb: Qualifikationsweiten ausschliesslich im Stadion. Stadionhöhe mind 10 m. Damit keiner auf die Idee kommt eine. Schulsportanlage. in Meeresnähe zu brauchen
das funktioniert aber auch schon wieder nur bedingt
was ist mit Stadien die in eine Richtung offen sind, oder nur in Teilen in eine Richtung offen ist
Beispiel: Darf man dann Qualiweiten in Eugene werfen?
Ja, Eugene wäre kein Thema. Es gibt ähnliche Stadien in Portugal der Türkei. Solange die Mindeststadionhöhe eingehalten wird.
Prinzipiell einheitliche Regelung. Jeder weiss, dass McWilkins schon in den 70iger Jahren in Modesto auf einer Segelwiese geworfen hat. Aber nicht so wie im Wirbelsturm von Ramona.