10.02.2025, 22:11
(10.02.2025, 09:25)mariusfast schrieb:Das finde ich nicht überzeugend. Hocker hat jetzt im Winter sicher kein höheres Niveau über die 3000 m als im Olympia-Sommer, eine solche Zeit hätte er da schon draufgehabt. Und trotzdem verlor er nach Paris regelmäßig gegen Ingebrigtsen. Zudem war es ja offensichtlich, dass er selbst gegen einen Langtreter wie Grant Fischer im Spurt nichts mehr gegenzusetzen hatte. Bei entsprechend schnellen Rennen relativiert sich am Ende auch sein unbestreitbar beeindruckender Kick hinten raus. Bei Josh Kerr ist es doch ähnlich.(09.02.2025, 23:02)Atanvarno schrieb: Die Meilenzeit ist für Ingebrigtsen sicher machbar. Ich würde vermuten, dass ihm Hockers 3000m-Zeit mehr Kopfschmerzen bereitet. Im Spurt hatte er schon bisher wenig Chancen, mit so einem Ausdauerniveau wird es auch immer schwerer, Hocker vorher abzuschütteln.runner5000
Zitat:Naja, die Statistik sagt etwas anderes. Ingebrigtsen hat in seinem Leben bisher einmal gegen Hocker verloren und das war im Olympia Finale. Danach hat er ihn noch dreimal in der Diamond League geschlagen. Insgesamt steht die Bilanz bei 7:1.Stimme Atanvarno zu.
Statistik bezieht sich auf die Vergangenheit. Hocker konnte sich halt um 12 Sek verbessern. Sagen wir mal er kann Outdoor 7:21 laufen, dann ist das halt nur noch 4 Sek langsamer. Dass Ingebrigtsens 1500 M Leistungen von den 3000 M kommen bestreiten wohl die wenigsten.Und irgendwann hört "Zufall" auch mal auf. Ja keiner läuft so konstant gute Zeiten wie Ingebrigtsen. Aber in einem Meisterschaftsrennen war er über 1500 einfach auf den letzten 150 Metern schlagbar auch unabhängig von der Taktik von Ingebrigtsen und da ist es auch egal, dass es immer andere waren, die ihn bezwangen. Die Problematik bleibt bestehen und verbessert sich nicht, wenn jetzt auch noch die Konkurrenz fast identische 3000 M Zeiten wie Ingebrigtsen laufen kann.
Was ich viel entscheidender finde, und das geht bei diesen ganzen Statements pro und contra einzelner Athleten unter: es gibt momentan keinen El Guerrouj, der über längere Zeit alles beherrscht. Im Gegenteil, die Leistungsdichte von Läufern zwischen 3:27 und 3:29 ist enorm und da entscheidet die Tagesform. Ich würde mich also nicht nicht wundern, wenn die großen Meisterschaftsrennen in den nächsten Jahren regelmäßig unterschiedliche Champs sehen. Und überhaupt nicht wundern würde mich, wenn Ingebrigtsen ab und an auch wieder ganz vorn ist.



