31.05.2017, 20:37
Zitat:Eine Athletin in der Leistungsklasse weggenommen zu bekommen, ist schon sehr hart für einen Trainer, der viel investiert hat.
Das setzt aber voraus, dass sie ihm weggenommen worden wäre. Nach meinem Kenntnisstand (Herbst 2016) ist das Gegenteil der Fall. Lasst doch dazu bitte die Spekuliererei - wie auch immer es abgelaufen ist, es war sicher schmerzhaft - umso beeindruckender, welche Leistung trotzdem daraus entstanden ist.
Was Jürgen und Claudia über so viele Jahre geschafft haben, gehört für mich zum Bemerkenswertesten in der ganzen Szene. Ihre Leistungsentwicklung ist absolut gigantisch - mit dem Leistungsvermögen, mit dem sie in die Aktivenklasse gekommen ist, geben doch fast alle anderen auf...
Dass sie jetzt dafür belohnt wird, freut mich total - Menschen wie Claudia sind aus meiner Sicht die wichtigsten Vorbilder für meine Nachwuchsathletinnen, die - wie ja fast jeder Athletin - Stagnation und Enttäuschung erleben müssen. Durch sie sehen wir, wie sehr es sich lohnen kann, an sich zu glauben und dabei zu bleiben. Wenn man den/die Trainer*in an der Seite hat, die diesen Weg mitgeht. Zentralisierung ist für solche Athetinnen mit Sicherheit der völlig falsche Weg.

Es fehlen wahrscheinlich bei Moguenara Elemente des peripheren Sehens und des Rhythmuswechsels, die in der Kindheit und Schulzeit wahrscheinlich nicht trainiert und automatisiert worden sind. Die Schul-LA und die Kinder-LA sind nicht angelegt, diese Sachen mit gutem Übungspotential zu untermauern. Ich habe jetzt einen Schüler, dessen Koordinationsfähigkeiten vor einem Jahr eine Katastrophe waren. Ich habe sehr hart mit ihm daran gearbeitet. Heute trennen ihn Welten von seiner damaligen Unfähigkeit. Ich habe ihn in einer der letzten Spinttechnik-Einheiten mit schnellen und teilweise arhythmischen Inhalten für eine kurze Zeit "traktiert". Er war danach psychisch sehr strapaziert, aber auch glücklich, es geschafft zu haben.