01.09.2020, 07:57
Joe498 muss unbedingt zum bobsport gehen,
als Bremser
als Bremser
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Öffentlichkeitswirksamkeit des Mehrkampfs steigern
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01.09.2020, 07:57
Joe498 muss unbedingt zum bobsport gehen,
als Bremser
01.09.2020, 09:36
Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn ein Meeting "Dreikämpfe" anbietet. Ich versuche nur, die Illusion zu zerstören, dass das für Zuschauer besonders attraktive Events wären, die Mehrkämpfern wertvolle Publicity bringen würden. Es wären Kuriositäten, ähnlich wie oder noch mehr als "krumme Strecken". (M.E. würde es evtl. sogar nach hinten losgehen, weil man es als Beleg dafür nehmen könnte, dass Mehrkämpfer halt schlechtere/gescheiterte Spezialisten sind.)
Wenn mich interessiert, was ein Zehnkämpfer bei einem einzelnen Weitsprung/Stabhochsprung leistet, soll er halt beim Weitsprung/Stabhochsprung mitmachen. In einem DL meeting würde er dann aber meistens von den Spezialisten in den Schatten gestellt, bei einem kleineren Meeting nicht. Das Minimum, das für mich als ernsthafter Mehrkampf durchginge, wäre ein verbindlicher 5-6kampf an einem Tag (zB 110H, Kugel, Hoch, Speer, 400m) Das wäre aber von der Belastung schon wieder zu nahe am Zehnkampf, dass es für eine solche Kuriosität auch nicht lohnen würde. Aber wieviele Punkte nun ein Zehnkämpfer bei Hürden+Kugel+Stab oder ein anderer bei Weit+Diskus+400m erzielt? Wen interessiert das? (01.09.2020, 09:36)Jo498 schrieb: Das Minimum, das für mich als ernsthafter Mehrkampf durchginge, wäre ein verbindlicher 5-6kampf an einem Tag (zB 110H, Kugel, Hoch, Speer, 400m) Das gibt es schon, heißt Internationaler Fünfkampf (Weit - Speer - 200m - Diskus - 1500m), war früher sehr beliebt und wird heute (meiner Meinung nach) viel zu selten ausgetragen There is all the difference in the world between treating people equally and attempting to make them equal (Friedrich August von Hayek)
01.09.2020, 10:33
Man könnte sich auch den Namen der Diamond League zum Vorbild nehmen und eine Mehrkampfliga austragen:
In den Diamondmeetings sind jeweils kleinere Mehrkämpfe mit jeweils unterschiedlichen Disziplinen integriert und am Ende der Saison werden die Punkte addiert und der Meister ermittelt. Kann man entweder mit den klassichen Zehnkampfdiziplinen machen oder alternative Disziplien in diesem Ligamodus testen (z.B. krumme Laufstrecken o. 800m statt 1500m). Es muss am Es muss auch am Ende der Saison kein klassicher Zehnkampf werden: Zwei extra Disziplinen wären gut, dann hätte man 4 Tage mit unterschiedlichen Dreikämpfen in der Diamond League. Welche das sind ist natürlich die Frage. 5000m um die unzähligen Straßen- und Volksläufer zufriedenzustellen (ist jetzt technisch auch nicht so schwer wie z.B. Hammer neu zu lernen).Nur so einen kurzer Gedankenblitz.
01.09.2020, 12:09
Joe498 ,
Du hast meinen Vorschlag nicht richtig durchgelesen. In meinem "freien Dreikampf" sind Hoch + Kugel fest und frei als dritte Disziplin ist 100m oder 110mh oder 400m. Da jeder in der 3.Disziplin einzeln startet, hätte man den von einigen so geliebten Gundersen-Effekt.
ich sehe ehrlich gesagt das Problem nicht so ganz. Der Mehrkampf ist doch extrem öffentlichkeitswirksam? Ich kann mich letztes Jahr sehr gut an den medialen "Hype" um Kaul erinnern, der ja auch nicht umsonst Sportler des Jahres(!) wurde. Was will man denn noch mehr? Ja, leider hat die Leichtathletik als ganzes nicht mehr die Strahlkraft früherer Jahrzehnte, aber im Gesamtkontext fällt der Mehrkampf, egal ob 10 oder 7 Disziplinen, doch von der Aufmerksamkeit her nicht ab? Klar, Kurzsprinter sind dann nochmal eine andere Nummer, aber selbst da hatte man eine alles überragende Lichtgestalt wie Bolt, der eben medial "wirkte", post Bolt ist jetzt von (über)großen Stars auch nicht mehr so viel zu sehen.
Das Problem liegt eher in der besch..., na gut, suboptimalen Gestaltung bei den großen Wettkämpfen, wo die Mehrkämpfer morgens um 8 die ersten und abends um 10 die letzten auf der Bahn sind. Das Programm mit dem unendlichen Leerlauf gilt es einfach zu straffen, das kann ja wohl kein allzu großes Problem sein. Götzis ist nicht umsonst das "Mekka" der Zehnkämpfer, Top organisiert und jede Menge Fans. Sind wir doch mal ehrlich: Die einzigen DL (oder eben Spitzenklasse)-Meetings die von der Stimmung/Fanzuspruch ähnlich liegen wie Götzis sind dann Zürich, Oslo, Brüssel(?) und ganz vielleicht Berlin. Den "Mist" in Doha, Shanghai etc. verfolgt doch auch so gut wie niemand (Achtung: bewusste Überspitzung) Ich bin da eher bei Astra: 3 hochklassige Wettkämpfe im Jahr: 1. Götzis, das früh liegen soll/muss (parallel dazu natürlich diverse andere Qualiwettkämpfe weltweit, können ja nicht alle in Götzis starten); 2. Saisonhöhepunkt, also WM/EM/OS und zum Saisonende eben noch ein 3. sehr gerne hochdotierter Wettkampf, sei das ein Thorpe-Cup, Talence oder was auch immer. Man müsste nur sicherstellen, dass die Besten auch antreten (bei entsprechender Dotierung wohl gar kein Problem) und fertig ist die Laube. ![]()
01.09.2020, 12:51
Ja klar WENN ein deutscher um Medaillen kämpft gibt es beim Höhepunkt viel Aufmerksamkeit, aber den Rest des Jahres ist man ziemlich abgemeldet. Bei kaul gab es noch recht viel Aufmerksamkeit danach weil er so jung war und aus der Versenkung kam (wie damals bei Busemann wo es auch einen kurzen hype gab), aber ansonsten ist es halt nur selten der Fall.
01.09.2020, 13:34
(01.09.2020, 10:17)Atanvarno schrieb:Ich weiß, dass es diesen Fünfkampf (inspiriert vom antiken mit 1500m statt Ringkampf) gibt, aber der findet auf Spitzenniveau meinem Eindruck nach schon seit 20-30 Jahren nur noch sehr selten statt. Finde ich auch etwas schade, ist für mich aber ein weiteres Indiz, dass alles unterhalb eines richtigen 10 (bzw. ggf. 7)kampfs weder bei Athleten noch Veranstaltern und Zuschauern wirklich ankommt. Dass ein Dreikampf mit frei wählbaren Diszplinen (oder frei wählbarer letzter Disziplin) irgendwie ein Renner werden sollte und den nicht unerheblichen organisatorischen Aufwand rechtfertigen könnte, halte ich für sehr unwahrscheinlich.(01.09.2020, 09:36)Jo498 schrieb: Das Minimum, das für mich als ernsthafter Mehrkampf durchginge, wäre ein verbindlicher 5-6kampf an einem Tag (zB 110H, Kugel, Hoch, Speer, 400m)Das gibt es schon, heißt Internationaler Fünfkampf (Weit - Speer - 200m - Diskus - 1500m), war früher sehr beliebt und wird heute (meiner Meinung nach) viel zu selten ausgetragen Ich sehe es eher wie Sebastian. Es gibt eigentlich schon genügend gute Mehrkampf-WK, man kann hier vielleicht etwas an der Präsentation feilen, muss aber nichts grundsätzlich ändern. Die Ursachen dafür, dass irgendwann in den 90ern (trotz Dopingskandalen) anstelle des besten Zehnkämpfers der 100m-Sieger de facto zum "König der Athleten" gekürt wurde und die Mehrkämpfe anscheinend zunehmend als Nische gelten (was meiner Erinnerung nach vor 30 Jahren schlicht anders war), liegen wohl kaum in fehlenden Mini-Mehrkämpfen.
01.09.2020, 15:14
Deine Beschreibung Sebastian passt ganz gut.
Sie zeigt vor allem wie sehr die Fans ihre Idole sehen wollen. Dazu müssen aber die Athleten bereit sein ( nicht nur in Neuwied vor 100 Zuschauern) und man muss ihnen die Möglichkeit dazu geben. Das es möglich ist, 3 hochkarätig besetzte Mehrkampfmeetings im Jahr zu organisieren halte ich für eine Illusion. Es werden nicht alle der besten immer so gesund sein, einen 10-kampf zu absolvieren. Aber vielleicht so gesund einen 3-Kampf zu schaffen.Dazu kommen noch nat.Quali-Wettkämpfe. Ein Zehnkampf auert lange, mit Pausen 2 x 10 Std.. Pausen müssen aber auch sein, dass tut sich nur der Freak an. Einen kleinen 3-Kampf kann man locker in 2 Std. = eine normale Meetimgdauer - absolvieren. Ein kleiner Dreikampf soll eine Ergänzung sein, keine Konkurrenz zum Zehn/Sieben-Kampf. Die Mehrkämpfer könnten zu Zugpferden eines Meetings werden, das müssen sie aber auch wollen.
01.09.2020, 15:28
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.09.2020, 15:29 von dominikk85.)
Ich denke das du Athleten das nicht so wirklich wollen was ja auch dem Ton der Mail entsprach die ich von einem Bekannten 10k Trainer erhalten habe liegt aber glaube ich aber auch am sportfödersystem, die meisten Top 10k sind ja mit ein paar Ausnahmen eher Europäer und da sind die Leute ja eigentlich immer noch "staatsamateure", sprich sie bekommen ein Gehalt vom Steuerzahler (Polizei, Bundeswehr...) und müssen dafür jährlich beim Höhepunkt Leistung abliefern.
das ist anders als bei US Athleten oder auch Afrikanern etc wo die Athleten eigentlich nur von preisgeldern und Sponsoren leben. ich glaube das erklärt auch warum unsere Athleten international so wenig starten. Teilweise kommen sie nicht in die Felder rein, aber teilweise müssen sie es auch gar nicht wegen ihres festgehalts vom Staat. die US Athleten starten viel mehr weil sie Geld verdienen müssen und auch der Sponsor hat nur was davon wenn der Athlet sich zeigt. in Deutschland sieht es da anders aus, man kann mit Sponsoren und preisgeldern nicht so viel verdienen und daher wäre es dämlich sein festgehalt zu riskieren indem man sich verletzt und den Höhepunkt verpasst. Da sind die Anreize einfach anders. |
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