Vor 2 Stunden
(Gestern, 10:31)eierluke2 schrieb:(Gestern, 09:04)Reichtathletik schrieb:(Gestern, 08:16)eierluke2 schrieb: Leichtathletik ist noch immer Kernsportart bei Olympia, aber Bewerbungen für eine Leichtathletik WM darf man nicht mit einer Olympiabewerbung vergleichen.
Olympia völlig aufgeblasen und so eine ganz andere Größenordnung.
Mindestens 200 der 329 Goldmedaillien würde ich mangels sportlichen Wertes abschaffen (und lieber die verbleibenden Wettbewerbe aufwerten) aber die Wahl habe ich natürlich nicht und werde trotzdem für eine Olympiabewerbung (Hamburg) stimmen.
Schön, dass auch Kiel dafür ist, aber Travemünde und Rostock schaffen es auch regelmäßig Segelgroßveranstaltungen auszurichten
Man bemerkt den Bedeutungsverlust der Leichtathletik in Deutschland schon sehr an den Bewerbungen. Die Deutsche Leichtathletik (insgesamt, damit meine ich explizit nicht nur, aber natürlich auch den DLV) hat das in weiten Teilen in den vergangenen 20 Jahren verschuldet. Und ich bin auch überrascht wie wenig präsent bis abwesend sie jetzt im Bewerbungsprozess ist.
Man bemerkt: In NRW hat die Stadt, die die Leichtathletik samt Stadion "schultern" soll, das engste Votum. In Hamburg könnte es auch eng werden. Hauptkritik der Gegner ist da ein "neues" Stadion. In beiden Fällen soll das nach den Spielen nicht mehr oder nicht mehr für die Leichtathletik zur Verfügung stehen. Ein LA-Stadion traut sich eigentlich keiner mehr zu bauen, weil man sicher ist, damit kein Ja in einem Votum zu bekommen.
Und doch werden bei den Spielen locker 70k ins Stadion gehen.
Es fehlt mir an bewussten Vor- und Nachnutzungskonzepten der LA. Man könnte analog zur WM-Bewerbung München ja sagen, wir bewerben uns um eine WM vor und Nach Olympia in der Stadt (Peking WM im Olympiastadion, Tokio... das sind jeweils auch sportlich Highlights). Wir bauen direkt ein Konzept für ein A-Meeting was jährlich dort stattfindet, etc...
Man sollte vorher in der Stadt bereits Sportbegeisterung durch DMs und Nachwuchs-WMs schaffen... Leider fehlt das alles. Die LA bleibt sehr unsichtbar und wird in der breiten Bevölkerung nicht als emotionale Topsportart abgespeichert sondern als Kostenfaktor und Belastung.
1 Meeting = Tropfen auf heißen Stein.
Dass Fußball so erfolgreich ist, liegt neben vielem Anderen auch an der steten Präsenz.
Zu einem wichtigen Punkt: die Sportstätte oder ganz konkret auch "das Stadion". Also Fußball ist die #1, wird es auch noch lange bleiben und Fußball gucken im Leichtahletikstadion ist großer Mist.
Die Lehre von dem reinen Fussballstadion ist kompletter Müll. Dortmund im dritten Rang ist man 70 m vom Spielfeld entfernt in Berlin noch weiter.
In Zürich vielleicht 30 m trotz der Bahn. In Rom reklamiert keiner auch nicht in Neapel alles Stadien mit Bahnen.

