01.11.2018, 11:19
(01.11.2018, 11:14)Gertrud schrieb:Das Problem ist vermutlich, dass der "Geldgeber" aber der Meinung ist/war, dass es ohne Bankdrücken und Kniebeugen nicht geht (oder bestimmte Umfänge, Intensitäten, was auch immer). Das heisst, die Förderung müsste auf Vertrauen basieren (was entsprechend auch etwas willkürlich ist), oder erst quasi als Erfolgsprämie im Nachhinein kommen, wenn der Weg sich als erfolgreich erwiesen hat. Dieses System, erst zu unterstützen, wenn der Erfolg erst da ist, wird nach wie vor zu häufig praktiziert.(01.11.2018, 11:02)krebsan schrieb: So sehr ich viele Gedankengänge auch teile, so sehe ich doch auch viel Widersprüchliches. Wenn ich so viel Wert auf Autonomie, auf Selbstbestimmung, auf "niemand hat mir dreinzureden" lege, wie kann ich dann gleichzeitig so viele Forderungen an den Verband stellen?
Es scheint mir logisch, dass Unterstützungsmassnahmen, die über ein gewisses Mass hinaus gehen, mit Einflussnahme (man würde wohl Qualitätssicherung sagen) und Fremd-Mitbestimmung einhergehen.
Das sieht auf den ersten Blick so aus; aber ich halte eine im Blick stehende leichte "Überwachung" vonnöten, wenn die dortigen Menschen dazu fähig sind. Eine Kontrolle oder besser Kooperation hilfsbedürftiger Trainer/innen halte ich seitens des Verbandes für selbstverständlich.
Ich habe echte Hilfe nie abgelehnt. Nur habe ich mir nie Vorschriften bezüglich der Inhalte machen lassen, von denen ich hundertprozentig überzeugt war. Ich habe nie abgelehnt, die Biomechanik unter die Lupe zu nehmen. Nur war man nie daran interessiert, meine Vorschläge gegen die Bankdrück- und Kniebeugen-Dominanz anzunehmen. Ich habe vor 20-30 Jahren schon darauf hingewiesen. Mit einem solchen Mainstream-Training und Kontrollsystem hätte eine Sabine Braun nicht ein Jahr überlebt. Also habe ich auf eine derartige Kooperation verzichtet.
Gertrud

