19.06.2018, 22:20
Es ist aber ein Irrtum zu glauben, dass einfach die drei Leistungsbesten nach Zeiten und Weiten nominiert werden. So wird in allen Disziplinen der deutsche Meister (mit Norm) nominiert. Das ist also quasi eine Mini-Form der Trials. In den Nominierungskriterien steht außerdem, dass am 3. Juli theoretisch schon zwei Starter pro Disziplin nominiert werden dürfen und der dritte Startplatz wird an den besten der DM von allen anderen vergeben. Im Kampf um Startplatz drei wären das also astreine Trials, und die anderen beiden haben ab Anfang Juli mehrere Wochen Zeit für die WM-Vorbereitung.
In den Distanzen ab 10.000 Meter und im Gehen ist erstes Qualifikationskriterium sogar ein Top-16-Platz bei der WM gewesen. Wer das schafft, braucht nur eine relativ "leichte" Bestätigungsnorm zu erfüllen und hat ansonsten ein ganzes Jahr Zeit, sich auf die EM vorzubereiten.
Im Mehrkampf hat man annähernd etwas wie Trials, wenn auch zugegebenermaßen über drei Wettkämpfe verteilt und demnach mit unterschiedlichen Bedingungen. Aber man weiß zumindest von Anfang an, welche Wettkämpfe entscheidend sind und kann demnach seine Form ausbauen. Und gerade da wird hier dann ja auch mal gerne gewünscht, dass zum Beispiel irgendwelche College-Wettkämpfe auch zählen, man also weiter vom Trials-System weggeht.
Ich finde es auch etwas irreführend, dass Ring indirekt Krauses Formschwäche mit der Normjagd in Verbindung gesetzt hat. Erstens hat Krause als Titelverteidigerin eine Wildcard und zweitens stand sie über die Hindernis in den letzten Jahren ja nun so weit vor der nationalen Konkurrenz, dass es quasi von Anfang an unvorstellbar war, dass sie sich nicht qualifiziert. Wenn Krause übertrainiert ist (was ich auch vermute), dann liegt der Verdacht nun doch wesentlich näher, dass sie hinsichtlich des Wettkampfs bei der Heim-EM zuviel trainiert hat und nicht wegen der Qualifikation dafür.
In den Distanzen ab 10.000 Meter und im Gehen ist erstes Qualifikationskriterium sogar ein Top-16-Platz bei der WM gewesen. Wer das schafft, braucht nur eine relativ "leichte" Bestätigungsnorm zu erfüllen und hat ansonsten ein ganzes Jahr Zeit, sich auf die EM vorzubereiten.
Im Mehrkampf hat man annähernd etwas wie Trials, wenn auch zugegebenermaßen über drei Wettkämpfe verteilt und demnach mit unterschiedlichen Bedingungen. Aber man weiß zumindest von Anfang an, welche Wettkämpfe entscheidend sind und kann demnach seine Form ausbauen. Und gerade da wird hier dann ja auch mal gerne gewünscht, dass zum Beispiel irgendwelche College-Wettkämpfe auch zählen, man also weiter vom Trials-System weggeht.
Ich finde es auch etwas irreführend, dass Ring indirekt Krauses Formschwäche mit der Normjagd in Verbindung gesetzt hat. Erstens hat Krause als Titelverteidigerin eine Wildcard und zweitens stand sie über die Hindernis in den letzten Jahren ja nun so weit vor der nationalen Konkurrenz, dass es quasi von Anfang an unvorstellbar war, dass sie sich nicht qualifiziert. Wenn Krause übertrainiert ist (was ich auch vermute), dann liegt der Verdacht nun doch wesentlich näher, dass sie hinsichtlich des Wettkampfs bei der Heim-EM zuviel trainiert hat und nicht wegen der Qualifikation dafür.

