19.06.2018, 21:47
Ich glaube es geht Ring mehr darum, auf die Probleme des gegenwärtigen Verfahrens hinzuweisen, als Trials als Ideallösung herauszustellen. In den älteren Thread sind ja auch mehrere Kombinationslösungen vorgeschlagen worden, etwa nur den ersten oder die ersten beiden der DM mit (anderweitig) erfüllter Norm zu nominieren und verbleibende Plätze mit anderen Normerfüllern.
Momentan werden einige Normen so verschärft, dass schon der Eindruck entsteht, der Verband hofft, dass allerhöchstens 3 die Norm erfüllen und die werden dann nominiert. Anders wäre kaum zu erklären, warum in Disziplinen, in denen D eh nicht so toll ist, wie etwa 400/400h/800 die Normen um ca. eine Sekunde verschärft wurden. Bei einer Heim-EM finde ich das grundsätzlich kein gutes Signal. Da sollten immer drei, wenn sie die EAA-Norm haben, nominiert werden.
Das Argument mit der "Endkampfchance" ist Nonsense. Selbst wenn man es bei OS vielleicht nicht vermeiden kann, weil sich sonst die anderen Sportarten beschweren, gilt das nicht für reine LA-Events und es ist systematisch schlicht Unsinn. Irgendjemand muss ausscheiden oder letzter werden, sonst könnte man die Normen gleich so hoch setzen, dass man keine Qualis, Vorläufe und Vorkämpfe mehr braucht.
Schließlich gibt es ja ungeachtet hoher Normen in einigen Disziplinen durchaus das Problem "zu vieler" Erfüller, etwa in einigen Würfen oder auch im Sprint der Frauen.
D.h. es wird eh ein Verfahren benötigt, bei 5 oder mehr Erfüllern die aussichtsreichsten zu nominieren. Und dass das immer unbedingt die wären, die ein paar Zentimeter oder Zehntel besser waren, darf mit Recht bezweifelt werden. Über die kaum reproduzierbaren Spitzenergebnisse einiger Meetings wurde ja schon genügend geschrieben.
Der Vorteil von Trials oder eben der DM als Ausscheidungs-WK ist, dass die Saison damit besser planbar wird und die "Fernduelle" zugunsten einer unmittelbaren Konkurrenz im Wettkampf wegfallen.
Es ist absurd und einer vernünftigen Trainingsperiodisierung abträglich, wenn man theoretische jeden Tag die sicher geglaubte Nominierung verlieren kann, weil irgendwo jemand ein bißchen schneller oder weiter war. Mocki in diesem Frühsommer mag ein extremer Fall sein, aber dreimal 10000m laufen zu müssen, um die Nominierung, so gut es eben möglich ist, abzusichern, ist sicher kein idealer Saisonaufbau, wenn der Höhepunkt nochmal gut 6 Wochen später sein soll. Mit Trials hätte sie genau einmal laufen müssen, nämlich bei den Trials (weil sie die Norm schon von letztem Jahr gehabt hätte) und es gäbe auch kein langes Hoffen und Zittern, sondern die Entscheidung würde eben bei den Trials fallen.
Momentan werden einige Normen so verschärft, dass schon der Eindruck entsteht, der Verband hofft, dass allerhöchstens 3 die Norm erfüllen und die werden dann nominiert. Anders wäre kaum zu erklären, warum in Disziplinen, in denen D eh nicht so toll ist, wie etwa 400/400h/800 die Normen um ca. eine Sekunde verschärft wurden. Bei einer Heim-EM finde ich das grundsätzlich kein gutes Signal. Da sollten immer drei, wenn sie die EAA-Norm haben, nominiert werden.
Das Argument mit der "Endkampfchance" ist Nonsense. Selbst wenn man es bei OS vielleicht nicht vermeiden kann, weil sich sonst die anderen Sportarten beschweren, gilt das nicht für reine LA-Events und es ist systematisch schlicht Unsinn. Irgendjemand muss ausscheiden oder letzter werden, sonst könnte man die Normen gleich so hoch setzen, dass man keine Qualis, Vorläufe und Vorkämpfe mehr braucht.
Schließlich gibt es ja ungeachtet hoher Normen in einigen Disziplinen durchaus das Problem "zu vieler" Erfüller, etwa in einigen Würfen oder auch im Sprint der Frauen.
D.h. es wird eh ein Verfahren benötigt, bei 5 oder mehr Erfüllern die aussichtsreichsten zu nominieren. Und dass das immer unbedingt die wären, die ein paar Zentimeter oder Zehntel besser waren, darf mit Recht bezweifelt werden. Über die kaum reproduzierbaren Spitzenergebnisse einiger Meetings wurde ja schon genügend geschrieben.
Der Vorteil von Trials oder eben der DM als Ausscheidungs-WK ist, dass die Saison damit besser planbar wird und die "Fernduelle" zugunsten einer unmittelbaren Konkurrenz im Wettkampf wegfallen.
Es ist absurd und einer vernünftigen Trainingsperiodisierung abträglich, wenn man theoretische jeden Tag die sicher geglaubte Nominierung verlieren kann, weil irgendwo jemand ein bißchen schneller oder weiter war. Mocki in diesem Frühsommer mag ein extremer Fall sein, aber dreimal 10000m laufen zu müssen, um die Nominierung, so gut es eben möglich ist, abzusichern, ist sicher kein idealer Saisonaufbau, wenn der Höhepunkt nochmal gut 6 Wochen später sein soll. Mit Trials hätte sie genau einmal laufen müssen, nämlich bei den Trials (weil sie die Norm schon von letztem Jahr gehabt hätte) und es gäbe auch kein langes Hoffen und Zittern, sondern die Entscheidung würde eben bei den Trials fallen.

