(30.05.2017, 15:52)Seppel schrieb: Meines Erachtens muss es noch einen (tiefgründigeren) Grund geben, warum Rath nun in Saarbrücken trainiert. Bei der Siegerehrung in Götzis herzten und drückten sich alle auf dem Podest nur Schäfer ging an Rath bewusst vorbei.......
Frauen sind halt manchmal zickg!

Meine Vermutungen: Es ist immer sehr schwierig, wenn zwei Spitzenleute in einer Disziplin bei einem Trainer trainieren. Man will den Trainer in der Sympathie nicht teilen. Im Endeffekt ist eben eine die Nr. 1 und die andere die Nummer 2. Momentan hat Schäfer die weitaus besseren Möglichkeiten. Natürlich wird das Claudia Schmerzen bereitet haben. Das ist doch menschlich, wobei sie anscheinend eine Menge im Weitsprung profitiert hat. Ich schätze Claudia zu nett ein, sich hart zu widersetzen. Gehört sie nicht auch der Bundeswehr an und ist damit abhängig? Ist nicht Idriss Gonschinska der entscheidende Mann an der Schnittstelle zur Bundeswehr? Die Bundeswehrathleten sind somit abhängig - ganz klar!
Wahrscheinlich wird man Carolin nicht vom DLV switchen können. Ich sage das mal frank und frei. Im Gegensatz zu meiner immer sehr unabhängigen Rolle ist Jürgen wahrscheinlich positionsmäßig abhängig und kann sich nicht widersetzen. Ich hätte mir an Claudias Stelle den Kommentar für die neue Kugelstoßbestleistung verkniffen. Im Speerwurf hat´s nicht gefruchtet, kann man dann auch sagen. Der Mensch ist aber keine Maschine. Carolin soll auch im Nachhinein daran denken, dass Claudia mal für sie den Service im Siebenkampf gemacht hat; aber tief im Innern passt das doch keiner Athletin. Claudia wird Carolin im Siebenkampf nicht aufhalten können. Ich traue ihr aber sehr reelle Chancen im Weitsprung zu. Die Leistungsexplosion war eindeutig wohl Jürgens Leistung. Eine Athletin in der Leistungsklasse weggenommen zu bekommen, ist schon sehr hart für einen Trainer, der viel investiert hat.
Ich kann jedem Athleten und jedem Trainer nur den Rat geben, sich beruflich unabhängig zu machen wie ein Hansjörg Holzamer, ein Günter Eisinger, ein Klement damals und meine Wenigkeit!!!
Wie sagte Sumser immer: "Athleten sind wie Hühner, die die Leiter hochgehen. Wenn sie oben sind, besch... sie den Trainer!"
Das erlebt man als Trainerin nicht nur einmal im Leben. Das Procedere hat Wiederholungscharakter.
Noch jetzt kann ich von heute auf morgen ade sagen und Betreuungen aufgeben, wenn ich damit nicht glücklich bin. Mein inneres Glück ist mir heute enorm viel wert. Athleten suchen meistens nur ihre Vorteile, ohne den Trainer zu sehen. Der Egoismus hat gegenüber früher enorm zugenommen. Im Endeffekt trägt auch immer der Trainer die Schuld für schlechte Leistungen. So gut wie nie sucht der Athlet die Fehler bei sich selbst.
Gertrud

