29.03.2016, 15:41
@Sergel Litviniov
ist so nicht richtig! Ich habe mir bei einem Kollegen der vollen Zugriff auf ScienceDirect hat (mich würde er sonst 36 US $ kosten…) den Artikel durchgelesen. Dieser Artikel (> http://www.sciencedirect.com/science/art...8508003567 ) ist vom Hersteller selbst und er beweist darin sehr präzise die hohe Auflösegenauigkeit und Abgrenzung bei der Analyse von Mildronat in vitro und in vivo. Die typischen Verunreinigungen lassen sich ohne große Probleme detektieren, die Abgrenzung zu den Metaboliten kann man ebenfalls als eindeutig bezeichnen > die Metabolitenmär darf somit wohl als Ausrede bezeichnet werden. (z.B. auch beim Abbau / Freisetzen von hochkonzentrierten Einlagerungen aus dem Fettdepot). Das ist übrigens keine böse "westliche" Unterstellung, an diesem Papier haben lettische und russische Wissenschaftler gemeinsam gearbeitet… Auch die Analysemethoden und eingesetzten Mittel kommen aus aller Welt (USA/Frankreich/Lettland/Russland/Tschechien/Weißrussland/Ukraine) und sind von Experten leicht nachvollziehbar.
Ende September, Anfang Oktober sind Warnungen an die russischen Athleten heraus gegangen, dass das Mildronat ab 2016 auf der Verbotsliste steht, es wurde also auch direkt der auf der Verpackung stehende Markenname und nicht eine enthaltene Substanz genannt - also auch für Nichtfachleute erkennbar. Die übliche Abbauzeit bei der Maximaldosierung einer Kur beträgt 3 Wochen und das Mittel sollte sowieso nicht in Dauer genommen werden.
Das Verbot hat aber auch einen wirklich vernünftigen Sinn, die Einnahme und "Schutzwirkung" für das Herz kann nämlich recht effektiv Beschwerden überdecken - ein Umstand, der bei Krankheit mit Unwohlsein und Schmerzen durchaus begrüßt werden kann, bei eigentlich gesunden Leistungsportlern, die dadurch z.B. eine Erkrankung nicht mehr verspüren ein hohes Risiko. Der belgische Radsportler, der gerade während eines Rennens verstarb, war wohl vor kurzem noch erkrankt, fühlte sich vor dem Rennen aber nicht mehr unwohl - eine böse Fehleinschätzung. Ob er Schmerzmittel oder ähnliches eingenommen hatte? Vielleicht erfahren wir es noch, eine Obduktion ist anberaumt.
Doping sind in meinen Augen nicht nur Mittel die die Leistung steigern, Doping sind eigentlich alle Mittel die das natürliche Leistungsvermögen "verstecken", auch vor dem Athleten (wenn z.B. Müdigkeit, Erkältungen, Schmerzen etc. nicht mehr wahrgenommen werden bringe ich nicht die mir eigentlich mögliche Leistung sondern eine bessere! Oft auch über ein gesundes Maß hinaus, bei einigen wenigen funktioniert das sogar einfach nur mit Willenskraft - es ist trotzdem gefährlich und wirklich nicht Sinn des Sports!)
Zitat:Das blöde dabei ist, man kann nicht beweisen das man diese Substanz 2015 genommen hat oder das man fahrlässig war.
Es gibt sicherlich auch viele Athleten die fahrlässig waren.
Aber der Fakt das die WADA keine Forschungen gemacht haben bevor man es auf die Liste gesetzt hat, ist schon Skandalös für mich.
ist so nicht richtig! Ich habe mir bei einem Kollegen der vollen Zugriff auf ScienceDirect hat (mich würde er sonst 36 US $ kosten…) den Artikel durchgelesen. Dieser Artikel (> http://www.sciencedirect.com/science/art...8508003567 ) ist vom Hersteller selbst und er beweist darin sehr präzise die hohe Auflösegenauigkeit und Abgrenzung bei der Analyse von Mildronat in vitro und in vivo. Die typischen Verunreinigungen lassen sich ohne große Probleme detektieren, die Abgrenzung zu den Metaboliten kann man ebenfalls als eindeutig bezeichnen > die Metabolitenmär darf somit wohl als Ausrede bezeichnet werden. (z.B. auch beim Abbau / Freisetzen von hochkonzentrierten Einlagerungen aus dem Fettdepot). Das ist übrigens keine böse "westliche" Unterstellung, an diesem Papier haben lettische und russische Wissenschaftler gemeinsam gearbeitet… Auch die Analysemethoden und eingesetzten Mittel kommen aus aller Welt (USA/Frankreich/Lettland/Russland/Tschechien/Weißrussland/Ukraine) und sind von Experten leicht nachvollziehbar.
Ende September, Anfang Oktober sind Warnungen an die russischen Athleten heraus gegangen, dass das Mildronat ab 2016 auf der Verbotsliste steht, es wurde also auch direkt der auf der Verpackung stehende Markenname und nicht eine enthaltene Substanz genannt - also auch für Nichtfachleute erkennbar. Die übliche Abbauzeit bei der Maximaldosierung einer Kur beträgt 3 Wochen und das Mittel sollte sowieso nicht in Dauer genommen werden.
Das Verbot hat aber auch einen wirklich vernünftigen Sinn, die Einnahme und "Schutzwirkung" für das Herz kann nämlich recht effektiv Beschwerden überdecken - ein Umstand, der bei Krankheit mit Unwohlsein und Schmerzen durchaus begrüßt werden kann, bei eigentlich gesunden Leistungsportlern, die dadurch z.B. eine Erkrankung nicht mehr verspüren ein hohes Risiko. Der belgische Radsportler, der gerade während eines Rennens verstarb, war wohl vor kurzem noch erkrankt, fühlte sich vor dem Rennen aber nicht mehr unwohl - eine böse Fehleinschätzung. Ob er Schmerzmittel oder ähnliches eingenommen hatte? Vielleicht erfahren wir es noch, eine Obduktion ist anberaumt.
Doping sind in meinen Augen nicht nur Mittel die die Leistung steigern, Doping sind eigentlich alle Mittel die das natürliche Leistungsvermögen "verstecken", auch vor dem Athleten (wenn z.B. Müdigkeit, Erkältungen, Schmerzen etc. nicht mehr wahrgenommen werden bringe ich nicht die mir eigentlich mögliche Leistung sondern eine bessere! Oft auch über ein gesundes Maß hinaus, bei einigen wenigen funktioniert das sogar einfach nur mit Willenskraft - es ist trotzdem gefährlich und wirklich nicht Sinn des Sports!)

