@atanvarno
Ok, da ist definitiv Interpretationsspielraum, ich frage mich aber, warum er dann diesen Titel wählt, wenn “why we're fighting a losing battle" genau genommen heißt : Weshalb wir eine verlorene Schlacht führen / kämpfen. Als Antithese vorausgestellt sollte er sie dann aber widerlegen oder? Die Schlussfolgerung, bzw. das Ergebnis einer Befragung in der fast alle Erwischten überhaupt kein Unrechtsbewusstsein haben, tut dies jedenfalls nicht. Auch die These, dass Dopingtäter sich selbst überzeugen nichts unrechtes zu tun weil "alle es tun" ist ja kein wirkliches Argument gegen die in der Überschrift aufgestellte These.
Vielleicht spielt meine recht eingehende Beschäftigung mit dem Thema ein übriges, das Versagen im Dopingkampf sehe ich nicht primär im Versagen der Psychologie, sondern in der mangelnden Bereitschaft konsequent vorzugehen. Konsequent hieße für mich: Sperren gibt es maximal für Ersttäter und dann mit einem Minimum von 4 Jahren. Wiederholungstäter werden lebenslang geperrt, notfalls müssen die Regularien dahingehend geändert werden, dass auch zivilrechtliche Klagen nicht mehr greifen (sitzen genug Juristen in den internationalen Gremien). Auch müssten die unangekündigten Kontrollen so Verändert werden, dass sie eben nicht mehr so berechenbar sind (auch wenn dies eine Ausweitung bedeutet). Definitiv ein einfacher erster Schritt wäre es Preise auszuloben, die nur ein Athlet gewinnen kann der bisher "sauber" war.
Die Psychologie mit der ein Täter sich selbst ein "reines Gewissen" bescheinigt werden wir nicht ändern, mit ähnlicher Denke werden nahezu alle Straftaten begangen. Harte Konsequenz und eine unmisserständliche Kommunikation zum Thema scheinen mir einzig angezeigt. Aber ein Innenminister, der eigentlich ein Antidoping-Vorreiter sein sollte, möchte vor allem mehr Medaillen… DAS ist auch eine Art von “Psychologie“…
Vielleicht, so meine Überlegung, reicht mir auch die Analyse des Dopings als psychologisches Problem nicht - auch wenn Magness absolut recht hat. Die Psychologie kann Verhalten erklären, aber ändern doch nur MIT dem Patienten und Einsicht ist nicht gerade die Stärke der Täter wie er selbst feststellt
Ok, da ist definitiv Interpretationsspielraum, ich frage mich aber, warum er dann diesen Titel wählt, wenn “why we're fighting a losing battle" genau genommen heißt : Weshalb wir eine verlorene Schlacht führen / kämpfen. Als Antithese vorausgestellt sollte er sie dann aber widerlegen oder? Die Schlussfolgerung, bzw. das Ergebnis einer Befragung in der fast alle Erwischten überhaupt kein Unrechtsbewusstsein haben, tut dies jedenfalls nicht. Auch die These, dass Dopingtäter sich selbst überzeugen nichts unrechtes zu tun weil "alle es tun" ist ja kein wirkliches Argument gegen die in der Überschrift aufgestellte These.
Vielleicht spielt meine recht eingehende Beschäftigung mit dem Thema ein übriges, das Versagen im Dopingkampf sehe ich nicht primär im Versagen der Psychologie, sondern in der mangelnden Bereitschaft konsequent vorzugehen. Konsequent hieße für mich: Sperren gibt es maximal für Ersttäter und dann mit einem Minimum von 4 Jahren. Wiederholungstäter werden lebenslang geperrt, notfalls müssen die Regularien dahingehend geändert werden, dass auch zivilrechtliche Klagen nicht mehr greifen (sitzen genug Juristen in den internationalen Gremien). Auch müssten die unangekündigten Kontrollen so Verändert werden, dass sie eben nicht mehr so berechenbar sind (auch wenn dies eine Ausweitung bedeutet). Definitiv ein einfacher erster Schritt wäre es Preise auszuloben, die nur ein Athlet gewinnen kann der bisher "sauber" war.
Die Psychologie mit der ein Täter sich selbst ein "reines Gewissen" bescheinigt werden wir nicht ändern, mit ähnlicher Denke werden nahezu alle Straftaten begangen. Harte Konsequenz und eine unmisserständliche Kommunikation zum Thema scheinen mir einzig angezeigt. Aber ein Innenminister, der eigentlich ein Antidoping-Vorreiter sein sollte, möchte vor allem mehr Medaillen… DAS ist auch eine Art von “Psychologie“…
Vielleicht, so meine Überlegung, reicht mir auch die Analyse des Dopings als psychologisches Problem nicht - auch wenn Magness absolut recht hat. Die Psychologie kann Verhalten erklären, aber ändern doch nur MIT dem Patienten und Einsicht ist nicht gerade die Stärke der Täter wie er selbst feststellt
