23.09.2026, 10:06
(22.09.2026, 18:55)Barnie schrieb:(22.09.2026, 18:10)Läufer 800m schrieb:(22.09.2026, 17:34)Barnie schrieb:(22.09.2026, 17:09)Läufer 800m schrieb:(22.09.2026, 16:36)Freaky schrieb:(22.09.2026, 15:40)Oliver schrieb: Aus meiner Sicht ist das einzige Argument für NRW, dass die Region bisher noch keine Olympischen Spiele ausgerichtet hat. Die Spiele in Berlin und München sind zudem leider mit belastenden historischen Ereignissen verbunden, sodass NRW die Chance hätte, ein neues und positives Kapitel der deutschen Olympiageschichte zu schreiben.
Ich muss ja sagen, OS 2036 in Berlin hätte aber eben auch gerade aus den historischen Ereignissen folgend die Chance geboten, ein positives und weltoffenes Zeichen zu setzen.
Wobei ich durchaus verstehe, wenn man das doch sehr kontrovers sieht.
(Persönlich wäre ich ja auch für München, die EM 2022 war cool und München könnte ich als Tagesausflug noch machen)
Berlin hat es sich gerade selbst vergeigt, die Linken machen halt wenig Sportdaher sollte man Berlin auf keinen Fall auswählen, denke das wird auch keiner mehr ernsthaft verfolgen. Rhein Ruhr oder München wäre mir egal. Beide können gute Spiele ausrichten, allerdings habe ich auch noch die EM in Hinterkopf was basierend auf diesen Erfahrungen mich auch zu München tendieren läßt. Allerdings habe ich auch Jahrzehnte im Ruhrgebiet gewohnt und weiß, das die dort ebenso Sportbegeistert sind....
Nichts für ungut, aber das wird sowieso nichts. Da geht wohl eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass OS nach Deutschland vergeben werden.
Und ich für meinen Teil wäre auch nur dafür, wenn sich das für die Region auch lohnen würde ... und man nicht hinterher mit Milliarden an Schulden dastünde. Neue und bessere Sportstätten sowie insgesamt ein besser geförderter Breiten- und Leistungssport könnte man auch ohne Olympia haben. Diese Entscheidung können wir ganz alleine, ohne das IOC, treffen. Man muss es nur wollen?!
Jede Halle, die gebaut wird, und jedes Stadion, das renoviert wird, ist ein Gewinn – auch für den Schul- und Breitensport. Ohne die Notwendigkeit, für Olympia zu investieren, tut sich da leider nichts. So ehrlich sollten wir doch sein. Wir sehen heute noch die positiven Effekte für den Sport in UK und Frankreich. Neben der reinen Leistungsexplosion in der Spitze begeistert der Sport auch den Nachwuchs. Wir sehen es doch immer wieder nach großen Events, wie die Kinder wieder in die Vereine kommen. Ganz ehrlich: Wenn man nicht alles kaputtreden würde, würde die Stimmung tatsächlich immer einen Vorteil für eine Region bringen. Leider gehöre ich auch zu den Menschen, die immer ein Haar in der Suppe finden. Da der Sport aber im Grunde mein Leben gerettet hat, bin ich in diesem Falle trotz Bedenken, die ich ähnlich sehe wie du, über meinen Schatten gesprungen und würde Olympia wählen – einfach, weil sonst rein gar nichts passiert. Mein Realismus sieht in der Olympiade halt eine Leuchtturmfunktion mit Orientierung und Sogwirkung.
Also diese Denke ("ohne Olympia tut sich nix") halte ich für einen Fehler. Diese vorauseilende Resignation führt ja gerade dazu, dass sich in unserem Sinne nichts bewegt. Die Wahrscheinlichkeit von OS in Deutschland ist in den nächsten Jahrzehnten sehr gering. Außerdem würde es in punkto Sportstättenbau sowieso nur der jeweiligen Region helfen. Und das soll unser einziger Strohhalm für die Zukunft sein?! Das ist mir entschieden zu wenig!
Was die politische Dimension dieses Themas angeht. Es ist zwar richtig, dass die Linke (nicht nur in Berlin) OS in Deutschland ablehnt. Wenn es aber darum geht, den Sport generell zu fördern (Sportstättensanierung, Schul- u. Jugendsport, Sport als Staatsziel im GG, usw.), dann können sich andere Parteien hier durchaus eine Scheibe abschneiden. Nur weil vielleicht "Olympiabefürworter" auf einem Button steht, heißt das noch lange nicht, dass man den Sport insgesamt mehr fördern will?! Auch deshalb wäre es falsch, allein auf entsprechende Olympia-Hochglanzversprechen zu vertrauen. Die sind nach einer Bewerbung schnell vergessen. Und allein mit dem Geld, das für eine Bewerbung ausgegeben würde, könnte man einige sinnvolle Investitionen tätigen.
alles berechtigte Ergänzungen die mir weitestgehend ,nicht alle aber viele, bekannt sind, aber in meiner persönlichen Abwägung vieler Argumente und Sichtweisen sehe ich den größten Hebel in der anlassbezogenen Signalwirkung und Sogwirkung und dabei nehme ich auch unberücksichtigte Aspekte bewusst in kauf, nicht aus Ignoranz , sondern aus Pragmatismus ...

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