11.08.2026, 14:11
(11.08.2026, 14:01)Rostocker schrieb: Das finde ich bei aller vielleicht auch angebrachter Kritik an der angesprochenen Person nicht gerecht. Die DM wird für die Sportlerinnen und Sportler ausgerichtet. Die Ehrenamtler, die Zuschauer und die Partner und Dienstleister machen es für die Sportler möglich! Die Athletinnen und Athleten sollen die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. Das zu erreichen, erfordert die Unterstützung derer, denen er gedankt hat.
Mir fehlt insgesamt hier im Forum oft der Versuch, auch mal die Perspektive der anderen Handelnden einzunehmen. (Das Empathieempfinden des Menschen ist u. a. auch der Grund, warum sich Nicht-Betroffenen zu solchen Themen wie sexualisierte Gewalt äußern dürfen und sollten.)
Auch die Handelnden des DLV sind Zwängen unterworfen, die wir oft nicht kennen, nicht anerkennen oder sie ignorieren/geringschätzen. Zu unterstellen, dass es nicht für die Athletinnen und Athleten getan wird, geht weit an der Realität vorbei.
Wird die DM wirklich (noch) für Sportler ausgerichtet? Ich meine das als offene Frage. Weil dir super schnell als Argument gegen mehr Teilnehmer entgegengehalten wird: Da verdienen wir das Geld, was wir für alles andere brauchen. Und die Bedürfnisse der Athleten spielen leider sehr oft nicht so eine große Rolle.
Und ich sage ja explizit, dass es die ganzen Helfer, Zuschauer (das sind übrigens sehr sehr oft Freunde, Verwandte und Trainingskollegen der Teilnehmenden!) und auch hauptberuflich Verantwortlichen dafür braucht. Keine Frage! Und natürlich gilt denen Dank! Das stelle ich ja gar nicht in Abrede.
Ich fand es aber sehr interessant zu sehen, dass die Sportler eben nicht erwähnt werden, genauso wie ihre Coaches. Und da – Empathie – würde ich mir halt den Versuch wünschen, sich in die Situation zu versetzen. Es ist in meinen Augen eben gerade nicht Aufgabe des ehrenamtlichen Trainers oder (meist ja auch ehrenamtlichen) Sportlers, sich in die Sorgen und Nöte desjenigen zu versetzen, der dafür bezahlt wird, Deutsche Meisterschaften auszurichten, sondern der Job(!) desjenigen, der dies tut, sich in die Belange der Sportler zu versetzen, auf deren Karrieren seine Handlungen Einfluss haben.
Deshalb auch der Verweis auf die Birminingham-Reise. Für jeden Tag EM müsste es mindestens 3 auf Sportplätzen geben, auf denen mit Trainern und Athleten gesprochen wird, die aus Teilnehmerlisten gestrichen werden. Face-toFace. Auf dem Sportplatz der Betroffenen. Als Arbeitszeit!
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.

