20.07.2026, 09:28
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.07.2026, 09:37 von CoachnEngineer.)
(20.07.2026, 09:11)Atanvarno schrieb:(20.07.2026, 08:57)Reichtathletik schrieb: Ich störe mich einfach daran, dass angeblich alle sauberen Sport wollen, aber dafür keinerlei Einschränkungen bereit sind in Kauf zu nehmen.
Keinerlei Einschränkungen?
Ich finde Sportler nehmen im Anti-Doping-System massive Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit in Kauf und es ist eine ziemliche Frechheit mangelnden Einsatz für einen sauberen Sport zu unterstellen, wenn man einen Rest dieser persönlichen Freiheit (eine ungestörte Nachtruhe) nicht ohne besonderen Grund auch noch opfern möchte.
Vor allem kommen hier ja noch Aspekte der Wettbewerbsverzerrung und ggf. der Gefährdung der Sportler (siehe Sturz von Vingegaard nach dieser Aktion) hinzu. Da kann man denke ich schon berechtigterweise die Frage stellen, ob das noch angemessen ist. So weit ich hier die Regularien richtig verstanden habe, sind diese nächtlichen Kontrollen auch eigentlich nur bei begründeten Verdachtsmomenten (gut, die gibt es im Radsport immer) zulässig.
Wenn es Betrugspraktiken nachzuweisen gilt, die vornehmlich nachts vorgenommen werden (Bluttransfusion etc), dann kann ich verstehen, dass man dies mit allen Mitteln versuchen möchte. Auf der anderen Seite muss man sich fragen, ob tatsächlich alle anderen Möglichkeiten, die den Sportlern die Nachtruhe nicht völlig nehmen, schon ausgeschöpft wurden. Vll wären die Fahrer eher einverstanden Überwachungskameras zu installieren, wenn sie denn dann ruhig schlafen könnten? Oder andere "kriminalistische" Ansätze?
Frage an die Experten (Biochemiker, Ärzte, Pharmazeuten) unter uns: Gibt es denn aktuell möglicherweise leistungssteigerne Substanzen oder Praktiken, die man innerhalb von wenigen Stunden nicht mehr nachweisen kann? Kann es sein, dass dann eine Probenentnahme, sagen wir, zwischen 5 und 6 Uhr morgens nicht mehr ausreichend ist?

