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Nächtliche Dopingtests - Zumutung oder Notwendigkeit? - Freaky - 19.07.2026 gilt das eigentlich für alle Sportarten, also auch für die LA, dass die Kontrolleure theoretisch zu jeder Uhrzeit auftauchen können? ich frage, weil ich gerade den Bericht zu den Tests von Pogacar und Vingegaard gelesen habe und da muss ich halt schon sagen: Das ist schon ne ziemliche Frechheit und eigentlich auch ein massiver Eingriff in den Wettbewerb (auch wenn man hier den 1. und 2. immerhin in der gleichen Nacht kontrolliert hat, also beide wenig Schlaf bekommen haben). Die beiden sind während der momentan laufenden Tour de France mitten in der Nacht gegen 2 Uhr geweckt worden für eine Dopingprobe. Finde das ja allein schon eine Frechheit, weil ganz ehrlich, wenn mich mitten in der Nacht einer aus dem Tiefschlaf reißt, kann der mir erstmal alles mögliche auch an Unsinn erzählen ohne das ich das direkt merken würde. Am Ende kommste dann wieder wegen irgendwas in Teufels Küche, weil du im Halbschlaf irgendwas Dummes gemacht hast. RE: [geteilt] Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Notalp - 19.07.2026 (19.07.2026, 19:08)Freaky schrieb: gilt das eigentlich für alle Sportarten, also auch für die LA, dass die Kontrolleure theoretisch zu jeder Uhrzeit auftauchen können? Das lehrt wohl die Erfahrung: Da zu Armstrongs aktiver Zeit zwischen 22:00 Uhr abends und 06:00 Uhr morgens eine offizielle Testruhe herrschte, bot die Nacht das perfekte Zeitfenster für verbotene Methoden: Ehemalige Teamkollegen wie Tyler Hamilton sagten aus, dass ihnen nachts heimlich frische, zuvor abgenommene Blutkonserven (Eigenblutdoping) zugeführt wurden. Substanzen wie Testosteron wurden ebenfalls oft spät abends oder nachts injiziert. RE: Doping und Anti Doping-News - Freaky - 19.07.2026 Aber haben wir aus der Diskussion im Thread zu Owen Ansah nicht gelernt: Der Athlet muss ein Zeitfenster angeben, der Kontrolleur kann auch außerhalb des Zeitfensters auftauchen, aber wenn er den Athleten nicht auffindet, ist das kein Missed Test, also kann ich ja, wenn ich was zu verbergen hätte in der Nacht einfach nicht die Türe öffnen, behaupte ich habe geschlafen und den Kontrolleur nicht gehört, bekomme kein Problem wegen Missed Test und kann aber problemlos mir die Blutkonserven reinlaufen lassen. Demnach ist es völlig egal für die Überführung von illegalen nächtlichen Aktionen ob es eine Nachtruhe gibt oder nicht. Die ehrlichen Athleten machen auf, werden in ihrer Regeneration gestört und haben negative Tests und die unehrlichen Athleten machen einfach die Türe nicht auf und bekommen auch keine Probleme. Oder übersehe ich hier was? RE: Doping und Anti Doping-News - Notalp - 19.07.2026 Vielleicht nur einen Unterschied. Die Tour-Fahrer sind über die Möglichkeit informiert und die Zimmertür bearbeitbar.
RE: [geteilt] Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 19.07.2026 (19.07.2026, 19:08)Freaky schrieb: gilt das eigentlich für alle Sportarten, also auch für die LA, dass die Kontrolleure theoretisch zu jeder Uhrzeit auftauchen können? Das ist eine französische Sonderregel im Code du Sport, die über das WADA-Reglement hinausgeht. Interessant ist, dass für die nächtliche Kontrolle schwerwiegende Verdachtsmomente und ein Risiko der Beweisvernichtung vorliegen müssen. Da würde mich interessieren, wie das bei Pogacar und Vingegaard begründet wurde. Vingegaard wurde übrigens um 2.00 Uhr geweckt, Pogacar erst um 5.00 Uhr, man könnte das als eine wettbewerbsverzerrende Benachteiligung Vingegaards sehen (auch wenn das jetzt ohnehin egal ist )
RE: Doping und Anti Doping-News - Befürworter - 19.07.2026 Damit kein falscher Eindruck entsteht: Das Umgehen einer Dopingprobe wird wie das Verweigern einer Dopingprobe gewertet. Man bekommt also auch vier Jahre Sperre, wenn man sich im Badezimmer einschließt und die Zimmertür nicht öffnet. Bei der Tour de France kommt man damit niemals durch, bei jedem anderen Sportler würde dann wahrscheinlich jemand am Folgetag im Testfenster vorbeikommen. RE: Doping und Anti Doping-News - Freaky - 19.07.2026 (19.07.2026, 21:28)Befürworter schrieb: Damit kein falscher Eindruck entsteht: Das Umgehen einer Dopingprobe wird wie das Verweigern einer Dopingprobe gewertet. Man bekommt also auch vier Jahre Sperre, wenn man sich im Badezimmer einschließt und die Zimmertür nicht öffnet. Bei der Tour de France kommt man damit niemals durch, bei jedem anderen Sportler würde dann wahrscheinlich jemand am Folgetag im Testfenster vorbeikommen. Moment, in dem anderen Thread wurde doch erklärt, wenn wir uns außerhalb des angegebenen Zeitfensters befindet und der Kontrolleur einen nicht antrifft ist das kein verweigern der Probe und hat keine Konsequenzen. Wenn ich also mitten in der Nacht einfach die Türe nicht aufmache, müsste mir ja erstmal jemand nachweisen, dass ich wach war und das mit Absicht gemacht habe und nicht wirklich einfach geschlafen habe. Oder ist dem doch nicht so? RE: Doping und Anti Doping-News - Reichtathletik - 19.07.2026 (19.07.2026, 21:53)Freaky schrieb:(19.07.2026, 21:28)Befürworter schrieb: Damit kein falscher Eindruck entsteht: Das Umgehen einer Dopingprobe wird wie das Verweigern einer Dopingprobe gewertet. Man bekommt also auch vier Jahre Sperre, wenn man sich im Badezimmer einschließt und die Zimmertür nicht öffnet. Bei der Tour de France kommt man damit niemals durch, bei jedem anderen Sportler würde dann wahrscheinlich jemand am Folgetag im Testfenster vorbeikommen. Wenn du so tust als seist du nicht da obwohl du da bist, ist das ein hochgradiger Täuschungsversuch. Klar muss man ihn dir nachweisen, das muss man aber auch die Epo-Einnahme. Ich verstehe nicht warum immer so unfassbare Motivation besteht, "saubere Sportler" vor der Nada/Wada zu schützen, statt vor Dopern. Wäre ich sauberer Sportler würde ich eher dafür plädieren, dass alle Olympiateilnehmer wöchentlich dreimal auch nachts kontrolliert werden, bis endlich mal alle Hops genommen wurden. RE: Doping und Anti Doping-News - Freaky - 19.07.2026 (19.07.2026, 22:08)Reichtathletik schrieb: Ich verstehe nicht warum immer so unfassbare Motivation besteht, "saubere Sportler" vor der Nada/Wada zu schützen, statt vor Dopern. Wäre ich sauberer Sportler würde ich eher dafür plädieren, dass alle Olympiateilnehmer wöchentlich dreimal auch nachts kontrolliert werden, bis endlich mal alle Hops genommen wurden. Geht mir ja nicht darum irgendwen vor der WADA zu schützen. Aber beim besten Willen: Dopingtests, wo man die Sportler mitten in der Nacht aus dem Bett klingelt gehen einfach gar nicht in meinen Augen. Zumindest nicht während dem Wettkampf. Im Training von mir aus, kann man machen, aber bei der Tour de France, wo die Sportler massiv auf die eh schon wenig vorhandene Regenerationszeit angewiesen sind, diese auch noch zu verknappen dadurch halte ich für grundlegend falsch. Im beschriebenen Fall sind ja immerhin Platz 1 und 2 beide kontrolliert worden, aber man nehme mal an, vor der entscheidenden Etappe wird nur einer von beiden kontrolliert, das ist dann ja schon ein massiver Eingriff in den Wettkampf und irgendwo eine Art von Wettbewerbsverzerrung. RE: Doping und Anti Doping-News - TranceNation 2k14 - 19.07.2026 Es waren aber eben beide und wo sollte man die Regeneration tunen wenn nicht dort.. |