13.06.2026, 21:45
(13.06.2026, 15:52)eierluke2 schrieb:(13.06.2026, 12:55)mark1967 schrieb:(13.06.2026, 11:02)eierluke2 schrieb:(13.06.2026, 10:14)alex72 schrieb:(13.06.2026, 08:37)CoachnEngineer schrieb:(13.06.2026, 07:47)dominikk85 schrieb:(12.06.2026, 17:10)mark1967 schrieb:Ich habe das Gefühl das in Deutschland die 100m durch den staffel fokus als talent staubsauger wirken. Jeder unter 10.40 denkt sich "noch ein paar hunderstel besser und ich kann in der staffel dabei sein". Der dlv fördert das auch und hält sich gerne einen großen staffel Dunstkreis.(12.06.2026, 12:02)dominikk85 schrieb: Man kann sich natürlich auch fragen warum die besten deutschen etwa auf dem Stand der Weltspitze von 1955 über 110m Hürden laufen.
da würden mich in der Tat Antworten interessieren, zumal im Flachsprint das ja kein so großer Unterschied ist. Der Läuferpool ist natürlich viel kleiner hier.
Dadurch wechseln gute Talente selten oder sehr spät egal ob auf die Hürden oder auf die 400m.
In den usa bist du dagegen mit 10.20 ungefähr die nummer 70 im land, damit gewinnst du keinen Blumentopf und auch starke sprint Talente wechseln frühzeitig zu den Hürden.
Das beginnt doch schon viel früher. mit 10,85 bist du in D schon in der U18 Spitze und fährst ggf schon zu internationalen Meisterschaften. Was bedeutet, dass man sich, wenn man schnell genug ist, bereits in der U16 auf diese Schiene spezialisiert, und oftmals alternatives Training, welches einen späteren Umstieg ermöglicht, vernachlässigt wird.
Aber als Hürdensprinter, der es nach ganz oben schafft, musst du schon irgendwie geboren und vor allem entwickelt werden. Du kannst nicht einfach so mit 18 sagen, jetzt geht ich an die Hürden, weil ich es im Sprint nicht schaffe.
Nenn mir bitte einen U18 Athleten der mit 10,85 zu einer int, Meisterschaft geschickt wurde
Das Problem ist aber richtig erkannt, als Sprinter mit zu wenig schnell zuckenden Muskelfasern (ich nenne jetzt mal keine Hautfarbe) kommst Du nicht mehr in ein Weltfinale und bei zu spätem Umstieg ist der Zug auch über 110 Hürden abgefahren.
Hürdensprinter sollten nebst geeigneter Körpergröße (idealer Weise 1,85+), einer großen Beweglichkeit (die muss früh geübt werden) Koordinationsvermögen haben (das kann gar nicht früh genug geübt werden).
Ein Umstieg mit 18 ist zu spät.
Aber Grundschnelligkeit ist natürlich ultimative Voraussetzung.
Da nicht alle Hürdensprinter während ihres Karriere Peaks noch 100 m Zeiten abliefern, bleiben als Referenz eigentlich nur die Vergleichswerte der schnellsten Zehnkämpfer, die regelmäßig beide Übungen bestreiten.
Busemann (zunächst ja Hürdenspezialist) lief 10,59 und 13,45 mit sehr guter Technik
Devon Williams 10,56 (10,50+2,3) / 13,37 exzellente Technik (die 13,37 waren aber auch eine Eintagsfliege)
Kevin Mayer 10,50 / 13,54 (13,49+3,0) gute Technik
Simon Ehammer 10,34 / 13,38 gute Technik
Finley Gayo 10,43 / 13,46 gute Technik
Die Quali.Norm für die WM 2027 in Beijing liegt bei (absurden) 13,18 s.
Selbst bei exzellenter Technik braucht man dafür wohl ca. ein Sprintvermögen von 10,35 (10,40 oder langsamer reichen sicherlich schon nicht mehr)
Also auf gehts, suchen wir nach über 1,85 großen Sprintern, die früher mal geturnt haben und Fußball (oder eine andere Ballsportart) betrieben!
Schwarthoffs Bestzeit war 10,57...
Wie ich bereits schrieb: von den Spezialisten gibt es meist nur 100 m Bestzeiten aus dem Jugendalter. Sind sie erst mal richtig gut laufen laufen sie dann und wann mal ne 200 m Zeit und das dann eher in der Saisonvorbereitung im April. Ein realistisches Bild des Leistungsvermögens gibt es fast nur noch bei den Zehnkämpfern.
Ausnahmen bilden höchstens solche Hürdensprinter die sogar über 100 m top sind, wie Omar McLeod der PBs von 9,99 und 12,90 hatte. Er hatte aber Größennachteile, bei optimaler Körpergröße sollten 9,99 ausreichend sein für den 110 Hürden Weltrekord.
Einen guten Anhaltspunkt lieferte Grant Holloway: optimale Körpergrösse und perfekte Technik. er lief bereits am Leistungszenit 6,50 über 60 m und 7,27 über 60 m Hürden. Leider weiß man nicht wie man dass auf den Langsprint umrechnen soll.
Eine realistische Top 100 m Zeit (unter 10) gibt es nicht und über 110 Hürden ließ er immer gegen Ende des Rennens stets nach. Die <12,70 die er in den Beinen hatte hat er daher nie auf die Bahn gebracht.
Sein Leistungsbild bleibt sehr mysteriös, da er grundsätzlich Langsprint könnte; in einer 4 x 400 m Staffel wurde er mal (fliegend) mit 43,75 gestoppt.
Bei 6,50 s über 60m und 2,16 m Hoch ist er auch nie entsprechend weit gesprungen, trotz vieler Versuche (bei solchen Zubringerwerten könnte man eigentlich CarlLewisweit springen) ?
Die 60m zeit ist für die Hürden eh viel wichtiger als die 100m zeit. Der top speed auf den Hürden ist nur knapp 10m/s was langsamer ist als die besten frauen über 100m.
Sprich die Fähigkeit mit 12 m/s "fliegen" zu können ist gar nicht so extrem wichtig. Man braucht natürlich dennoch einen ordentlichen top speed, aber vor allem muss man vor der ersten Hürde so viel speed aufbauen wie möglich. Die besten Hürden sprinter haben bereits an der ersten Hürde fast 9m/s drauf und werden dann nur noch geringfügig schneller.

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