20.05.2026, 10:01
(20.05.2026, 09:27)eierluke2 schrieb:(20.05.2026, 09:08)Diak schrieb:(20.05.2026, 07:22)eierluke2 schrieb: (ich persönlich wäre lieber hundertbester Zehnkämpfer in der Welt als Doppelgoldgewinner im Gehen).
und weil das so ist, lass doch die Menschen gern machen, wohin ihr Herz sie zieht, es gibt nicht so viele Stabspringer, die hohe 40 mit dem Diskus werfen können... Ob Torben mit zwei Jahren mehr bzw. früher höher springen würde, wissen wir auch nicht, Du stellst das gelegentlich als Fakt dar, der zwar nachvollziehbar begründbar sein könnte, aber spekulativ bleibt.
Wäre ich lieber als Zehnkämpfer bei Olympia gewesen oder als Fußballer bei der WM dabeigewesen?
In meinem persönlichen Ranking ganz klar das erstere.
Was hätte ich realistischer Weise eher erreichen können?
Ganz klar das zweite.
Unter Berücksichtigung dessen erscheint Fußball WM Teilnahme dann plötzlich doch attraktiver als die sicher Nichtolympiateilnahme![]()
Hätte, wenn ... ist immer schwierig. Bei Gräber sehe ich eine Verletzungsanfälligkeit (vielleicht ja auch nur immer wieder ganz viel Pech). Wäre immerhin schön zu wissen dass es ihm viellecht mal epmfohlen wurde und er es verworfen hat.
Eine solche bewußte Entscheidung wäre auch sehr respektabel.
Es gibt Beispiele erfolgreicher Jugend-/ Junioren-Mehrkämpfer , wo sich die rechtzeitige Entscheidung zur Spezialisierung sicherlich ausgezahlt hat, wie bei Karsten Warholm oder Ladij Doucoure. Bei Warholm war es wohl einfach eine Kalkulation seiner Chancen, bei Doucoure eher die Einsicht, dass man nur gesund Weltmeister werden kann.
Visser, Sprunger, Spartakova, Hellebaut, Sprunger, ... es gibt viele, die einen guten Moment gefunden haben (und zugegeben: der lag selten sehr spät...) und es gibt Cindy, die durch Mehrkampf wieder in die Spur kam und Klüft, die dachte, sie würde krass weit springen, wenn sie sich konzentriert, und nie wieder weiter sprang.
Ich habe schon alle Varianten scheitern sehen (zu früh spezialisiert, zu spät spezialisiert, gar nicht spezialisiert, überhaupt spezialisiert) als Gemeinsamkeit der Scheiternden mache ich aus, dass ihnen von außen ein Konzept übergestülpt wurde und / oder Pull-Faktoren den Ausschlag gaben, die der Entwicklung hinderlich waren (Bundeskaderstatus, Aussicht auf internationalen Start in der Jugend) Aus Mehrkampfsicht haben wir ein großes Problem damit, dass in vielen Konstellationen Leute, die ein bisschen hochspringen oder schnell geradeauslaufen können vermittelt wird, sie müssten dringend jetzt nur noch das machen, auch wenn sie im Mehrkampf die bessere Perspektive hätten. (Auch) deswegen reagiere ich allergisch auf Dein "sollte", auch wenn ich zu weit von Amadeus weg bin, um mir ein qualifiziertes Urteil bilden zu können.
Ständiges Wiegen macht die Sau nicht fetter.


