20.05.2026, 09:24
(19.05.2026, 13:49)OldSchoolRunner schrieb: edit: Richard Ringer wurde auf den geringen Abstand (10 Wochen) zum EM-Marathon angesprochen. Er geht davon aus, dass es bei der EM ein eher taktisches Rennen gibt.
Seine Regeration möchte er sehr aktiv gestalten (Aquajogging, Radfahren), um in kurzer Zeit wieder fit für Frankfurt zu sein. Seine Schwester (die anscheinend Physiotherapeutin oder ähnliches ist) will ihn physiotherapeutisch unterstützen.
Ringer wird den Rekord nicht laufen, da lege ich mich fest. Es ist aber natürlich legitim, das anzukündigen und zu versuchen, Klappern gehört zum Geschäft. Es ist auch ökonomisch logisch, Frankfurt zu vereinbaren, solange er noch amtierender Europameister ist. Sportlich wäre Valencia womöglich logischer gewesen, aber vermutlich ist FFM deutlich lukrativer. NY wäre Ringer sicher auch ins Elitefeld gekommen und ist immerhin eine Woche mehr aber schwierigere Strecke und sehr sicher auch weniger Antrittsgeld. In beiden Fällen ist der Abstand eigentlich zu kurz, da geht es auch nicht nur um die physische Erholung. Und auch ein taktischer Marathon ist 42,195 km lang ... kann schlecht vergleichen mit einem verbummelten 5000er.
Selbst mit Valencia blieben es drei Marathons in einem Jahr, und das die alle optimal laufen ist sehr unwahrscheinlich. Und wenn es z. B. für Fitwi in Birmingham schlecht laufen und er vorzeitig aussteigen sollte, ist in FFM womöglich um so mehr mit ihm zu rechnen. Aber eigentlich rechne ich eher damit, dass wegen der Teamwertung niemand leichtfertig aussteigen wird, wenn man da gut liegen wird (was recht wahrscheinlich ist aus aktueller Sicht.)
Europameister wird Ringer auch nicht werden dieses Jahr, außer es verletzten sich ein paar Konkurrenten. Gerade Petros wird in Normalform nicht zu schlagen sein und auch Fitwi sollte er nicht unterschätzen. Und für Petros ist es überhaupt nur sinnvoll anzutreten, wenn er eine gute Chance hat zu gewinnen. Sonst bringt ihm das als Vizeweltmeister eher wenig aber es verhindert womöglich einen lukrativen Herbstmarathon. Außer er läuft Valencia, was durchaus eine Option sein könnte. Dass er unter Canovas Regier früher noch einen Herbstmarathon laufen wird, bezweifel ich sehr stark.
Also wir sollten stark davon aus gehen, dass der Plan für Petros ist, die EM zu gewinnen und das auch eine sehr hohe Priorität haben wird. Canova ist immer ein großer Befürworter von solchen Projekten wie Titel und Rekorden gewesen, statt nur auf Antrittsgelder zu schauen.
Das Schöne ist, der EM-Marathon könnte (gerade auch aus dt, Sicht) richtig interessant werden.


