Vor 8 Stunden
(Vor 9 Stunden)ingo schrieb:(Vor 10 Stunden)Reichtathletik schrieb: Ich weiß. Ich meine auch was ich schreibe, wenn ich sage "ich weiß nicht, was ich davon halten soll". Ich glaube einerseits dass absolute Spitzenathlen nicht in Watte gepackt werden müssen/dürfen. Andererseits frage ich mich, welche Entwicklungspotentiale man sich so noch offen lässt oder anders gesagt: Ob es aktuell überhaupt bereits nötig ist, um gut zu sein bzw ob sie mit 16 bereits Frauen-DM-Norm laufen muss oder ob das gar nicht die entscheidenden Messgrößen sind. Ich denke mir einfach, man würde sie nach dem Abi übernehmen als Trainer. Was mach ich dann noch mit ihr, was nicht bereits dem Körper bekannt ist und somit überhaupt noch zusätzlichen Adaptionsdruck erzeugt?!
Und systemisch ist es schwierig, wenn sie und Schumann die aktuellen Nachwuchshoffnungen sind, weil beide in Strukturen sind, die eben nicht typisch sind. Das hat bereits bei Kaderlehrgängen für empfundenen Druck bei anderen Athlet:innen und Trainern gesorgt ("Müssen wir auch über 100km machen?").
Ist ja nicht schlimm mit 16 schnell zu laufen. Die Frage ist, was man dafür gemacht hat. Das geht ja in die Richtung, wie du schreibst, was es noch für Potentiale gibt. Ingebrigtsen hat sicherlich ähnlich viel trainiert. Aber ob das bei jedem klappt... Sie hatte meines Wissens zumindest noch keine größere Verletzung, also scheint es gesundheitlich zumindest gut zu funktionieren.
Apropos DM-Norm, ich glaube Deutschland ist das einzige Land, was die U18 von den nationalen Meisterschaften ausschließt (weiß das zufällig jemand?). Bei uns hätten also die größten Toptalente nie eine Chance mit 17 mal EM, WM oder Olympia zu sehen, da der Start bei der DM für eine Nominierung verpflichtend ist.
Gut, dass du dieses Mal dieses Beispiel gebracht hast. Ich wurde hier ja schon einige Male kritisiert dafür, weil Ingebrigtsens Fall nicht repräsentativ sei. Auf alle Fälle hat er schon früh gedoppelt (ich meine es war in der Vorbereitung auf 2015, es wurde ja in der Fernsehserie gezeigt als er morgens vor der Schule aufs Laufband ist) und er war auch ganz sicher schon 2014 kurz vor seinem 14. Geburtstag im Höhentrainingslager. Schwellentraining war wohl auch schon immer Bestandteil.
Habe keine Studie dazu. Ich denke aber, dass in einigen Bereichen, wie bspw. bei Höhentrainignslagern, der Punkt mit dem "bereits bekannt ist", sich auch manchmal positiv auswirken kann. Ich meine Ostafrikaner trainieren auch seit sie klein sind dort. Und europ. Läufer haben Probleme, wenigstens ein paar qualitative Einheiten einzubauen. Selbst Athleten, die bereits seit der U-23 in der Höhe waren (siehe Hendrik Pfeiffer). Das führt dazu, dass einige bewusst gar nicht mehr in die Höhe fahren.
“Anything we can actually do we can afford” Keynes

