02.05.2026, 13:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.05.2026, 14:08 von mariusfast.)
(02.05.2026, 12:40)Tom1966 schrieb: Abgesehen davon, dass der Erfolg Sawe natürlich Recht gibt, frage ich mich nach dem Sinn eines solchen Trainings-Wettkampfes in voller Marathonlänge. Die Vor- und Nachbereitung einer solchen Einheit muss j auch vergleichbar zu der eines Wettkampfes in Weltrekordpace sein. Der Einbau in einen normalen Trainingswochenzyklus, was ja ein wenig durch die Verbindung zum longrun impliziert wird, funktioniert sicher nicht. Die Reparaturen allein des Energiestoffwechsels mit dem vollständig entleerten Glykogenspeicher erfordert ja schon drei Tage.Ja, das wäre natürlich interessant wie dann die Vor- und Nachbereitung aussieht.
Gabius nannte bspw. seinen Longrun über 30 KM "TDL" in 3:10 MIN Schnitt am 12.09.2015. Zur Vor- und Nachbereitung Siehe die Training 2015. Klar es sind jetzt keine 40 KM, aber immerhin der Tempobereich ist ja ähnlich und 30 KM auch kein Snack und er hat am nächsten Tag "nur" 20 KM in unter 4 Min Pace gemacht und dann die nächsten Tage ganz normal weiter trainiert. 10 Sekunden über geplanter Marathonracepace, was damals ja 3:00 Minuten war (Ja, er wollte im Optimalfall 2:06 laufen und nicht nur den DR brechen.). Sein 40 KM TDL 2020 rund 2 Wochen vor dem London Marathon in unter 2:10 war auch in 3:15 Min Schnitt. Also auch 10 Sekunden über geplanter MRP. Also alles etwa 95 Prozent langsamer als MRP. Ich nehme mal an, dass das über der aeroben Schwelle ist, was man etwa 3 H lang im Wettkampf laufen könnte. Von daher ist zwar wohl der Übertrag auf das Marathonrenntempo sehr hoch, aber schon nochmal ein anderer Bereich, den man deutlich besser regenerieren kann als GA2 oder ein Marathontempo im Subthresholdbereich.
Canova sagt 95 bis 105 Prozent der MRP, auf den Bereich komme es an im Training
Insbesondere bei Sawe ist das ja noch schwieriger zu interpretieren welcher Bereich das war, weil es ja in der Höhe gelaufen wurde. Aber Sawe wird ja natürlich auch sehr angepasst an die Höhe sein. 3MIN Pace über 30 KM oder 40 KM in 3:02 hört sich zwar verrückt an, aber letztlich dann doch in Relation zu setzen zu seinem Durchschnitt von 2:50 Min.
So 40 Km in ähnlichem Bereich habe ich aber auch schon öfters gesehen von Topläufern und auch nichts Neues. Selbst Athleten wie Julian Flügel machten das auch bereits vor über 10 J. und waren der Überzeugung, dass dies der Schlüssel für ihren Leistungssprung war.
“Anything we can actually do we can afford” Keynes

