26.02.2026, 19:48
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2026, 20:27 von mariusfast.)
(26.02.2026, 12:41)Blackrunning5k schrieb: Ich möchte zu deiner Ausführung eigentlich nur eine Sache ergänzen, bezüglich Arne. Ich weiß um sein Training damals und in folgenden Links ist sein Dauerlauftempo, was er als GA1 definierte schon bestätigt. Die Aussage mit 3:30 Pace stimmt tatsächlich, zum Ende seiner Karriere hat er da aber Geschwindigkeit rausgenommen. Ab zweiter Jahreshälfte 2011 hat er massiv an Intensität zugelegt, das war damals völlig surreal, ging dann aber mit einer unfassbaren Leistungsexplosion einher. In folgenden Links der Jahre 2011 und 2012 ist das sehr gut zu beobachten.
2011: http://www.arnegabius.de/training-2011.html
2012: http://www.arnegabius.de/training-2012.html
Was beeindruckend damals war, Arne hatte im Herbst 2011 beim Kaderlehrgang bereits ein unglaubliches Selbstvertrauen bezüglich seines neuen Systems, sodass er da schon wusste, dass er in komplett neue Sphären laufen wird.
Das ganze hat natürlich körperlich ordentlich Tribut gefordert, die Zeiten stehen jetzt aber in den Büchern, das ganze ohne Karbon, BiCarb etc.
Habe nochmal in seinen letzten Podcast mit Larasch reingehört (Dez. 2022 als er bereits über 1 J. seine Karriere beendet hatte).
#101 | Über die Cross EM direkt zu Arne Gabius ins Kinderzimmer ~ Larasch-Podcast - Dein Laufpodcast von der Mittelstrecke bis zum Marathon Podcast
Gabius ist auch nach wie vor der Überzeugung, dass es die schnellen KM gebraucht hat für ihn damals. Das mit den langsameren DL unter Baumann sei jedoch nicht grundlegend falsch, nur habe es nicht zu einem jungen Bahnläufer gepasst. Es sei lediglich eine geeignete Strategie als älterer Läufer, um dann nochmal gezielt für die Temposessions bessere Reize setzen zu können, wenn man bereits auf einem gew. Niveau war. Letztlich ist das alles schwer im Nachhinein die entscheidende Korrelatoren festzumachen, vor allem als Außenstehender. Ich meine, man darf auch nicht verschweigen, dass Arne erst 2011 sein anstrengendes Studium abgeschlossen hat und zum ersten Mal so richtig Vollprofi war. Vielleicht aber kein Widerspruch. Denn für den erhöhten Bedarf an Regeneration aufgr. der schnellen DL, den Rico ansprach, braucht es vor allem Zeit und keine Doppelbelastung. Also wahrscheinlich war das einfach alles passend zum richtigen Zeitpunkt mit der Trainingsumstellung damals. Die entsprechenden Grundlagen unter Baumann (also 13:26 war ja damals auch schon eine gute Basis) waren ja auch bereits da.
Aber ja, er meinte, dass er bereits nach einem Monat bei den ersten Stadtläufen noch im Spätsommer 2011 gemerkt hat, dass das neue System der Schlüssel ist.
Auch nochmal interessant. Die Carbonschuhe, die er bereits 2016 als Nikeathlet tragen durfte, brachten ihm eher Pech und Probleme an der Achillensehne, die er vorher noch nie hatte, weshalb er den Hannover Marathon 2017 abbrechen musste. Generell kam er nie mit den Carbonschuhen, laut ihm aufgr. seines Laufstils, zurecht. Er meint das hätte er von klein auf trainieren müssen mit den Schuhen. Also gut für ihn, dass er noch vor der Ära diese Zeiten aufstellte.
“Anything we can actually do we can afford” Keynes

