Gestern, 12:41
(25.02.2026, 21:38)mariusfast schrieb: Blackrunning5k
Zitat:Arnes Methodik ist mir sehr bekannt, wie er das durchgehalten hat ist mir ein Rätsel aber es hat für ihn sehr gut funktioniert. Hier würde ich doch aber ganz klar sagen, dass dieses System wirklich nur sehr wenige Läufer überhaupt durchstehen können. Möglich ist dies meiner Meinung nach mit einer Infrastruktur a la Oregon Project, einer maximalen Ausschöpfung des Stoffwechsels, mit den dazu notwendigen Supplementen im Weiß- und hoffentlich nur Graubereich sowie regenerativen Möglichkeiten, die an unseren Stützpunkten kaum verfügbar sind.
http://www.arnegabius.de/training-2015.html
Aber 3:30 min, wie es im anderen Thread geschrieben wurde, ist übertrieben. Seine Dauerläufe waren auf Sealevel dennoch alle unter 4 Minuten.
Das Dauerlaufniveau erinnert mich an das gegenwärtige von Hendrik Pfeiffer, der alles zwischen 3:15 und 3:59 macht, also die meisten DL ab 3:40/45 bis unter 4 und nur 1x die Woche 3:15-3:25. Seine DL müssten alle in Zone 2 sein. Und bei ihm funktioniert das ja auch trotzdem ganz gut mit den double Threshold Phasen (die er immer als Vorbereitung für seine Marathonvorbereitung macht).
Gibt tendenziell eher mehr Marathonläufer als Bahnläufer, die regelm. Zone 2 machen (Also ganz normales GA1). Hendrik meinte auch bereits 2015, dass das genau seine Stärke ist (damals machte er tatsächlich jeden Dauerlauf in 3:30 MIn. jetzt unter Kuhlmann ist das strukturierter und deutlich ruhiger geworden.
Das was von Frontrunner beschrieben wurde, war ja eher Zone1 und regenerativ. Das ist tatsächlich der Trend derzeit (v.a. auch angetrieben durch Ingebrigtsen).
Eine Ausnahme bei den Mittelstrecklern ist ja Farken, der auch als in den Dauerläufen 3:30 min Schnitt machte seit er in den USA ist (nicht alle DL, aber generell alle deutlich zügiger als zuvor). Also bei ihm war es ja positiv. Und er kam genau von dem Norweger-System und machte seine Dauerläufe extrem langsam 4:40 etc. und hatte unter Dreißigacker viel mehr KM Umfang als jetzt unter Ritz.
Dieser Zone 2 Boom kam in den letzten Jahren vor allem vom Radsport durch Pogacar und seinem Trainer Dr. Iñigo San Millán . Er fährt alles und 4-5 H pro Einheit in 300 - 340 WAtt mit 140 - 155 Puls im Grundlagentraining (Damit kann er sogar große Teile von Tour Rennen mitfahren, während andere schon lange im GA2 Bereich sind).
Aber ich denke Rico hat da einen Punkt. Im Laufen ist es etwas anderes aufgrd.der Stoßbelastung. Und es hat einen Grund wieso Hendrik nur 1x gezielt pro Woche an den schnelleren GA1 Bereich geht.
Ich möchte zu deiner Ausführung eigentlich nur eine Sache ergänzen, bezüglich Arne. Ich weiß um sein Training damals und in folgenden Links ist sein Dauerlauftempo, was er als GA1 definierte schon bestätigt. Die Aussage mit 3:30 Pace stimmt tatsächlich, zum Ende seiner Karriere hat er da aber Geschwindigkeit rausgenommen. Ab zweiter Jahreshälfte 2011 hat er massiv an Intensität zugelegt, das war damals völlig surreal, ging dann aber mit einer unfassbaren Leistungsexplosion einher. In folgenden Links der Jahre 2011 und 2012 ist das sehr gut zu beobachten.
2011: http://www.arnegabius.de/training-2011.html
2012: http://www.arnegabius.de/training-2012.html
Was beeindruckend damals war, Arne hatte im Herbst 2011 beim Kaderlehrgang bereits ein unglaubliches Selbstvertrauen bezüglich seines neuen Systems, sodass er da schon wusste, dass er in komplett neue Sphären laufen wird.
Das ganze hat natürlich körperlich ordentlich Tribut gefordert, die Zeiten stehen jetzt aber in den Büchern, das ganze ohne Karbon, BiCarb etc.

